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Filmkritik: The Kid - Image ist alles

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    Filmkritik: The Kid - Image ist alles

    The Kid – Image ist alles



    Und es ist wirklich alles glaubt RUSS DURITZ ( Bruce Willis ), für den sein ganzes Leben ein Streßgeplagtes Spiegelei in Äthiopien darstellt, auf dem Weg in eine Colaflasche.
    Nur Streß, nur perfekt sein, alles nur für die anderen Machen, selbstständig sein, Geld haben, Geld auszugeben, perfekt gekleidet zu sein. Und er ist kurz vor seinem 40. Geburtstag. Glücklich ist er aber nicht.
    Er hat keinen Familie, er hat eine Freundin die er sehr gerne hat, und die für ihn arbeitet AMY ( Emily Mortimer ), und eine Verdammt gute lustige, herzige Sekräterin – JANET ( Lilly Tomlin ).
    Sein Job ist wirklich was besonderes, er ist nämlich Imageberater, und versucht anderen Leuten weisszumachen, wie sie sich in bestimmten Situationen zu geben habe, wie sie bei bestimmten Anlässen auszusehen haben, wie sie bei besonderen Aktionen agieren müssen.
    Damit verdient sich RUSS das Geld, und das nicht besonders schwer. Er haßt Tiere, Hunde, und viel Gerede.
    Er fliegt eines Tages zu einem Auftrag, und versucht nebenbei eine quasselige Fernsehdame zu beruhigen, im Flieger, indem er Ihr einige Schönheitstips gibt. RUSS ist einer von den Männern die zu jeder Gelegenheit, in jedem Gewand, zu jeder Tageszeit passen.
    So ne Art „ Stirb langsam „ heiratet „ American Psycho „, während „ Big Daddy „ den Brautstrauß fängt, und um die Hand von „ Schlaflos in Seattle „ anhält. Das ganze noch von JON TURTELTAUB inszeniert.
    Eines Tages, wie immer ist RUSS alleine in seiner Luxusvilla, in einem Arpartement, für das jeder 55. Amerikaner sterben würde, begegnet ihm was unheimliches. Es ist ein Eindringling in seinem Domizil, in seinem Peinlich saubergehaltenen Eigenheim, in das niemand reindarf.
    Was macht man nun um 3 Uhr früh ? Man ruft verzweifelt seine immer da Sekräterin JANET an, und gibt Ihr nen Auftrag für ein paar Sicherheitsmängelbeseitigungen.
    RUSS versucht dem Typen auf die Spur zu kommen, und entdeckt, ein Kind, RUSTY, einen kleinen Dicken Balg mit 8 Jahren, den er die halbe Stadt durch verfolgt, und an einem Fluglandeplatz ankommt.
    In einem Cafehaus, sieht er ihn reinflitzen, und im Pyjama läuft RUSS dem Knaben nach, und als er drinnen ist, hat niemand den Jungen gesehen.
    RUSS läuft raus, und kurz als er sich danach umdreht, ist das Cafehaus auf einmal weg. Zu Hause angekommen, ist der Junge auf einmal da, und sieht TV. RUSS dreht fast durch, und glaubt an Halluzinationen, als sich herausstellt, das der 8 Jährige Knabe kein geringerer als RUSS DURITZ – RUSTY ist, im Alter von 8 Jahren, der auf geheimnisvollen Weg, die „ Outer Limits „ und „ Twilight Zone „ durchgewandert ist, und aus einem bestimmten Grund, den noch keiner kennt, im Jahre 2000 sich befindet.
    Nicht mal ein Psychotherapeut hilft jetzt RUSS, und auch keine Tabletten, der Junge ist und bleibt einfach da.
    Beide haben die selben Handbewegungen, beide haben die selben Narben, und die frappierende Vorliebe für
    Heiliges Posaunenrohr Rufe ist auch nicht gerade von ungefähr. Also Beweise genug, und als es Freundin AMY erfährt, fällt sie kurz in Ohnmacht. RUSTY ist nicht mehr wegzudenken.
    So beginnt eine Psychoromantische Freundliche Beziehungskomödie, Marke Disney, bei der man wieder mal ein paar Taschenleintücher braucht, da das Kino mal kurz auch hie und da, in Tränenfluten ausbricht.
    Wie gut ist es dabei, nicht alleine im Kino zu sitzen, und an den Haaren seiner Freundin knabbernd, sich damit die Augen abwischend, versucht, die Haare eben wieder auszuspucken.
    Leider kam mir dabei einiges in das falsche Röhrchen im Hals, und ich lag da so schön quer röchelnd auf den engen Sitzen, und habe den anderen an meinem Musikalischen Körperauswürfen teilhaben lassen können.
    RUSTY hält natürlich RUSS für den totalen Looser, er hat keinen Hund, er hat keine Frau, er hat keine Familie, er ist kein Astronaut, er ist kein netter Mensch, er ist streßig, und er hat ein nervöses Augenzucken.
    RUSS hält dafür RUSTY für die Ausgeburt der Lavahölle. Er quängelt, er singt, er kotzt, er würgt, er stinkt, er ist dick, er folgt nicht, er weint, er lacht zu viel und zu laut, und er ist einfach da, er hält RUSS von seiner Arbeit ab, und er ist eben ein kleiner Junge. Sowas hat eben RUSS noch nicht gehabt.
    So versuchen sie gemeinsam rauszufinden, warum eine fremde Macht Ihnen sowas angetan hat.
    Der Film ist wirklich süß, so richtig familienfreundlich, sonntagsnachmittagsfilmunterhaltend, und Popcornindenhalsschiebenerdrückend, und Gehirnwindungenverschmalzt. Der Streifen ist was für die ganze Familie, für die 12 jährige Mamma, für deren 25 Jährigen Sohn, und dessen 88 Jährigen Blinden Vater, und vor allem für ein paar Heulende Humanoide Tränendrüsenkanonen.
    Vor allem hat er eine gute Aussage, eben das man die eigenen Jugend nie vergessen soll, das man nie zulassen soll sich unterdrücken zu lassen, das man einfach noch mehr in der Welt sehen soll als Fußball, Baseball, Basketball, Football, Eisenkugelball, Handschellenball, und die ganzen Überaus wichtigen Männersportarten wie Selbstbaumöbel zusammenbauen, das dann eh die Frau macht, weil man die Französischburmesische Beschreibung nicht versteht.
    Das Ende ist famos, und erinnert so richtig an gute Mystische Zeiten, als Hollywoods Welt noch nicht vom Kommerz verdorben war, und erinnert so richtig daran, mal seine Freundin wieder in den Arm zu nehmen, und Ihr genußvoll die Hand von der Kehle nehmen, und Ihr ins Ohr zu flüstern, He Schatz ich liebe dich, und ich will keine Dicken Kinder von dir.


    Schleckschmatzige

    73,10 von einem ganzen 100
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