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Filmkritik: Scream 3

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    Filmkritik: Scream 3

    SCREAM 3

    Oder wie man es schafft, innerhalb von 107 Min 14 Herzinfarkte zu überstehen, um danach ins AKH zu fahren um einen Bypass zu bekommen.
    Also ich habe mir am Anfang gedacht, he der kann nur nett sein, aber schon nach den Ersten Minuten wußte ich das da mein zukünftiger sitzt, mein zukünftiger Film. Einfach ein Wahnsinn, was da „ WES CRAVEN „ gedreht hat, mit Zuckerschnäuzchenmausi „ NEVE CAMPBELL „
    Nach dem Film jedenfalls hab ich mir gedacht, das viele Jungs die sich den Film anschauen die Freundin suchen werden, und die liegt dann zerstückelt neben einem im Kinosessel.
    Da lebst richtig mit, da spürst wie das Blut in der sie Adern fließt, da merkst richtig, das du mal Fingernägel hattest, und die Fäuste fliegen nur so auf den Oberkörper deiner Freundin, wenn du zusiehst, wie arm die Darsteller sind, wenn die vor dem Flüchten müssen, und du über die grundlegende Frage des Lebens nachdenkst : Wie würde ich reagieren, wenn ein Massenmörder hinter mir her wäre ?
    Glücklicherweise ist das nicht so, und beim nächsten Mal muß halt die Freundin mit Ritterrüstung mitgehen.
    Man spürt richtig die Atmosphäre von „ Bad Boys „, „ Supermann, die Abenteuer von Louis und Clark „,
    man bekommt richtig den Adrenalinschub mit von „ Nightmare – 1. Teil „ und „ Freitag der 13. – 1. Teil „
    Man atmet richtig die blutige Atmosphäre von „ Homoungous „ und „ Scream 1 „ ein.
    Man schnuppert so richtig „ Das Kindermädchen „ und „ Mission Impossible „. Man wittert auch etwas
    „ Speed „ und „ Stirb langsam „. Daneben tastet man sich durch die Materie von „ Frenzy „ und „ Cocktail für eine Leiche „. und zu Ende, geht man raus, und weiß das man sich den Streifen noch mal anguckt.
    Dann hört man noch was von „ Good Morning Vietnam „ und „ Talk Radio „
    Alles fängt aber so harmlos an. COTTON WEARY der Überlebende von Teil 1 + 2, wird angerufen, und fährt zu seiner bedrohten Freundin heim. Wer ist da ? Natürlich – Meister Scream perönlich.
    Wies weitergeht verrate ich nicht. Der Anfang ist irre, und wie jeder gute Film fängt auch der Film mit einem Vorspann an und der Titel ist erst nachher zu sehen, so um sich einzugewöhnen auf die Spannung, die dem armen Zuseher nicht erspart bleibt.
    NEVE CAMPBELL hat inzwischen ein biederes Leben begonnen, und setzt Ihren ganzen Mut hinein, in ein Frauenrettendes Problemtelefonseelsorgeheimstudio, und kann sicher auf einige Erfolge verweisen.
    Dann treten noch die schnuckelige GAIL auf und DOUGHY, der nette Exbulle.
    Der Mörder wartet schon, und meuchelt blindlings, mit irre Spannung die Leute dahin, die eigentlich als Mörder vom Publikum vorgesehen werden. Aber es stellt sich immer was anderes raus. Hab ich am Anfang geglaubt, das ist der Mörder, wurde ich wieder enttäuscht, und ich mußte wieder weiter suchen, und kam mir ärmer vor, als würde ich zu Ostern in der Wüste, Ostereier suchen vom Kolibri.
    Es geht aber noch irre spannend weiter,, der Mörder wartet nicht nur schon, sondern er geht brav seinem Gewerbe nach, und das Ende ist fast so spannend zu erwarten wie bei „ The Sixth Sense „.
    Die Morde sind weniger brutal als bei Teil 1, der Streifen ist weniger lustiger als Teil 2, trotzdem ist er ne Superfortsetzung, so wie es sie selten gibt. Man wünscht sich diesesmal wirklich nicht, in der Haut der Hauptdarstellerin zu sitzen, die das ganze Mit Bravour löst und meister.
    Da wird gesprungen, gekippt, gerannt, gelaufen, geflogen, gestürzt, gehänselt, gemeuchelt, gemordet, geschlitzt, geschlagen, getreten, gekifft, gefickt, gemeistert, und man wünscht eine Freundin zu haben, die wie ein American Rugby Spieler gepolstert ist. Der Film hat aber auch noch andere Vorteile.
    Man kommt heim, nimmt die Freundin in den Arm, die verängstigt wie ein Huhn unter einem liegt, und nicht weiß das man selbst einen Riesenteddy zum anlehnen braucht, und dann kann man die ganze Nacht Angsttröster spielen.
    Die Stadt Woodsborough wird aufgebaut in den Studios, während gerade der Horrorproduzent – gespielt von
    LANCE HENRIKSEN ( sehr gut übrigens ), den Film STAB 3. Teil vorbereitet, der zu Scream dazupaßt, wie
    Pommes und Ketchup, Frankfurter und Kremser Senf, Sachertorte und Nudelsuppe.
    Man fühlt richtig, und merkt richtig wie die Leute schwitzend, keuchen durch das ganze Land rennen, auf der Flucht vor dem Mörder, den aufpassen, er will nur dein Böses.


    88,22 2/3 von 100
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