nun ein Roman von Carl Zuckmayer ist immer gut oder ?
der hier jedenfalls schon. Er spielt sich in Alt - Köstendorf ab. Die Akteure spielen sehr realistisch, wie es halt früher am Lande war und man sollte eigentlich viel mehr Heimatfilme sehen, nicht die Lederhosen Storys, die sind Dreck, sondern wirklich solche, wo Glaube, Natur und Geldgier aufeinanderprallen, denn die Filme hatte immer versteckt und offen eine gute Nachricht an die Zuseher, das man einfach mit dem wenigen was man hat zurecht kommt, und das nur der Glaube zum Glück führt, was sich im Leben eh meistens herausstellt.


So altmodisch und verstaubt wie die meisten sagen, ist dieser oder andere ähnliche Filme gar nicht, im Gegenteil, Ich halte sie viel mehr für zeitgerechte Machwerke, aus altertümlicher Zeit, die bald wieder an Charme gewinnen könnten, da in unserer schnelllebigen Zeit, sich die Fronten wieder heilen lassen, und die Menschen viel mehr nach Friede, Geborgenheit und Aufnahme in den engen Familien oder Freundeskreis suchen wie nie zuvor, da einfach viel zu viel schnell erlebt wurde.


Allen voran in dieser Rolle ist Paul Hörbiger wieder der führende, überhaupt als die nette Maid vom Kloster geflüchtet ist, weil die Oberschwester Immaculata so streng war. Eines war witzig, die Tochter sah zu alt aus, 10 Jahre war die Tochter im Kloster, und der Pastor, gespielt von Hörbiger, hat die Clementine zum Bierbräu geführt, und verlangt das natürlich, in seiner strengen Art, das eben der Bierbräu also Heinrich Gretler, der Besitzer vom Dorfpub, seiner Nichte bessere Erziehung angedeihen lässt. Der Dechant von Köstendorf, Hörbiger halt, ist viel zu streng für alle, und natürlich mischt er sich ein, was Gretler macht, da er nicht will das die Leute dauernd zum Wirten gehen anstatt in die Sonntagsmesse, und so beginnt der Kampf. Und da kommt ihm wie gesagt Clementine HOCHLEITHNER zu recht, geflüchtet, da er gleich wieder ein Druckmittel gegen Onkel Matthias HOCHLEITHNER hat. Was ich auch sehr gut fand, MATTHIAS hat seine Nichte CLEMENTINE natürlich nicht in Köstendorf lassen wollen, musste sie aber dort lassen, und da er ja eine Vaterfigur repräsentiert, geht er den Canossagang, und im Dorf gibt es ab sofort keinen Kompetenzstreit mehr, denn der Dechant ist für das geistige Wohl, MATTHIAS für das leibliche Wohl zuständig. Sehr nett war auch die Frau ZIPFER, die Gehilfin von Dechant.


Vor 10 Jahren jedenfalls, waren die 2 Führer zusammen, als Freunde, doch dann ist alles zerbrochen. MATTHIAS hatte damals war schlimmes gemacht, er hat nämlich die Reliquie der Kirche genommen, und in sein Wirtshaus gestellt, und die Gebeine der Heiligen KRESCENCIA will der Dechant eben wieder haben. Im 18. Jahrhundert wurde die Reliquie nämlich vor dem Feuer gerettet, es war ein HOCHLEITHNER, wie MATTHIAS, und der will sie nicht hergeben, denn sie war immer im Besitz einer HOCHLEITHNER Familie, und dann ist da noch der Streit das die Dampfpfeife des Wirtshauses dauernd dazwischen pfeift, wenn die 3 Kirchenglocken vom Dechant in Cis Dur läuten, und da hört der Dechant natürlich nichts. und um dem Streit etwas zu besänftigen schickt MATTHIAS auf Wunsch von Dechant in den Kirchenchor, damit sie singt " Ave Maria " - irgendein berühmtes von irgendwem der berühmt ist, denn sie hatte eine sehr schöne Stimme vor 10 Jahren, vielleicht noch immer.



Und so wird langsam mit Hilfe eines Mädchens, das wohl Gott nach Köstingen geschickt hat, Frieden gemacht, zwischen 2 rivalisierenden Machtpartein. Der Film ist einfach süß, und Paul Hörbiger gut wie fast immer, und glücklicherweise ist das keines der unseligen grauslichen Musicals aus der Heimatfilmzeit. Wir alle auf der Welt sollten uns an den 2 sich dann anfreundenden Partein ruhig ein Beispiel nehmen.



Und so wird es klar, mit Fleiß und Übung kann nichts schief gehen.

Es singe wem Gesang gegeben, es singe nicht wem kein Gesang gegeben, wird an der Musikschule in Salzburg gelehrt, das könnte man auch auf die Politik umsetzen. Übrigens da war ein Zeitsprung, CLEMENTINE HOCHLEITHNER hat die Gesangschule im Mozardeum mit Bravour abgeschlossen. Ob die HOCHLEITHNER singen oder Bier brauen, immer ist es was besonderes, Prost.



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