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Filmkritik: Gelegenheit macht Liebe

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    Filmkritik: Gelegenheit macht Liebe

    Gelegenheit macht Liebe

    Kinostart – 26.Juni.2003
    PAUL COLEMAN ( Jason Lee ) ist männlich. Er ist ein Mann. Und was für einer. So ein richtiger Schmusebär. Er ist einfach nett, ein bisschen blöd, aber nett. Ein Mann eben. Seine Junggesellenparty steht aus, er heiratet in 2 Wochen. Was für ein Stress. Was man da alles berücksichtigen muß. Kein Alkohol, keine Körperteile in fremde Frauen stecken, treu sein, und keine Drogen zu sich nehmen. Er hat sich das versprochen, und wie. Ganz stark. Er will nicht über die Stränge schlagen, denn er will KAREN heiraten. Seine Flamme. Er ist ein gewöhnlicher Prolet, sie ist eine Göttin, na ja nicht ganz, sie ist einfach hübsch, intelligent, witzig, stammt aus reichem Haus, und Ihr Vater KEN ( James Brolin ) hat ihm einen Job in der Firma angeboten. Sein Bruder PETE hat alles engagiert, auch die geilen Häschen die im Hulahopp Kostüm herumhüpfen, und die Männer zu Freudentränen rühren. Die sind ja irre süß, meint auch PETE und kann nur an eines denken, an TONYA, seine große Liebe, die er schon ganze 10 Minuten kennt, er will sie heiraten, oder doch nicht ? PETE hat auch ernsthafte Probleme, aber er weiß eines, man kann diese in Alkohol ertränken, und das sollte auch PAUL machen, schließlich darf die Familie nicht auseinanderreißen. PAUL ist besoffen, irgendwie, und wacht am nächsten Tag leider mit BECKY ( Julia Stiles ) im Bett auf. Und er weiß nicht wie sie ins Bett kam, ob sie miteinander geschlafen haben, und was sie da einfach so macht. Die wiederum kümmert sich nicht, schließlich gibt es ja nicht überall ein so angenehmes Bett wie das von PAUL, und sie bleibt liegen, bis sie PAUL mit Mühe und Not aus der Wohnung schafft. Nur eines schafft er nicht, den Slip von Ihr finden, und ihn auch rausschmeißen. Wenn in dem Appartement KAREN den Slip findet, ist er tot, irgendwie so unlebendig. In Windeseile widmet er sich der Spurenbeseitigung, aber nur kurz, denn Schwiegermutter SANRA ruft an, KAREN kommt, und so bleibt ihm nichts anderes über als den Slip im Klokasten verschwinden zu lassen. Hypernervös ist ja kein Ausdruck, wie PAUL reagierte, und jetzt kann ihm nur einer helfen, JIM, sein Freund, der aber auch nicht weiß was auf der Party los war. Was ist wenn BECKY schwanger ist ? Was soll er seinem Schwiegervater sagen, wo er einen Posten in spe hat, vor dem er doch so großen Respekt hat ? Nichts kann er, und so wirft er sich in die Höhle des Löwen und lässt alles auf sich zu kommen. Da passiert es in der Firma, er bekommt einen Juckreiz, die Filzläuse melden sich.
    War das BECKY ? Zu allem Überfluss ist er noch eingeladen bei KAREN, KEN der perfekte Patriarch, und SANDRA, und auf einmal taucht BECKY auf. Flucht ist das einzige was ihm noch bleibt.
    Der Film ist eigentlich schnell erzählt, dauert ungefähr 100 Min. und ist am Anfang so was von stinkfade, und schon so oft dagewesen, das man sich im Kino fragt, was soll man jetzt machen, in die Luft springen, oder durchdrehen, oder einfach nichts machen, seine Freundin würgen das sie den Film nicht hat einem ausgeredet, oder vielleicht den Billardeur verklagen. Aber man hat ja Beherrschung. Und so plätschert der Film anfangs furchtbar uninteressant, mit gewöhnlichen Dialogen dahin, und man hofft das er bald nach 10 Minuten aus ist. Die Minuten vergehen. Der Film wird nicht interessant, bis auf den Zeitpunkt, wo es zum Chaos wird alles, nach der Hälfte der Zeit. Aber das macht nichts. Der Film zeigt deutlich wohin Lügen führen kann, was passiert wenn Reich und Arm sich treffen. Die Schauspieler spielen na ja, so nett, allen voran Julia Stiles, die Becky spielt, die ist einfach bezaubernd. Die hat schon genügend Erfahrung in ähnlichen Teeniefilmen, und ich muß sagen, sie hat sehr gut gepasst, als richtiges Zuckerpuppenluder. Karen spielt so richtig den Eisberg, einfach gut, und Paul den Idioten, auch ganz nett, aber nach ein paar Hilflosen Blicken verblasst dann doch alles irgendwie, und man wünscht sich einen anderen Film, wie gesagt bis zur Hälfte des Filmes, dann fängt er an höchst interessant zu werden. Lustig ist der Film nur nebenbei, weil ich finde das diese Komödie nichts neues bietet, und eher einfach gehalten wird, viel mehr ist er eine Romanze, zwar nicht so richtig, eher ein bisschen davon, aber besser als nichts. So verlässt man dann den Kinosaal, mit einem guten Gefühl einen sehr guten Film ausgesucht zu haben, und wischt der Freundin die Würgegriffe vom Hals mit 10 Kg Mascara.

    Ein Film für Frischverliebte, für Junggesellen, für Romantiker, und für Freaks von gewöhnlichen Filmen.

    77,10 von 100
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