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Filmkritik: Space Cowboys

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    Filmkritik: Space Cowboys

    Space Cowboys


    Könnt Ihr euch „ Der schwarze Falke „ auf „ Apollo 13 „ vorstellen ? Oder „ Endstation Sehnsucht „ im
    „ Der Flug des Naviagators „, oder „ Armageddon „ als abgespeckte Nicht special Effekte Version ?
    Wer soll sich schon einen Film ohne Special Effekte angucken ? Nun eigentlich sogar sehr viele muß ich dazu sagen. Jeder sieht sich Filme an die Krawaubummtschinkampfbrunzbaumzack machen, und wo 12 Tage lange über Primzahlen im Blumentopf sinniert wird.
    Wenige Alte Leute gehen ins Kino, der Film ist einer, der den Opis und Omis den Einstieg ins Filmbusiness wieder schmackhaft machen würden. Also schnapp Mama und Papa bei den Haaren, und zehrt sie freundlich ins Kino die 12.000 Stiegen hinauf.
    Es war 1958, 2 Testflieger düsen gerade mit der streng geheimen neumodischen X – 2 Jagdfliegerakte auf 34.500 Meter hinauf, um die Höhe und die Geschwindigkeit zu testen, und was passiert ?
    Die 2 Streithähne stürzen natürlich ab. Nebenbei stellen sie den Rekord für Höhe und Geschwindigkeit auf, und nebenbei bekommen sie einen auf den Deckel.
    Natürlich wäscht der Chef der Airforce Ihnen die Köpfe, und die Folge daraus ist, das das damals berühmteste Flug und Weltraum Team – Team Dädalus – nicht in den Weltraum fliegen darf, sondern der 1. Amerikanische Staatsbürger im All ist der Schimpanse Mary.
    Ziemlich verärgert dürfte sie das haben, denn der Sprung in die Jetztzeit vollzieht sich ziemlich schnell.
    DR. FRANCIS D. "FRANK" CORVIN ( Clint Eastwood – 71 Jahre ), ist glücklich mit seiner gleichaltrigen Frau BARBARA CORVIN verheiratet und versucht gerade den Garagentormotor zu richten, als beide eingesperrt sich einem kleinen Amourösen Liebesabenteuer nicht abgeneigt widmen wollen.
    Leider wie es im Leben schon spielt, kommt justament in dem Moment wo man Hilfe 0 nötig hat, ein Junger Spund daher und versaut denen ein schönes Erlebnis zu zweit eingesperrt, und klärt sie auf, das FRANCIS mal kurz zur Nasa düsen soll, da hätte man einen Auftrag für ihn
    BOB GERSON ( James Cromwell ) der Chef von dem Lande, bittet oder befiehlt ihm, bei einem Einsatz mitzumachen. Es sei nämlich in der Atmosphäre der Navigationssatellit ICON aus der Bahn fast geraten und droht auf die Erde zu stürzen, aber man wolle ihn vorher retten.
    Was leider nicht möglich ist, da die Technik aus den 80 er Jahren stammt. FRANCIS hat zufälligerweise das Antriebssystem für diesen Satellitten entwickelt, das die Russen dann gestohlen haben, was auch ursprünglich für das Scylab vorgesehen war.
    FRANCIS natürlich nicht glücklich, sagt sofort zu, auch wenn er zähneknirschend von dannen stapft, denn er will seit 40 Jahren nur eines. Er will in das All fliegen, und nicht so wie damals wo BOB in betrogen hat und stattdessen den Affen hochschickte.
    Jetzt beginnt natürlich der Auftrag, a la „ Das dreckige Dutzend „ meets „ Die glorreichen 7 „.
    Sein 1. Weg führt ihn zu dem Baptistenprediger TANK SULLIVAN ( James Garner – 72 Jahre ) der leicht Alzheimerisch gerade ne Predigt liest. Er ist nach einigen kurzem Überlegen gleich einverstanden, seinem Leben eine neue Wende zu setzen, denn er war auch damals bei dem Team Dädalus als Pilot angestellt, und will auch wieder mal was neues erleben.
    FRANCIS´s 2. Weg führt zu JERRY O'NEILL ( Donald Sutherland – 66 Jahre ), der seinem Leben einen Aufwind gab in dem er von der Airforce ging, und Achterbahnenkonstrukteur wurde. Sein Leben ist auch nicht gerade das schönste, und so sagt er auch zu. Jetzt hat FRANCIS nur noch ein Problem zu bewältigen, er muss seinen Exfreund WILLIAM "HAWK" HAWKINS ( Tommy Lee Jones – 54 Jahre ), ( alle spielen übrigens knapp 70 Jährige und passen fantastisch in das ganze Geschehen ), überreden, mit dem er seit 12 Jahre nichts mehr gesprochen hat. Der fristet sein langweiliges Dasein als Touristenpilot und vollführt so manche Kunststücke. Er sagt natürlich Nicht zu, und das schockt FRANCIS, etwas, naja die alten Streitzeiten sind eben doch noch in seinem Gedächtnis geblieben.
    Nach einiger Zeit überlegt er es sich aber, und alle treffen sich an einem Highwaykaffeehaus.
    Zu Viert stürmen sie die Nasa, und BOB, mit dem FRANCIS immer Streit früher hatte, verspricht sie alle hochzuschicken, wenn das gemeinsame Training mit den Jungen Astronauten positiv bestanden wird.
    Also versuchen sich erstmals alle in einem gemeinsamen Training, das nicht nur aus 10 Km Lauf und Fitnesskammertrainig besteht, sondern auch aus Psychopathologischen Hochsensibilitäts nichtankotztests mit der Zentrifuge, wie ein Waschmaschinenwäschestück.
    Bestanden haben sie es alle, am leichtesten mit Humor, und man wundert sich wirklich das die das alles noch so gut draufhaben.
    Immer im Ohr von BOB ist der Russische General der das ganze als Idee in die Nasa brachte, und natürlich um das Gesicht zu wahren ist man bereit auch soweit zu gehen, die 4 unten zu lassen, und junge Leute hochzuschicken. GENERAL VOSTOW verschweigt Ihnen aber eine Kleinigkeit und auch so passiert schon eine ganze Menge.
    Wie muss das Gefühl eigentlich sein, knapp in 34 Tagen zum Astronaut sich ausbilden zu lassen, wo man normalerweise 12 Monate braucht. Immer geschieht alles in letzter Sekunde, aber man schafft alles bravourös.
    Den Rest bitte angucken, er ist vor allem sehr sehenswert.
    Der ganze Film ist ohne Special Effekte gemacht und Genie Eastwood hat mal wieder allen gezeigt das man als 71 Jähriger Produktion, Regie, Hauptrolle und Idee in einem haben kann.
    Haben die doch SCOTT GLENN schon raufgeschickt, und so kam dann ne sehr gute Idee zustande.
    Mal ein Film wo man nicht in Hohem Bogen durch die Kinosessel fliegt vor Begeisterung, sondern eher vor Nostalgischer Romanze in die Arme seiner Schönsschossigen Angebeteten fällt, und das Kebab mit ner Seidenunterhose verwexelt. Naja so oder ähnlich, aber das ganze ist einfach zu süß um daran lange herumzunuckeln. Einfach sehenswert, einfach irre, und einfach schön der ganze Film.
    Ruhig, ästhetisch, vielleicht für viele etwas langweilig, aber geradlinig, nicht aufallend, nicht unnötig ordinär, nicht übertrieben lustig, einfach normal, bedacht, sehenswert, gut geschneidert, gut zugeschneidert, und Spitze mit Super Schauspielern garniert.
    Den Flutflightgeneralüberwacher der Station Houston - EUGENE DAVIS ( William Devane ), spielt so richtig den griesgrämigen Nicht humorvollen Typen, der immer was zu meckern und keppeln hat.
    Liebevoll, altersmässig gestützt, und trotzdem ein Film für das ganze Altersheim, so geniesst man 125 Min. lange viele Wunderschönen Bilder.
    Ein Film wo man sagen kann, Ausser Spesen noch Mehr gewesen, nämlich ein besonderes Erlebnis, auch wenn dabei die Pyrotechniker geschlafen haben.
    Ein Film bei dem man sich aufgrund souveräner Coolness wirklich nach überlegenem Altersvorteil sehnt.

    Geradlinige
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