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Filmkritik: Moonlight Mile

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    Filmkritik: Moonlight Mile

    Moonlight Mile


    BEN FLOSS ( Dustin Hoffman ) und JOSEPHINE “ JO JO “ FLOSS ( Susan Sarandon ) hatten eine Tochter.
    Ihr Freund JOE NAST wollte sie vor kurzem noch heiraten. Die Hochzeitskarten wurden schon aufgegeben, der Fotograf angezahlt. Cape Anne mag zwar ein kleines Kuhkaff sein, aber es ist ein Dorf mit lauter netten Menschen die sich kennen, die Freunde haben, die sich gegenseitig nicht übervorteilen und die sich gegenseitig helfen. Doch vor kurzem wurde die Idylle jäh zerstört, als DIANA FLOSS in einem Eissalon von 4 Kugeln tödlich getroffen wurde. Alle fahren zum Begräbnis, es ist jüdisch, wie die Familie FLOSS.

    Es ist klar das jeder versucht seine Trauer zu verhindern, man will ja erwachsen sein, doch nicht jeder kann es, und die es können verschwinden bald, und die es nicht können, die bleiben da, feiern mit, Leichenschmaus, und belanglose Gerede folgen. Eigentlich nichts besonderes, keiner will sich damit beschäftigen, schließlich ist es ja doch nur ein Mädchen. Es war ein Raufbold, er war angeblich besoffen, doch widersprechen sich die Zeugenaussagen, und aus den anfangs 7 Jahren will die Anwältin MONA CAMP ( Holly Hunter ) ein lebenslänglich daraus machen, und BEN gleich eine Befürwortung für die tödliche Giftspritze.

    BEN bietet JOE das er die Hochzeitseinladungen vom Postamt holt und dort trifft JOE dann auf die überaus reizende BERTIE KNOX, die auch so Ihre Sorgen hat, und ihn abends besucht da er einen von 75 Briefen vergessen hat mitzunehmen, die sie beide in den Postsäcken suchten. Und so beginnt eine neue Romanze. Natürlich ist sich anfangs JOE gar nicht bewusst was da auf ihn zukommt, und was der gerade frisch trauernde, und fast verheiratete JOE da eigentlich macht, noch dazu kurz nach der Trauer, die er und seine Fastschwiegereltern durchmachen, dich alles auf Ihren Fastschwiegersohn bauen. BEN z.B will mit JOE eine Makleragentur gründen, und hat auch das nötige Kleingeld zusammen, bis eines Tages JOE ihm eröffnet, wozu er das eigentlich machen soll. Keiner der 3 trauert so richtig, mit Arbeit und Spaß, mit dem alltäglichen Leben wird versucht die Trauer zu verwischen, zu vergessen. BEN z.B ist und bleibt wie vorher ein Makler mit Leib und Seele, und endlich kommt das Geschäft des Jahres für ihn, er soll mehrere Häuser in seiner Kleinstadt renovieren oder neu bauen, und da muß auch die Bar wo BERTIE arbeitet, Cal´s Palace weichen.
    Keiner in der Stadt will das, BEN wird immer nervöser, langsam kommt raus was er versucht hat zu verdrängen, die Schriftstellerin JO JO wird auch immer eigenartiger, und beide wiegen sich in einem Strudel aus Schimpf und Schande, weg ist das heile Familienidyll.

    Und noch dazu macht die Zeugin von der Schießerei einen Rückzieher.

    Die Idee ist ja nett, Trauernde Eltern, die Ihre einzige Tochter durch einen Amokschützen verloren haben, und die den Fast Schwiegersohn wie einen Tochterersatz behandeln, und das in einem 117 Minütigen Film, mit sehr guten Schauspielern. Nur man sah keine Vorgeschichte, man muß sehr lange zusehen um zu verstehen um was es da geht. Die ganzen Träume und Visionen die dann eine Bedeutung kriegen, wenn man den Film als ganzer gesehen hat, und eine Geschichte die so was von langweilig ist, na ja nicht so arg, aber doch sehr.
    Ich fand den Film nicht sehr gut, auch wenn er eine gute Geschichte und gute Schauspieler bot. Ich fand das alles zu unübersichtlich war, das man sich die Hälfte des Filmes am Anfang gar nicht ausgekannt hat, und selbst meine Freundin ist auf meinem Schoss freundlich entschlafen. Und ist dann zu Ende des Filmes von den Toten auferstanden. Das ganze erinnert mich wie eine noch langweiligere Ähnliche Version von
    „ Das Zimmer meines Sohnes „ der um Klassen besser war. Überzeugend haben sie gespielt, aber auch nur teilweise, der Rest war herumgequatsche, nicht das es übel war, aber es war einfach langweilig und man hätte viel mehr interessantes und spannenderes draus machen können. Dann so viel Gerede, überhaupt keine richtigen Gefühle, nicht so wie man es von den Tränendrüsenfilmen gewohnt ist.

    Ein Film für Leute die gerade was verloren haben wie Schlüsselbund, Ehepartner, Zähennägelschneidzange.

    58 von 100
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