Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Filmkritik: Adaption

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Filmkritik: Adaption

    Adaption



    Eine künstlerisch amerikanische Vererbungsgeschichte, über die Prähistorische Existenz nicht nachweisbarer Protoplasmen, über die Entstehung von Orchideen, die in diesem Film eine besondere Rolle spielen.

    Die zersplitterte nonkonforme Geistige Verfassung unseres Protagonisten beginnt, in der Halle E der Filmproduktionsfirma zu Spike Jonzes sic! neuem Film Being John Malkovich. Einer künstlerisch wertvollen, nicht so ganz substantiellen wie erwarteten, aber doch Neu New Age gestalteten Verfilmung über die Probleme in Johns Kopf in Verschmelzung mit einem nicht reellen Hochhaus das den Seelenzustand der einzelnen Individuen, speziell von John, mechanisch darlegt. Mir hat der Film nicht gefallen.
    Die Richtung die unser Protagonist in versuchter leidenschaftlicher Form darstellt, übermannt nicht mal einen Bruder DONALD KAUFMAN, der die haargenau selbe DNS hat wie sein Zwillingsbruder CHARLIE um den es in diesem 112 Minuten Film vorwiegend geht.
    Wie schon in „ The Hours „ versucht Jonze den Hauptaspekt der Geschichte klar darzustellen, in dem er den Zuseher mit ständig wechselnden Zeitepochen plagt, was aber wiederum den sinnlichen Effekt darstellt sich anzustrengen und versucht wach zu bleiben, während die Hauptprotagonisten SUSAN ORLEAN ( Meryl Streep ), und Orchideensammler JOHN LAROCHE ( Chris Cooper ), sich zwischen nonkonformen Postpubertären Studentengesprächen versuchen am Lachen zu ermutigen, da sie sonst in Ihrer eigenen dekadenten Welt zugrunde gehen würden.
    Eine Welt in der Geld mehr zählt als innere Werte, zumindestens, bei den alltäglichen oder sehr oft abgehaltenen Zusammenkünfte in kleinen Gruppierungen, in denen man über Sexuelle Vorlieben degustiert und alles versucht um natürliche Körperausdünstungen zu verhindern, nachdem man ein viel zu scharfes Gericht gegessen hat.

    In dieser Geschichte prallen Realität und Fiktion etwas unkonventionell und höchst langweilig anmutend an den Zuseher, der gelangweilt im Kinosessel hockt und überlegt, welchen Terrorpaten er demnächst erledigen soll um das nötige materielle Zahlungsmittel zu ergattern, damit er Spike Jonze Filmklassiker wie Armageddon und Independence Day schenkt. Wie kann man dieses einfache Werk nun beschreiben ?
    Selektion und Veränderung sind der grundlegende Bestandteil unserer Adaption an die natürlichen Gesetze, die durch Freund Zufall erschaffen wurden. Das in einer intelligenten Welt in der kein GOTT mehr zählt, sondern nur ein Computer und nicht bewiesene Thesen von altehrwürdigen Opas, die Ihre Theorien über die Erschaffung der Welt darauf begründen, das etwas irgendwie irgendwo irgendwann sein musste, um Ihre innere Unruhe eine Gleichmäßigkeit zu geben. Und auf diese anziehende, fantastisch anmutende These baut sich dieser Film auf. Ein Drehbuch das von cineastischen Einfällen nur so strotzt, von Langeweile, Schwermut, Einschlafgefahr, dämlichen Leuten, kranken Psychopathen, Soziopathischen Liebeshungrigen, Brüdern und Schriftstellerinnen, die im Leben nichts anderes zu tun haben, als die Atemluft zu analysieren um daraus ein Skript zu erstellen.

    Dazu dann noch eben der arme, sehr gut von Cage gespielte Charlie, der versucht seiner Angebetenen AMELIE den Hof zu machen, aber an seiner Unzulänglichkeit, und Unerfahrenheit dem weiblichen Geschlecht über scheiterte, weil er sich nicht wie sein Bruder überwinden kann, seiner romantischen Inspiration zu folgen, der Dame des Herzens den Hof zu machen. Er lebt in einer Welt voller Bücher, und eigenen Vorstellungen von der Verwirklichung seines Skriptes.
    CHARLIE schreibt hingebungsvoll, für die Cineastenwelt in einer Irrealen Filmwelt, das Drehbuch zu Being John Malcovich, und erntet nur Applaus, und seine anderen genialen Werke stehen in dem in nichts nach.
    Allerdings glaubt CHARLIE ( Nicholas Cage ) selbst nicht daran. Darum überwindet er auch seine Vorurteile gegenüber Drehbuchkursen, für Drehbuchschreiber, wo der Leiter versucht dem klatschenden Publikum beizubringen, seelenstarke Protagonisten zu erzeugen. Menschen verändern sich, die Welt verändert sich, CHARLIE kann nichts anfangen mit Genoziden in den Familien, mit Vernichtungsmaschinerien von Faschistischen Machhungrigen Despoten, und er will auch nicht einsehen, bevor er den Kurs besucht hat, das er gerade darüber schreiben sollte. Laut dem überteuerten Professor.

    Eine Hollywoodgröße, namens VALERIE kommt, sie bittet CHARLIE um ein Kunstwerk, um die Verfilmung oder den Beginn der Verfilmung zu „ The Orchid Thief „ von „ SUSAN ORLEAN, einer Liebe zu einer Orchidee, zu der Geisterorchidee, die einer der seltensten Blumen und Orchideen aller Zeiten ist, so wie CHARLIE bald draufkommt. Und er stockt einfach, weil er nicht weiß wie er den Beginn setzen soll. Als Mahnmal das den Film leitet, oder einfach als Ruhepol das die Zuseher in schläfrige zombieähnliche Popcornfressende zahlende Kinobesucher macht. Letzteres klappt wundervoll vom Regisseur des Filmes.
    Man kann oft nicht unterscheiden, und das muß ich honorieren, das die Grenze zwischen Fake, und Dokumentation sehr gering gehalten wurde.

    Das Buch das CHARLIE wilden Herzens liest, versucht zu verstehen und in ein Drehbuch adaptieren will, bringt in bald zum scheitern, da es einfach nur eine Poetische Ansammlung von Romantischen Epilogen und Redewendungen über eine Orchidee ist, und über die Leidenschaft zu lieben. Sein Bruder hätte es können, DONALD, ist der richtige Draufgänger, vieles fällt ihm leicht, er sieht sein Leben nicht so wichtig, sondern eher den Spaß den er jetzt hat, und seine Talente sind viel breiter gesetzt als von Zwillingsbruder CHARLIE.
    DONALD weiß auf alles eine Antwort, hat viel mehr Erfolg beim weiblichen Geschlecht, und ist schon bald mit der Maskenbildnerin CAROLINE fix befreundet, die er durch einen Zufall in der Arbeitswelt von CHARLIE auffindet, und will ihm helfen diese schwierige Notlage zu meistern. Und er fängt am besten damit an, sich als CHARLIE auszugeben, und der Damenwelt den Hof nicht so sehr zu machen, wie er CHARLIE versprochen hat, sondern ein DONALD sein, der SUSAN interviewt, samt seines ganzen Könnens als Interviewer, und stellt die richtigen Fragen die nötig sind um ein Buch zu schreiben, das dann natürlich sein Bruder CHARLIE veröffentlichen soll, nachdem er es mal geschrieben hat.

    JOHN LAROCHE ist der richtige Draufgänger, sammelte er mal Holländische Spiegel aus dem 19. Jh. hat er das genauso bald aufgegeben wie seine Liebe zu Zierfischen, und auch seine 60 Aquarien weggeschmissen. Dieser Soziopath ist vor vielen Jahren das von SUSAN ausspionierte Opfer gewesen, über das sie schreibt.
    Jetzt ist er anerkannter Schwarzsammler in vielen Amerikanischen Bundesstaaten um geschützte Orchideen, mit Hilfe seiner Indianerfreunde zu sammeln, und weiß natürlich das er gegen so ziemlich alle Naturschutzgebietsgesetze verstößt die es gibt. Ein Mensch wie JOHN ist auf nichts angewiesen, wie eine Schlange die sich häutet, verlässt er ohne Widerwillen und Ängsten seine langjährigen Leidenschaften um sich voller Elan in die nächste zu stürzen, und gerade dieser hat es SUSAN angetan. Und so beginnt in der Mittvierzigerin bald das Mauerblümchengerüst zu wackeln das sie gekonnt täglich anlegt, um sich vor so vielen Gefühlen zu schützen die einer Person wie Ihr das Leben nur erschweren könnten. Sie aufgewachsen in einer Welt voller Gefühlskälte und Verhinderung der eigenen Wünsche, verliebt sich wohl langsam in die Art von JOHN auf einer tieferotischen Platonischen Ebene, die abseits von jeder menschlichen paarungszeremoniellen Wirksamkeit ist, die uns Leuten auf diesem Planeten das Leben mit einer untergehenden Sonne so erträglich machen, weil wir darüber Bände schreiben könnten. Wie ein Poet. Wie viele Poeten. Und das will SUSAN verhindern, doch sie kann es nicht.

    Und CHARLIE muß mehr erfahren über seine Protagonistin, schüchtern wie er ist, um über sie und vor allem das Buch zuschreiben, und um den Film zu Ende zu bringen, nachdem der Anfang nicht mal noch da ist.

    Für Leute die Cineasten der besonderen Art sind, und zwar solche die sich an Filmen ergötzen wo man zuerst einmal 10.000 Essays lesen muß bis man sie kapiert, oder Blitzkneiser wie ich, die aber trotzdem keinen Gefallen daran finden, fast 2 Stunden lange, Zeitsprünge zu beobachten wo Irre dauernd irgendwas quasseln das mich zum einschlafen bringt. Da war der Blow Job meiner Freundin viel interessanter.

    51,224 von 100
Lädt...
X