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Filmkritik: Bruce Allmächtig

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    Filmkritik: Bruce Allmächtig

    bruce allmaechtig



    Was macht einen guten Film aus ? Ein gutes Drehbuch, eine gute Produktion, ein guter Regisseur.
    Das ist hier z.B alles Tom Shadyac. Dann noch ein guter Schauspieler, und einen guten Weiblichen Part.
    Vor dem Film dachte ich mir, was für ein Wahnsinn, das in Amerika der Film bis dato so ca. 240 Mill. $ eingespielt hat. Und nun wollte ich mich einfach selber überzeugen warum der Film so viel eingespielt hat.

    Buffalo, im Staate New York, 2003, BRUCE NOLAN ( Jim Carrey ), ist ein einfacher, kleiner Redakteur, von einem berühmten Sender. Er hat immer die Aufträge die keiner machen will, und er ist auch irgendwie stolz darauf. Meistens sind es Storys die ziemlich absurd sind, doch dank seines Humors kann er so ziemlich jede Szene bewältigen, sonst müsste er nämlich resignieren, denn zufrieden ist er auf keinen Fall. Im Gegenteil, er fühlt sich dauernd übervorteilt vom Anchorman EVAN BAXTER, der nicht nur oft Live ist, sondern auch der bevorzugte im Team. BRUCE will schon lange die Stelle von EVAN haben und darum schleimt er sich auch bei seinem Vorgesetzten JACK KELLER ein.

    Zu Hause wartet auf ihn die bezaubernde GRACE CONNELLY ( Jennifer Aniston ), die seit 5 Jahren mit den bisweilen ziemlichen Chaoten zusammenlebt, doch sie weiß das unter seiner harten Schale ein ganz und gar weicher Kern schlägt, den sie über alles liebt. Doch bisher hat er sie nicht um einen Heiratsantrag angesucht, und sie wartet immer noch darauf. Ihre Schwester DEBBIE war immer schon gegen diese Beziehung. Für BRUCE ist aber nur eines wichtig, die Arbeit, und trotzdem unterstützt in GRACE wo immer sie auch nur kann, obwohl sie genügend Probleme in Ihrem Job als Kindergartenhelferin hat.

    Gerade als er es nicht erwartet hat wird er endlich von JACK erhört, er darf den 1. Live - Bericht seines Lebens gestalten, und das auf der Maid of the Mist bei den Niagarafällen, und soll eine ältere Dame interviewen.
    Doch gerade als er dran ist, schaltet der Sender um zu EVAN der im Fußballstadion über die Stadtbekannten Baseballer einen Bericht verfasst, die gerade gewonnen haben. Und BRUCE fühlt sich total verarscht, und als er endlich dran ist, für ganz kurz vermasselt er alles, und spielt verrückt. Daraufhin verliert er seinen Job, wird rausgeworfen, und noch dazu hat er Streit mit GRACE, fährt weg, und hat einen Unfall mit seinem Auto.

    Da beginnt er mit GOTT zu rechten, ihm die Schuld zu geben, das er alleine, einsam ist, und nichts im Leben weiterbringt, und vor allem ist GOTT schuld das er seinen Job verlor.

    Kurz daraufhin läutet sein Pager, 776 2323, eine Nummer die einige Male piepst, bis er am Morgen des nächsten Tages anruft wo er in eine kleine Seitengasse geschickt wird. Dort angekommen betritt er ein leeres Bürogebäude das gerade renoviert wird, und trifft auf einen alten Mann, der gerade den Boden putzt.
    BRUCE geht in den 7. Stock und sieht den selben Mann wieder, der sich daraufhin umzieht, und mit Hilfe einiger bemerkenswerten Tricks und Wunder, sogar BRUCE überzeugt das er GOTT ist, an den er so gezweifelt hat. Dieser erklärt ihm nach einem sehr intensiven Gespräch das er von nun an seine Kräfte hat, und zwar alle, und das er damit machen kann was er will…GOTT geht auf Urlaub inzwischen. Nur darf er es niemand sagen, und er kann auch nicht den freien Willen bezwingen.

    BRUCE außer sich glaubt zunächst nicht daran, doch nach einigen Vorkommnissen, wird ihm klar, das er die größte Kraft hat die man sich vorstellen kann, und er setzt sie zugunsten von sich ein, um seiner Freundin GRACE zu imponieren, und so passiert es das er den Mond um einige Tausend Kilometer näher der Erde bringt. Die daraus resultierenden Umweltkatastrophen registriert er nicht. Und nachdem er GRACE besänftigt hat, ist er drauf und dran seinen Job zurückzugewinnen, und da sind ihm einige unkoschere Mittel recht, und schon nach 1 Woche hat er sich daran gewöhnt, bis GOTT ihn wieder aufsucht. BRUCE ist berühmter denn je im ganzen Land, durch einige sehr gute Reportagen, und er hat auf einmal so viele Stimmen im Kopf, Leute die zu GOTT beten, weltweit.

    Die Geschichte hört sich recht einfach an. Doch sie ist es nicht. Der Film hat einiges von anderen ähnlichen Filmen hinweggenommen. „ Ein Engel auf Erden „ oder „ Einmal Himmel und zurück „ oder auch
    „ Dogma „ und ein bisschen „ Beinahe ein Engel „.
    Wie wäre es wenn wir Menschen so eine Macht hätten wie GOTT sie hätte, wie würden wir sie einsetzen ? Solch einer Frage geht der Film nach, und ich schätze das es weitere ähnliche Aspekte in anderen bald folgenden Filmen geben wird, die sicher viel dämlicher sind als dieser hier. Eines vorweg, Jim Carrey paßt sehr gut in seine Rolle, doch hat mich eines gestört. Dieses ewige aufgesetzte übertriebene, gar nicht komische Gummigesicht, in Verbindung mit einigen lustigen Dialogen die gar nicht so lustig waren, außer man ist in Amerika und hat Spaß am Grinch, der auch langweilig war irgendwie, denn die ganze übertriebene Spaßgesellschaft da drüben lacht über andere Dinge als wir viel intelligenteren Leute in Europa, mit Geschichte und Kultur. Der Film war nicht so blasphemisch wie mir anfangs vorgekommen ist, und ernst gesagt finde ich es relativ kindisch, GOTT auf die Ebene von uns Menschen zu ziehen wo er doch so nahe ist, aber so unverständlich das wir ihn gar nicht richtig darstellen können, und alle Versuche nur in einer menschlichen Vorstellungsweise enden, die meistens beleidigend sind. Man sollte einige Grenzen in Filmen setzen, und es wurden auch einige gesetzt. Glücklicherweise nicht so ein Blasphemiedreck wie Dogma hat der Film eher die Möglichkeiten vom menschlichen Standpunkt her beleuchtet die Bruce durchzustehen hat, mit allen Wünschen und Ängsten die ein gewöhnlicher einfacher Egoist eben hat. Dazu hätten noch ein paar Spezialeffekte gepasst, aber die hätten den Film wieder zu einem 2. Armageddon gemacht, und das war eben nicht die Crux des Filmes. Morgan Freeman hat sehr gut als GOTT gepasst, doch war er etwas zu einfach, mir kam er eher vor wie ein Staubsaugervertreter oder ein Kellner, und Jim Carrey, kam mir nicht vor wie ein ewig suchender, oder einer der vom Wunder der Schöpfung aus seinen Händen überrascht ist bis zum Anschiss, sondern eher wie einer der ein bisschen damit gerechnet hat. Alles hat er versucht mit unnötiger Mimik darzustellen, die ganz und gar nicht gepasst hat. Leider. Die Geschichte fand ich sehr gut gewählt, überhaupt in einer Zeit in der die Menschen am besten, oder einige davon, an GOTT eher denke würden, wenn sie im Kino eine verständliche Version dessen sehen, was Theologen uns seit Jahren beibringen wollen auf die wir nicht hören, allerdings in einer Art – Al Bundy für Priester. Fragen die man unwillkürlich stellt bleiben leider offen, so auch alles von Herkunft bis zu Wirksamkeit Gottes, und das sprichwörtliche Alpha und Omega in seiner Macht, wie das unendliche das GOTT noch mehr ist als wir uns vorstellen, die Liebe und die Hingabe zu uns Menschen wurden mehr als gewöhnlich dargestellt. Das einzige was den Film gerettet hat, ist die Romanze zu GRACE, und das er doch nicht so übertrieben war wie Ace Ventura. Und ab der Mitte des Filmes, kam auch der ernste Aspekt der ganzen Sache durch, aber da war der Film schon bald vorbei. Eigentlich ne große verschenkte Chance die der Film hätte gut nützen können, die er aber verschleudert hat. Kamera, Schauspieler, Technische Effekte, das war alles gut, kann man nicht meckern, aber viel zu wenig. Meine Freundin hat sich über den Film auch so geäußert, eher strenger, aber auch sie war von der süßen Liebesgeschichte, die sicher schon tausend Mal da war, auch überzeugt, und hin und wieder mussten wir unsere Blusen nehmen, da unsere Tangaslips schon ausgeschnäuzt waren, und mussten unsere Nasen und Augen putzen, die voller Tränen waren. Ich fand das diese Geschichte eher mehr in eine ernste Rolle reinpasst und die hat weltweit noch niemand gebrochen, seit es „ Ein Engel auf Erden „ gibt, doch von dem ist Bruce Allmächtig leider meilenweit entfernt. Die Botschaft war auch sehr gut, leider nicht so ganz richtig rübergekommen, aber nach einigen Nachdenkversuchen verständlich. Wir sollten viel mehr zu GOTT beten und ihm vertrauen, und uns selber beim Schopf nehmen, und nicht dauernd alles machen und ausprobieren was uns so vorschwebt, denn meistens kommt nur ein Nachteil für uns oder andere Personen raus, und wenn wir ein bisschen rücksichtsvoller gegen die Ärmeren wären, und mehr Gedanken an andere hätten, dann wäre bei uns schon längst das Paradies, und wir bräuchten keine Machtkämpfe wegen dem lieben leidigen Geld und der Macht durchstehen. Ein liebender GOTT der ständig da ist und auf uns wartet, ist das wichtigste was wir eigentlich wissen müssten, doch wir Menschen vergeuden mit schmächtigem Wissen ständig unsere Möglichkeiten die wir uns eigentlich noch komplett verbauen.

    Ein Film für Kleinkomiker, für Leute die Jim Carrey Fans sind, für Hausfrauen, und für Ungläubige um Ihnen ein bisschen Religion nahe zu bringen, und für Proleten.

    Trotzdem 80 von 100
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