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Filmkritik: Nurse Betty

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    Filmkritik: Nurse Betty

    Nurse Betty

    INTRO:

    Für manche Filme muß man sich einfach Zeit nehmen, für manche Kritiken auch. Falls es einige gibt die das nicht lesen wollen, schade drum, sie wird sicher gut. Also wer erinnert sich noch an die gute alte Zeit ?

    When I was just a little girl
    I asked my mother what will I be?
    Will I be pretty, will I be rich?
    That's what she said to me:
    Que sera, sera. What ever will be will be
    the future's not ours to see.
    Que sera, sera. What will be, will be.
    When I was just I child in school
    I asked me teacher, what should I try?
    Should I paint pictures, should I sing songs?
    This was her wise reply:
    Que sera, sera. What ever will be will be
    the future's not ours to see.
    Que sera, sera. What will be, will be.
    When I grew up and fell in love
    I asked my sweetheart, what lies ahead?
    Will we have rainbows, day after day?
    That's what my sweetheart said:
    Que sera, sera. What ever will be will be
    the future's not ours to see.
    Que sera, sera. What will be, will be.
    Now I have children of my own,
    They ask their mother, what will I be?
    Will I be handsome, will I be rich?
    I tell them tenderly:
    Que sera, sera. What ever will be will be
    the future's not ours to see.
    Que sera, sera. What will be, will be.


    Wer kennt nicht diese berühmte Zeilen, wer hörte sie nicht vor langer Zeit und mußte dabei fast zu heulen anfangen ? Wer der zwischen dem 13. Und dem 23. Jahrhundert noch lebt, ist nicht in die DORIS Day verknallt gewesen ? Mann das ganze ist wie eine Zeitreise, eine Reise in die Unendlichkeit, eine Vollführung des Schwanentanzes in einer Tomate, wie ein Fußballspiel in einem ausgehöhlten Kürbis.
    Wer kennt nicht das Gefühl das einem brennt, wenn man was sieht das man gerne haben möchte, und dem man unbedingt nachjagen muß, und sei es bis an das Ende des Orionnebels, der recht gut mit der Voyager zu erreichen ist.


    Die Handlung:

    Tief drinnen in Kansas, einem Kleinen Kaff lebt BETTY SIZEMORE ( Zuckerschnecke Renee Zellweger ),
    die ein ganz gewöhnliches Leben als Hausfrau, Mensch, und Kellnerin in einem einfachen Lokal führt.
    Sie geht jeden Tag brav zur Arbeit, sie ist einfach ne Richtige Zuckerschnecke, die brav Ihren Sold erfüllt.
    Ihr einziges Hobby ist, nicht Putzen, sondern die täglich ausgestrahlte Endlos Soap Opera „ Reason to Love „
    Zu sehen, die sie mit jedem Atemzug vereinnahmt, mit jedem Lungenstoß verfolgt, und selbst in den stillsten Momenten nimmt diese Serie sie als ganzer ein. Sie kann einfach nichts machen, sie ist einfach ein Freak der allerärgsten Sorte, aber ein ganz netter.
    Während andere Menschen arbeiten, abends brav heimkommen, Ihre Frauen verprügeln, ins Kino gehen, Bier trinken, freut sie sich wie jeden Tag darauf, Ihre Freundin zu besuchen und die verpaßten Folgen auf Video aufgenommen zu bekommen und dann anzuschauen.
    Leider ist sie noch bei keinem Club beigetreten, sie wäre sicher die Vorsitzende. Hie und da diskutiert sie über die neusten Ergebnisse dieser Serie, sinniert, über Mögliche Menschliche Regungen der einzelnen Darsteller.
    Verheiratet ist sie mit DELL ( ein Arschloch – das seine Sekräterin bumst und sonst noch ne Menge Dreck am Stecken hat ). Der kümmert sich irre selten um seine Angebetet fast Heilige BETTY, und verbringt lieber den Tag über im Verkauf von Gebrauchtwagen, oder im Feststellen wie anatomisch eigentlich seine Sekräterin ist.
    Das ganze Kaff ist ein richtiges Kuhkaff, wo jeder jeden kennt, wo jeder keinem vertraut, und wo wenige viele haßen. Eines Tages muß BETTY sich einen Wagen ausborgen, und stibitzt den Schlüssel von Ihrem Mann, der anderwertig beschäftigt war, und schnappt sich einen Bjuik Wagen, und will sich davonschleichen.
    Sie will so ne Party besuchen, und macht nur kurz Zwischenstop zu Hause, um Ihre heißgeliebte Serie anzugucken, die Ihre Freundin auf Video aufnahm, und wird dabei Zeuge wie Ihr nichtsnutziger Mann massakriert wird. DELL hat sie nämlich im Guten Glauben an ein Geschäft eingeladen, aber leider hat er nicht mit CHARLIE ( Morgan Freeman – der diesesmal einen Bösen Bösewicht spielt, und der eigentlich nicht so böse sein kann, weil er einfach irre nette Augen hat, und verdammt nett ist, und versucht trotzdem böse zu sein, aber man kann ihm einfach nicht böse sein ), und WESLEY ( Chris Rock, der diesesmal sein Maul hält, und als Realist durchs Leben geht der seine leicht übertrieben agressive Ader gerne mal ausspielen will ), gerechnet, die ihn eben um einige Ecken bringen.
    BETTY sieht das alles, und dürfte einen Schock bekommen haben, den sie sieht einfach Ihre Serie an, die Ihr wichtiger ist.
    Sie hat einen Entschluß gefaßt, sie flieht einfach nach L.A. um Ihren Liebling zu sehen
    DR. DAVID RAVELL/GEORGE MCCORD ( Greg Kinnear ), in den sie verliebt ist. Nicht nur das, sie glaubt nämlich sie sei seine Ex – Freundin CHLOE, die ihn mal liebte, und identifiziert sich mit dieser Rolle eben so sehr, das sie einfach glaubt, sie sei CHLOE.
    BETTY reist durch das Land, Millionen Meter, und kommt nach einiger Zeit und einigen Zwischenstops in L.A. an. In der Zwischenzeit sind CHARLIE und WESLEY auf Ihren Spuren, und CHARLIE glaubt, sie sei eine ausgefuchste Diebin, den In dem Auto was sie stahl, befindet sich eine große Menge Kokain, wowon BETTY nichts weiß, CHARLIE wiederum glaubt, das sie das einfach gestohlen hat, und die Polizei in Form eines netten, durchgedrehten, Donutessenden, leicht unterbelichteten Sheriffs glaubt, das sie Ihren Mann umgebracht hat. BETTY landet in einem Krankenhaus und will sich wie Ihre Serienheldin CHLOE als Assistenzärztin oder Krankenschwester bewerben, wird aber leider nicht aufgenommen.
    In der Zwischenzeit rettet sie bei einem Polizeieinsatz dem Bruder von ROSE das Leben, die als Spanierin Ihr Leben fristet. Die ist Ihr natürlich sehr dankbar, und Ihre Mutter bittet ROSE, BETTY doch bei Ihr einziehen zu lassen, da sie erfahren hat, das BETTY eben in einem Motel wohnt. Zähneknirschend gibt ROSE nach, nicht eine leiseste Ahnung worauf sie sich da einläßt, denn BETTY ist einer von den Serienheldenfreaks eben der ganz besonderen Art, und kann einfach nicht entscheiden, was Wirklichkeit ist oder war, und wo die Fiktion beginnt.

    Eindrücke:

    Als ich in den Film mit meiner Freundin ging, hat keiner gewußt wie er denn nun sein würde, denn ich habe keine Vorschau gesehen. Hätte ich gewußt wie der Film in Wirklichkeit ist, hätte ich für einen großen Vorrat an Rotz, Schneuz, und Spucktaschentücher gesorgt. So mußte ich während des Filmes kurz hinausrennen, um einige Rollen Klopapier zu holen, um meiner Freundin nicht immer meine Unterhosen zum ausheulen und Tränenabwischen zu borgen. Natürlich im Gegenseitigen Einverständnis, obwohl mir Ihre ... naja usw.
    P.S. Es riecht sehr gut.
    Der Streifen ist einfach irre, Zuckerschnäuzchen RENE ZELLWEGER sollte wirklich einen Oscar bekommen. Sie spielt diese BETTY, die dumpfäugig und wunderbar süßversalzen und Zuckerorangengoldfarbenwangig durchs Leben geht, einfach so gut gespielt, das der Film einen wirklich ans Herz geht, und einem die Nierensteine wegsprengt.
    Für alle die, die noch Leben und in den Jahren 1783 – 1999 lebten, und DORIS DAY eben mochten, Rene ist die Reinkarnation dieser Zuckerschnute.
    Das ganze ist so gut einfach in Szene gesetzt, das man sich den Film einfach öfters anschauen kann.
    So werden gute Kultfilme geboren.
    Alleine schon wie die Leute besetzt sind, wie CHARLIE spielt, ein in Midlife-crisis geratener Killer, einfach wie RENE wunderbar spielt, sie lebt in dieser Rolle einfach auf.
    Wer kann sich nicht erinnern, auf dem Bett gesessen zu sein und STAR TREK geguckt zu haben ?Wer kann sich nicht erinnern, als damals DALLAS lief, nicht fast an Selbstmord gedacht zu haben, als Bobby Ewing angeschossen wurde, und man als braver, nettozahlender Schüler, über seinen Hausaufgaben am Klo sitzend darüber nachgedacht hat, wer denn zu bezirzen sei, das man das Reiseticket in die Usa billiger bekäme, um die Studios zu besuchen um herauszufinden, was wirklich mit Bobby geschah ? Und man mußte 1 schmerzhafte Woche warten, die Schulaufgaben litten darunter, die Lehrer natürlich auch, als man im Algebraunterricht ein paar Herzchen an die Tafel malte mit: I love you Christel, und Ich hasse dich Joan Collins, oder so.
    Wie sehr schmerzt es doch mitanzusehen, wenn Lassie nicht mal Schnauzbartverschmiert zu Timmy heimrennt, um ihm die Stiefel zu lecken, und eine Sachertorte zu kochen, sondern wieder die Hilfe dieses Kleinen Bengels braucht, um 22 Schafe zu retten, die ein südafrikanischer Steppenelefant gefangen hat und Lösegeld will.
    Und prack ist es in dieser Folge aus, und man muß sich wieder gedulden.
    Oder früher als man Rambo gesehen hat, und voll Freude vor der Schule gestanden hat, und die Deutschhausaufgabe nach der Suche nach den Verlorenen Konsonanten beantwortet hat, mit der Aufzählung aller verschiedenen Patronenerzeugerfirmen in Südvietnam, und dem Referat der Unabhängigkeitserklärung im Geschichte Unterricht, weil man eben das 1. X „ Vom Winde verweht „ sah.
    Ein Serienfreak zu sein ist was ganz schlimmes, eigentlich ein Fluch. Denn man steht auf mit dem Helden, geht aufs Klo mit dem Helden, ißt und trinkt mit dem Helden, leidet und schnarcht mit dem Helden, nur mit dem Sex wie der Held klappt es nicht so oft, überhaupt wenn es JOHN WAYNE ist.
    Dagegen RENE spielt die BETTY richtig traurig, so richtig beeindruckend, und nachdenklich.
    Und wenn man dann mit seiner Freundin zusammensitzt und sich gegenseitig fest klammernd ausheult, wird es erst streßig. Da rinnen dann 200 Hektoliter Tränenflüßigkeit durch das ganze Kino, und 12.000 Leute mußte evakuiert werden. Kurz danach als das ganze Wasser versickert ist, sind wir dann andauernd auf unserem Rotz und Schleim und Tränenflüßigkeitensalzrückstand ausgerutscht, und obwohl wir keine Eislaufschuhe haben, sind wir aus dem Kino hinausgesegelt.
    Die ganze Geschichte ist traurig, rührend, anspruchsvoll, berührend, herzig, und zeigt das eigentlich gerade die Deppen der Nation das beste und schönste Herz haben.

    Ähnlichkeiten mit anderen Filmen:

    „ Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa „/ „ Titanic „ / „ Keine Halben Sachen „ / „ Kalifornien „ /
    „ Thelma und Louise „ ( nicht nur für Biotonnenverkäufer ) / „ Mein linker Fuß „ /
    und noch einige mehr die mir nicht einfallen, aber ich habe mal ein Serienlexikon erstellt, so aus dem Stegreif in einem Word Dokument, das beinhaltet alle Serien zwischen dem 6. Vorchristlichen Jahrhundert, und dem 23. Nachchristlichen Jahrhundert.
    Es ist auf Hologrammchip gespeichert, und kann über eine kleine Gebühr von 12 Millionen $ angefordert werden.

    Für Intelektuelle: 70 von 100
    Für Spaßvögel : 66 von 100
    Für Romantiker: 98 von 100
    Für Popcornfritzen. 53 von 100
    Für Leute die gerne aufpassen und dauernd was zu reden haben wegen jeder Einzelheit: 57 von 100
    Für Mich: 97,22 – 13 Sechzehnviertel von 25 ganzen, von 100
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