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Filmkritik: Verschollen

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    Filmkritik: Verschollen

    Verschollen





    135 Min. Film, ein guter CHUCK NOLAN – als Tom Hanks, und eine gute Filmmusik. Dazu noch ne schnuckelige KELLY ( Helen Hunt ), und fertig ist ein Superfilm.
    Eine gute Farbe, sehr schöne Naturaufnahmen, und Elvis Presley Musik, was will man mehr.
    Kino mit meiner Angebeteten ist immer ein Erlebnis. Neulich, eben heute, wollte ich ein paar Feuersteine mitnehmen, aber meiner leicht kindlichen Vorstellung zum mitleben des Filmes und der Illumination des Kinosaales wurde nicht stattgegeben, und so wurde einfach ein bißchen Holz, ein Feuerzeug, und ein paar Fetzen Papierschnitzelchen von sanften, aber doch strengen nachdenklichen Händen konfisziert.
    Man nehme Platz, staune, höre, und lausche.
    Alles fängt an mit der Firma FEDEX das eine weltweite Lieferantenfirma ist, die alles mögliche nach überall hin liefert. CHUCK ist eben einer der Chefs dort, und hat mal kurz in Rußland zu tun, in dem er einen Zweig oder ne Niederlassung einweiht da er Inspektor und Workcaholic ist und mehr im Ausland als Zu Hause ist. Seine Heimatstadt Memphis / Tennessee hat er verlassen, und nach kurzer Zeit fühlt man sich in „ Der Postman „ zurückversetzt.
    CHUCK kehrt zu Weihnachten nach Hause, mit dem Flugzeug von Moskau nach Memphis eben, und besucht kurz mal seine Verlobte KELLY mit der er im Kreise der Familie so lange sitzt, bis 12 % der 55 Tonnen Grundnahrungsmittel und sonstigen Weihnachtsschmauserein vertilgt sind.
    Sein Piepser läutet, und die Nachricht das er mal nach Malaysia muß, trifft eigentlich nur seine Angehörigen, nicht aber ihn so schlimm, und so gibt es einen Austausch der Geschenke zwischen KELLY und CHUCK im Truck. Er steigt in die Firmeneigene Maschine und düst von dannen.
    Mitten im Flugzeug, wütet ein Sturm a la „ Turbulence „ und zwingt den Piloten einen Umweg nach Süden zu machen und noch mehr über den unbekannten Südpazifik zu fliegen.
    Eines kurzen Momentes schlägt irgendwas laut ein, und man sieht wie die Maschine ins Trudeln kommt und notwassern muß. CHUCK gerade noch mit dem Rettungsschlauchboot bewaffnet kann noch entkommen, und landet kurz vor dem Ertrinken an der Oberfläche im Sturm das in an eine Einsame Insel treibt.
    Dort angekommen – es ist so Dezember 1995, strandet er.
    Die Rettung ist zwar glücklich, aber nicht gerade begeisternd, denn er ist nun in der Hölle der Einsamkeit. Eine einsame Insel die er abgeht, und sich dabei mancherlei Wunden holt, da alles voller Scharfkantiger Steine und Korallenbänke ist. Es gibt keine Tiere, es gibt nur Fische, das ganze ist ein 2 – 3 Qm ² kleines Eiland, und das weit weit weg von jeder Zivilisation. Müßte man das Gebiet absuchen es wären ca. 850.000 qm ², und so weiß CHUCK er hat keine Chance. Er versucht eben das beste zu machen, und nach seinen Allmorgendlichen Singanfällen die in Help enden, und ein paar Fußspielerein zwecks Rettung am Strand, nimmt er sich zusammen und baut sich eine Bleibe. Die besteht nur aus dem Schlauchboot. Er findet eine Höhle, und nistet sich dort ein. Leider hat er Zahnweh. Wer weiß nicht wie schlimm das ist, es ist Weihnachten du bist am Arsch der Welt und hast Zahnweh. Kurz zuvor hatte er Glück und einige Gepäcke wurden angeschwemmt, es war ein Kleid dabei das umfunktioniert zu einer Fischreuse wird, und ein paar Schlittschuhe die er als Axt verwendet, und auch zu einer recht unorthodoxen Methode der Zahnentfernung.
    Keine Theatralischen Musikstücke, das ganze ist ein perfekt gespieltes Psychisches Einmannstück vom besten und man kann froh sein das Tom Hanks die Hauptrolle hatte. Wie man sich das nur vorstellt, 4 Jahre auf der Insel, eine Leiche die angeschwemmt wird, und irgendwann wird auch noch was anderes angeschwemmt, eine Halbe Flugzeugwand. Die funktioniert er als Segel um als er versucht von der Insel zu fliehen.
    Es gibt sehr oft Regenfälle, und das mutet an wie im Bundesheer, einfach erschreckfürchterlich.
    Sein einziger Ansprechpartner wird auf der Insel ein Volleyball namens WILSON, der einem ans Herz wächst so wie seine danebensitzende stöhnende Angebetet, die man vergeblich versucht zu überreden auch auf so ne Insel zu gehen, wenigstens für ein paar Wochen.
    Das ganze ist sehr spannend gemacht, und sehr ruhig, und man kann nur von Glück sagen das da keine Haie waren. CHUCK hatte leider nie das Fähnlein Fieselschweifbuch gelesen, und sich nie mit MacGuyver beschäftigt, und so muß er versuchen so gut wie es nur eben geht, selbst auf dieser Insel klar kommen.
    Eines Tages baut er sich sein Floß fertig und nahezu alles natürlich ist dafür verbraucht worden, und versucht wie in „ Papillon „ der letzen großen Welle zu entkommen, und fast wie in „ Robinson Crusoe „ fühlt man sich versetzt, und spürt so richtig die Einsamkeit.
    Er wird nie wieder der Mensch sein der er mal war, werden ihn die anderen begrüßen ? Die Suchschiffe haben schon längst aufgegeben, und es wäre auch unmöglich die kleine Insel zu finden, da sie immer unter Wolken verdeckt ist.
    Man fühlt sich nach dem Film irgendwie versetzt, man versucht das ganze nachszuspielen. Einfach schrecklich.
    Man kann sich sehr gut einfühlen, und mitkriegen wie schlimm das ganze ist. Mann kann sich so richtig einfühlsam im Sessel oder in der Freundin vergraben, und sie laut stöhnend um Hilfe winselnd einfach da unter dir begraben lassen, und sich trotzdem auf den Film konzentrieren.
    Wie muß das sein wenn man die ganze Zeit nur sich hat, und seinen besten Freund der dann auch irgendwie verdorrt, daneben noch einen Ball, und ein Bild in der Uhr das das Geschenk seiner Verlobten war ?

    Mutige

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