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Filmkritik: Glauben ist alles

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    Filmkritik: Glauben ist alles

    Glauben ist alles


    Endlich wieder eine von den romantischen Komödien, die man lange erwartet hat, und eine Geschichte die wirklich sehr sehr selten zutrifft.
    Der wandlungsfähige EDWARD NORTON hat sie inszeniert, und hat auch die Hauptrolle als Katholischer Priester übernommen, dessen Freund der Rabbi BEN STILLER eine wirklich nette Zeit des Lebens erleben.
    Von der Kategorie der Priester und Priester Rabbbi Filme sticht dieser Streifen einiges mehr hervor.
    Angefangen hat es mit einer Erinnerung an „ Dogma „, „ Fight Club „, „ Nonnen auf der Flucht „, Sister Act „ und geht dann weiter über in eine Komödie a la „ Jules und Jim „, „ Verrückt nach Mary „, und artet dann aus in einer Art „ Mondmann „, und wird immer besser.
    Nun ja sicher man hat keine Absoluten Schenkelklopfer zu erwarten, aber die Story ist echt spitze.
    Es fängt alles an wie immer, in den Jungen Jahren. Jack ( BEN STILLER ), und Brian ( EDWARD NORTON )
    Sind mit dem Mädchen Anna ( JENNA ELFMAN ) ein wirkliches Trio, eine Art Ratpack a la „ Sleepers „,und sind für einige Zeit unzertrennlich. Man vergnügt sich bei den in den 80 er Jahren üblichen Verarschungen, und Diebstählen der kleineren Art, und man sekkiert gemeinsam die blöden Mathelehrer.
    Nebenbei wir auch ins Baseballstadion gegangen, und Anna wirkt eher wie ein Junge, irgendwie denkt man, vielleicht operiert sie sich mal um. Die Jahre vergehen, und Anna muß mit den Eltern fortziehen.
    Was für ein Schock, wenn das wunderbarste Mädchen, dich im Alter von 13 alleine läßt, um mit den Eltern den Pfad des Lebens oder der Tugend, in einer anderen Stadt zu beschreiten.
    Man denkt noch voll Wehmut zurück an die Erste Liebe, das Erste Mal sitzenbleiben, das Erste Mal, vor dem Lehrer davonlaufen, weil sich gewisse Schulsubjekte, höheren Standes über Kaugummi im Kaffee aufregen.
    Naja Spießer gibt’s überall, und man borgt sich kurz die Bluse von seiner Götterfreundin aus, um sich hineinzuschneutzen, und hört dann das gewisse Körperflüssigkeiten, eben aus Seide nicht rausgehen.
    Die Zeit vergeht, und ganze 16 Jahre vergehen, und Brian ist Priester geworden, ein Katholischer Katholikenpriester, der mit neueren Methoden versucht, die schon abgefallene Gesellschaft in New York, wieder auf den Rechten Pfad zu bringen, oder zumindestens in die Gemeindekirche.
    Jake ist wiederum Rabbi geworden, und es ist so richtig herrlich, mitzuerleben wie ein 30 jähriger bei einer Beschneidung in Ohnmacht fällt. Da lacht es einem im Herz, und die rechte und linke Herzkammer spielen Tischtennis. Jake ist genauso unkonventionell, und eckt genauso an, und auch er versucht seine Synagogen mit mehr Menschen zu füllen, indem er mal ein Paar Gospelsängerinnen einlädt um ein Jüdisches Gebetslied zu singen. Was wirklich mal eine gute Idee ist, und man sinniert nach, wie es wohl wäre, in der Kirche mit nem Ghettoblaster zu sitzen, und mit 2 oder 3 schnelleren Akkorden, und Takten, das HALLELUJA zu trällern, während der Priester sich am Boden wälzend mitrockt.
    Die Gläubigen stehend in den Bänken, die Arme zum Himmel erhoben, den Herren lobpreisend, und so richtig voller Enthusiasmus, siehst du sie alle wie sie von den Bänken hüpfen, die Wände hockklettern, Bungee Jumping von der Orgel üben, und alle 2 Minuten den Arbeiter Samariter Bund rufen.
    Eines schönen Tages kommt sie- ANNA. Sie hat sich entschieden nach New York zu fliegen, um Ihrem Job in einem neuen Büro nachzugehen. Sie ist inzwischen Worcaholische Investmentbankerin geworden.
    Und da kam sie, da sah man sie, herrliche Augen, ein Herrlicher Nackenwackler, was für eine wunderschöne Frisur, da lechzt einem der Brustkorb und man wünscht sich Anna, und eine Daunendecke.
    Und da kam sie, der rechte Mittelfingerknochen meiner Freundin, die meine Schleimbeutelentzündung auf meiner Schulter begutachtete, mit einem etwas hohem Tempo.
    Die 3 sind wieder zusammen, endlich, nach solanger Zeit. Sie gehen einige Male fort, und Anna arbeitet und arbeitet, und wie es in New York so üblich ist, das die ganze Zeit, aber sie hat ja noch ein Handy, und irgendwie beginnt sie die Platonische Beziehung zu Brian, in eine Tiefromantisch, sexuelle Freizügigie One Night Stand – 10 Night Stand Beziehung auszuweiten.
    Jake muß sich nämlich bald verheiraten, und wie es so bei Rabbis, und Filmschauspielern so üblich ist, dir liegen alle weiblich humanoiden Wunderwerke der Schöpfung zu Füßen, und du mußt, noch dazu auf den Befehlt oder den Wünschen der Gemeindemüttermitglieder mit Ihnen fortgehen, und kommst drauf, das die meisten nur blöde Schnecken sind.
    Bis Rachel Rose kam, OH Mann, eine Nachrichtensprecherin, die Frau mit den schönsten Augen die man sich vorstellen kann, mit der macht es nicht nur Spaß eine Familie zu gründen, sondern auch einen Erotikversand zu leiten. Und wie herrlich war es, - dann leider nicht – zu erkennen, das Ehrlichkeit nicht am längsten wert, da meine Liebste meine rein sachlich gynäkologischen Blicke nicht zu würdigen wußte, und sich verschränkten Hauptes in den Kinosessel – bald wieder lachend – zurücklehnte.
    Jake hat aber was für Anna über, und aus der Beziehung, als gelernter Kinogänger weiß man das, wird bald mehr. Aber dann beginnt erst die Misere, man merkt, das auch Brian in sie verliebt ist, und aus dem sonst sehr lieben Brian kann bald ein Böser werden, oder zumindestens ein tief geknickter, wenn man – dem Gelübde oder der Eingebung gehorchend dem widersagt was geschworen – und seine Gefühle für Eine Frau erwidert, und sei es nur in Träumen, für die man nicht wie üblich erwartet, sich in Beichtkanonaden ergibt.
    Brian bekommt aber nichts mit, das Jake verliebt ist in Anna, und kommt erst so langsam drauf.
    Den Rest schaut euch im Kino an, es ist wirklich sehenswert.
    Irgendwie ist es mal wirklich nett, zu sehen, das auch Priester Menschlichen Geschlechtes sind, und auch sie haben Gefühle, und wenige haben sich noch an ein solches Tabuthema hingetraut, ohne beleidigend, blasphemisch, gemein zu wirken, sondern intelligent, lustig und komisch ironisch.
    Wie sehr kann eigentlich eine Frau zwischen 2 Männern einen Streit provozieren, und am besten wäre es eigentlich, wenn Bigamie in unseren Kreisen erlaubt ist, und wenn es da keinen Streit gäbe, da blieben sicher vielen Menschen auf dieser Welt, traurige Momente erspart.
    Wie schön ist doch das Gefühl einen Gott zu haben, wie schön ist es ihm zu dienen, wie schön ist es dabei trotzdem ein Gewissen zu haben, seinen Gefülen zu gehorchen, sein Selbstwertgefühl nicht zu verlieren.
    Tief und eng umschlungen sitzen dann die meisten Kinogänger da, wenn es gegen Ende zu geht.
    Und man muß sagen, das die Erzählweise von Brian, wirklich was tolles ist, und einem Film so erst richtig die Würze gibt. Brian erzählt nämlich in einem Wirtshaus einem Barmann, die ganze Story, und erhofft sich Rat.
    Gläubige

    81,20 von 100
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