Nur noch 60 Sekunden




Oder wie man zum MegaüberdrüberLutschogeilowahnsinnsautoklaumeister kerl wird.
Oder wie man lernt in 60 Sekunden zu überlegen, warum der Film eigentlich so heisst.
Beide Fragen bleiben unbeantwortet. Naja egal. Ist ja Kino. Anfangen tut der Streifen wie jeder gute JERRY BRUCKHEIMER Film. Mit dem Vorspann seiner Produktionsfirma, die wirklich schon reißerisch ist.
NICHOLAS CAGE spielt ein Süßerchen mit Hundeblick, der irgendwo in Mexico sitzt, und einigen Kindern das Gocartfahren beibringt. Dazwischen hat sein Unterbelichteter Bruder einige Probleme. Er hat sich mit einem Mafiaarschloch angelegt, der ihn umbringen will, weil er ihm in einer festgesetzten Frist, nicht die versprochene Anzahl von Autos stiehlt, die er so dringend braucht, um einem südamerikanischen Gaunerbösewicht, einen Gefallen zu tun, und nebenbei noch ein paar Milliönchen abzusahnen.
Leider versagt Bruderherz, und RANDALL RAINES erfährt das in Mexico und eilt, in Windeseile, so schnell es Gummireifen erlauben nach L.A. um dort seinem Bruder mal den hals aus der Schlinge zu retten, oder seinen ganzen Körper aus einer Autopreßanstalt.
Irgendwie erinnert mich das an einem Mix aus „ Crash „ meets „ French Connection 1 + 2 „ während
„ Ronin „ den Auspuff von „ Mad Mission 4. Teil „ repariert, und „ Taxi „ Flüssigkeit ausrinnt.
Da sind aber 2 ganz üble nette Bullen da die dem Typen auflauern, und ihn warnend erhobenen Fingers, eine Warnung geben, ja nicht wieder seine alte Autoklaustiehlkarriere aufzunehmen, wobei der damals doch Weltspitzenmegaklasse war. Er hat 6 Jahre Pause gemacht, und jetzt muß er versuchen in der festgesetzten Frist von 72 Std. ein ganzes Team an erfahrenen Leuten aufzustellen, umd 50 Autos dann in einer Nacht zu stehlen.
Ihm zu Hilfe sind 2 Computerspezialisten, von denen man wenig sieht, ein alter netter ROBERT DUVALL, eine Sexautofahrmechanikerbardamenbombe ANGELINA JOLIE die leider hier Ihr wertvoll laszives Talent nicht ausnutzen kann. Dazu ein paar Vollidionten, und man fühlt sich nach „ Boyz in the Hood „ kurz versetzt.
Irgendwie cool das ganze, da wird verherrlicht, wie man Autos stiehlt, da wird verschwörerischerweise unterschwellig versucht, den Leuten beizubringen das es gut ist, unter gewissen Lebensabhängigen Umständen Autos zu klauen. Und was kommt dabei raus ? Der Gang zu einem Technotronic Laden um sich die nötigsten Teile zu besorgen, um privat mal an einem Trabbi zu üben, und dann groß einzusteigen.
Leider hat der Film 117 Min. Etwas zu lange. Oder leider ist er zu kurz, für soviel Action die man hätte noch reinpacken können. Die Story ist vielleicht einfach, Kleiner Bruder baut Mist, großer Bruder kommt, geile Katze steht auf großer Bruder, Freund des großen Bruders hilft ihm väterlicherweise, kleiner Bruder vermißt großer Bruder, Mutter von beiden Brüdern weint weil sie nicht weiter weißt, und dazu etwas Arbeitsmoral.
Mann, in den Filmen der Reihe, Bruderliebe, ist der einer der guten, allerdings, hat der Streifen ein Manko.
Eine kurzweilig erzählte Handlung, zu wenig auf Charaktäre wird eingegangen, zu wenig Action, zu wenig Autoverfolgungsjagden, ein Plan der einfach nicht gehen kann, außer man bereitet ihn mindestens 1 Woche vor, oder man ist in Zeitnot, weil Streß bewirkt ja Wunder. Man fühlt dabei aber so richtig die Aufheulenden Motorengeräusche von Ferraris, Jaguare und anderen Tierautos. Man fühlt so richtig, die Geilheit von Autosex, die Steuerknüppel die einem dauernd im Weg sind. Irgendwie hab ich dann auch so richtig mitgelebt, hatte imaginär den Steuerknüppel in der Hand, das sich aber nach kurzer Zeit als linker Mittelfinger meiner sehr stillen, Schmerzverzerrten Freundin war, die mir dann ein gar nicht so imaginäres Lenkrad mit Ihren rechten Mittelfingerknöchelchen in den rechten Oberarm eintätowierte. Auch verstand sie meinen Beweggrund nicht, meine Berufung in Autodieb umzuwandeln, da ja Automechaniker eine zu lange Vorbereitungszeit brauchte.
Auch ist sie etwas aus den Pantinen gekippt, als ich ANGELINA JOLIES nicht ganz so unästhetischen Körperpartien erwähnte, und dann die kurzen Worte mit Vergleichen zu Autos rettete.
Wie schön das Blicke nicht töten können. Man wie da das Auto so schön über 50 M gesprungen oder geflogen ist, was ja auch nur geht, wenn man 180 KM / H fährt, und man bekommt so richtig Lust, den Kinositz aus der Verankerung zu reissen, und einfach abzuheben, und in die Kinoleinwand zu fliegen, Pech ist dann halt nur, wenn das lange Haupthaar deiner Geliebten im Wege ist, und man merkt, das man nicht unbedingt UHU braucht, das das Haar an den Händen kleben bleibt.
War aber eh alles bald wieder OK. Sexgebrabbel, Verrenkungen, Autoverfolgungsjagden am schleichenden Band, und matte Charaktäre, aber ne trotzdem gute Story, weil sie sehr menschlich ist, und ein echt traurig romantisches Menschlich liebendes Ende zeigt. „ Heat „ läßt grüßen.
Schnellbenzinhaltige

71,20 von 100