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Filmkritik: Kalt ist der Abendhauch

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    Filmkritik: Kalt ist der Abendhauch

    Kalt ist der Abendhauch


    Weil leider wieder mal der Tachometer nicht geht, der Manometer in Urlaub ist, und die Sonne untergegangen ist, und die Herbstzeit wieder mal begonnen hat. Leider ist der Abendhauch nicht warm, sonst hätten alle Westeuropäer kein Bedürfnis eine Goretexdaunenjacke zu kaufen.
    Manche Filme kommen aus Hollywood und sind Mist, manche Filme sind aus Deutschland und sind nicht mal so übel, wie dieser hier.
    Die Story ist ziemlich komplex. Ein Leben für 5 Min. Glück, das ist es doch eigentlich was wir wollen.
    Ein Leben voller Wärme, ein Leben voller billiger Erdbeerschnüre im Supermarkt. Ein Leben voller
    Billiger Cowboystiefel, ein Leben mit billigem Benzin, und vor allem ein Leben mit einen kleinen schönen Häuschen mit 2000 m ². CHARLOTTE (jung: Fritzi Haberlandt, alt: Gisela Trowe), ist eine Frau, die eine Schwester hat, namens IDA, einen Bruder namens – was weiß ich, und einen Vater der ein bißchen blöd ist, dazu einen eigenartigen, Prätransvestitenmutationsfrauenkleidertragenden Jungen namens ALBERT.
    Die ganze Familie ist sowas wie ein Schuhclan, und das ganze ist in den 30 er Jahren angesiedelt.
    „ Die Apothekerin „ meets „ Nach fünf im Urlaub „ während sich „ Psycho „ mit
    „ Arsen und Spitzenhäubchen „ im Sonnenstudio vergnügt, und „ La Dolce Vita „ versucht die beiden zu fotografieren was leider nicht so gut geht, denn sie verstecken sich unter „ Stalingrad „ und etwas „ 1900 „
    CHARLOTTE ist in HUGO ( August Diehl ), der wiederum in Ihre Schwester IDA verknallt ist.
    Der Vater EBERHARD HOFFMANN – ein Schuhimperialist ( Mann und Vadim Glowna ), stirbt bei der Hochzeit nach seiner CHARLOTTE, die einen Fluch auf sich zu haben scheint.
    Ausserdem war er nicht gerade froh, das seine Tochter ungewollt schwanger ist, und Ihm einen Fehltritt beichtet. HUGO heiratet im kleinen Kreis der Familie, der aus 50 Mitgliedern besteht, seine IDA, und da kommt es zu einem Streit, weil der gestrenge Vater seinen Sohn ALBERT niederkeppelt, weil dieser in höchsten Frauenfalsetttönen, zu einem Klaviersonett singt, und alle sehen das er schwul ist. Er ist 12 und läuft gerne in Frauenkleidern herum, und ist CHARLOTTE´s bester Freund. In der Zukunft sieht man im Jahre 2000 irgendwo in Deutschland, die 80 Jahre alte CHARLOTTE wie sie mit Ihrer Schaufensterpuppe HULDA redet, da sie etwas einsam ist, obwohl sie eine 51 Jährige Tochter REGINA hat, und einen über 25 Jahre alten Enkel namens FELIX. Der wiederum richtet Ihr im Haus die Leitungen, und entdeckt im Keller, hinter einer Wand was eigenartiges was wie eine Hand aussieht. Die ganze Zeit hört man die Rückblenden, von Ihrem Leben, der Zeit von 1940 – 1955. In Zeitsprüngen wird von Vergangenheit auf Zukunft geblendet, und man fühlt sich, als hätte man eine Zeitmaschine verschluckt. Einfach wie in der Geisterbahn, schreckherrlich.
    ERNST – LUDWIG der ältere Bruder, ist ein Fotograf, und sein Hobby ist, alles zu fotografieren, was mit der Familie zu tun hat, und irgendwann fotografiert er auch seinen lebenden Teddybär, ADOLF HITLER, der er ziemlich mag. Der wiederum ist Heuschnupfengeplagt, und heiratet später eine HEIDEMARIE, die eine Bäuerin ist, und zieht zu Ihr aufs Land. HUGO eröffnet einen Buchladen, und nach einiger Zeit will er auch CHARLOTTE vögeln, und wird leider gestört. Er ist auch irgendwie in CHARLOTTE seiner Schwägerin verknallt. CHARLOTTE 2000 ladet HUGO 2000 ein. CHARLOTTE 1945 erlebt mit HUGO die Nachkriegswirren, und hat inzwischen Ihren BERNHARD der dann im Krieg in Rußland verschollen ist.
    HUGO ist auch weg im Krieg. Erst nach langer Zeit als CHARLOTTE mit Ihren Kindern VERONIKA und ULLRICH in einem neuen Haus lebt, kommt HUGO zurück, und da sie alleine ist, bindet sie sich an ihn, und in Ihrem alten Haus, das zerbombt ist, finden sie den Familienschuhkeller der noch ziemlich intakt ist.
    So eröffnen sie Deutschlands einzigen Schuhschwarzmarktprivatgroßhandeln um diese gegen Fressalien und Gesöff einzutauschen, und Kondome aus Schweinsleder.
    Sie werden ziemlich reich, und nach einiger Zeit merkt CHARLOTTE das sie schwanger ist, kann es aber HUGO der in einem Hotel arbeitet, und seine Liebe zu einem Buchladen aufgab, nicht beichten, weil dieser von seiner kranken IDA berichtet, und mit Ihr doch wieder zusammenziehen will, da er sie doch nicht scheiden lassen kann, weil sie ja Multiple Sklerose hat, an der sie dann stirbt. In der er Zwischenzeit stirbt der älteste Bruder ERNST – LUDWIG. Eines Tages als alles so schön scheint, in einer Zeit wo richtige Butter kein Käse ist, und wo James Stewart noch genauso wichtig war wie Siebenkornvollkornweckerl, für die HOFFMANNS, kommt der an TBC erkrankte BERNHARD vom Krieg und will CHARLOTTE besteigen.
    Die wehrt sich und es kommt zu einem Unfall. Natürlich kommt dann kein Arzt, sondern HUGO und man beschließt dann diesem im Keller einzumauern, da CHARLOTTE Angst vor dem Knast hat.
    Gesagt getan, und wie man halt seine Kartoffeln verbuddelt, und seien Karotten in die Kiste stopft, ist auch schon der gute BERNHARD hinter Ziegel und Mörtel. CHARLOTTE muß das Leben aber selbst in die Hand nehmen, weil wie gesagt HUGO zu IDA aufs Land zieht, da diese ja krank ist.
    Wie im richtigen Leben, man versucht immer eine neue Chance auszuprobieren, und das ist gerade der richtige Zeitpunkt seine Hände über die Solettipackung zu einer anderen wärmeren Packung zu greifen, die daneben da so herumhockt und auf die Kinoleinwand starrt.
    Eines Tages kommt BERNHARDS Kriegsgefangenenrußlandgulagsibierienlager Freund ANTON der blind ist her und sucht ihn, und gesagt gelogen, wird er als Masseur eingestellt.
    Groß genug ist das Haus, und ANTON macht nach einer kurzen mehrwöchigen Eingewöhnungseit CHARLOTTE einen Heiratsantrag. natürlich begegnet sie auch Hugo und die Leidenschaft blüht auf.
    ANTON stirbt an einem Unfall, und er hätte es nicht verdient.
    CHARLOTTE 2000 ißt so hin und wieder was vom Essen auf Rädern, und renoviert langsam so dahin.
    CHARLOTTE und HUGO trennen sich im Fast Streit, und sehen sich lange nicht wieder, eben bis der Brief 50 Jahre von seiner Ankunft zeugt.
    CHARLOTTE nimmt ihn nach einiger Zeit bei sich auf, und nach einem ausgestandenen Autounfall beichtet sie so beiläufig Ihrer Tochter REGINE das der HUGO – Tattergreisig und Tablettenfressend – Ihr Vater ist.
    Nun muß noch eines getan werden, die Leiche im Keller muß weg, und den Rest schaut euch selbst an.
    Die Story ist etwas komplex, so ne Art „ Vom Winde verweht „ für Bettler, oder „ Eine schrecklich nette Familie „ adaptiert für Intelektuelle.
    Etwas langweilig ist sie schon, aber man sieht manl das Leben von einer anderen Seite, was man sonst ja nicht gewohnt ist, man erlebt die Story so richtig wie die von den „ Die Krupps „ mal von einer anderen Seite, so ne Art Familiengeschichte, fluchbeladen, und voller Toter, und Liebender, die sich da in 120 Min. Film herumwälzen, und Freude versprühen.
    Der Film ist eher ruhig, nicht irre spannend, aber sehr gut gespielt, und ist einfach mal was anderes.
    Irgendwie sitzt man am Anfang ganz ruhig die Zehennägel seiner Freundin kauend, die sich nicht so gut verrenken kann, und zu Ende des Filmes, kaut man schon an seinen eigenen herum, weil man endlich ein Ende haben will. Ein gutes hat das ganze Ja, man kann als Gummifakir auftreten.
    Die Geschichte ist von der Schreiberfrau „ INGRID NOLL „.Empfehlenswert ist der Streifen weil er eine gewisse Art von Filmkunst ausstrahlt, aber ansehen sollte man sich den Streifen nicht nur als WU – Student oder Psychotherapeuthochstudiumsabgänger, sondern überhaupt um mal das Gehirn von Popcornlektüre auf Zelluloid auszuspannen.


    Steinige


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