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Filmkritik: Die Frauen von Stepford

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    Filmkritik: Die Frauen von Stepford

    Die Frauen von Stepford



    JOANNA EBERHARD (Nicole Kidman) ist Programmdirektorin bei EBS, die verdient so 2 – 3 Millionen US $ im Jahr, ne Menge mehr als Ihr Gatte WALTER der Vizepräsident bei dem Sender ist, und seinen Job sofort kündigt, als seine Frau von der Chefin gekündigt wurde.

    Warum? Nun nach der neuen Show „Es geht auch besser“ wo Ehepartner mit Prostituierten zusammen auf einer Insel sind und entscheiden können was besser ist, alt oder neu, kommt der Ehemann der gehörnte und versucht JOANNA öffentlich zu erschießen, und um einen Skandal zu entgehen wird JOANNA eben gekündigt.

    2 Kinder haben die 2, sind unglücklich, die Ehe ist bald am Ende, und die einzige Möglichkeit ist die am Nervenzusammenbruch geknickte JOANNA nach Stepford zu führen, in den Bundesstaat Connecticut wo sie die Möglichkeit suchen wieder neu zu sich zu finden, und in einem Haus wohnen das aussieht wie die Villa vom Mercedes Chef.

    Die Stadt ist ein wahres Schmuckjuwel, die Frauen dort sind gierig auf Einkaufen, putzen, Zusammenräumen, Staub wischen, Kinder versorgen, perfekt erzogene Ehefrauen, während die Männer abgeschieden wie es Ihrer Natur entspricht im Herrenhaus sind und Blödsinn reden.

    JOANNA kommt das ganze komisch vor, und da sie nicht die einzig neue ist verbündet sie sich mit der jüdischen Schriftstellerin BOBBY MARKOWITZ die mit Ihrem Ehemann DAVE dort Ihr sarkastisches Unwesen treibt. (Bette Midler und Jon Lovitz).

    Zu Ihnen gesellen sich bald die Immobilienmaklerin und Fast Bürgermeistergattin CLAIRE WELLINGTON die mit Ihrem Gatten MIKE dort die Fäden zieht. (Glenn Close und Christopher Walken).

    Sie merkt das da was nicht paßt und als bei einer Line Dance Veranstaltung ein Mädchen namens SARAH einen Unfall hat und Funken sprüht, versucht JOANNA, mit BOBBIE auf Gespensterjagd zu gehen.

    Der ganze Film fängt an mit einer Persiflage der amerikanischen Medienwelt. Alleine schon die Idee eine Serie zu produzieren die Untreu in der Ehe auf die Probe stellt, zeigt das es so was bald geben wird, und ähnliches gibt. In einer Tv-Welt die von Big Brother unproduktiv präventiv verseucht wurde, ist es nicht mehr weiter, Ehepartner mit anderen schlafen zu lassen auf einer einsamen Insel. Und das dann der gehörnte ein paar Morde begeht, die man nicht sieht, zeigt nur wie verwerflich die Gesellschaft mit dem Thema Gewalt umgeht, das schon so fix zum Thema TV, Kino und allem möglichen gehört, das es ein großes Kotzerama ergeben würde, wenn wir nicht so sehr auf unseren Mageninhalt aufpassen würden.

    Sehr gut zu Begin als sie die Kündigung aufnahm, ich hätte mir mehr Reaktion gewünscht, doch Ihr Tarzan ähnlicher Urschrei, dem leider keine ach so lustig ironische Geschichte folgt, ist eigentlich das beste an dieser Szene. Ständig bewahrt Joanna Ihre Contenance.

    Und dann beginnt eigentlich der wirkliche Wahnsinn, lustig, abenteuerlich, mystisch Akte X ähnlich der meiner Meinung nach zu kurz war, der Film hat 90 Minuten gedauert, und 30 Minuten zu wenig Stadt Stepford gezeigt, und viel zu oft unnötige Szenen gebracht. So erfuhr man z.B sehr wenig von der Vorgeschichte der Schriftstellerin Bobby, die fantastisch ist, einfach eine Traumfrau, also mal vom Witz und vom Charme her, vom Aussehen nicht so ganz, aber dafür gibt es ja die 50 er Jahre Kücken, die im ganzen Film mit einem grazilen Lächeln daherspringen wie ein Makeup süchtiges Känguruhgazellentier.

    Und man kann sich einfach nicht dem Eindruck erwehren den Wunsch zu vermindern, in diese Stadt zu wollen, auch wenn man eine glückliche Beziehung hat. Stepford ist das Paradies für Männer, nicht nur für Patriachische Machos, sondern für Männer um sich von Ihrem Geistig unproduktiven Arbeiten auszurasten, so z.B beim gegenseitigem Kampf der Küchenreinigungsroboter. Hahnenkämpfe sind einfach zu dreckig.

    Die Damen allesamt ein Geheimnis in sich, stolzieren so richtig wie Feen herum, einfach gigantisch, da paßt einfach jede Mimik, und schon wie ich das Einkaufen sah, alle so schön brav in Spalier wie beim Bundesheer, kaufen sie so richtig sauber und übertrieben ein, jeder ein volles Wägelchen als würden alle kurz vor dem 3. Weltkrieg stehen und der Supermarkt hat nur für kurze Zeit offen, und der was am meisten einkauft kriegt einen 3 Jahres Gutschein, einfach herrlich. Und die ganze Zeit habe ich freundlich meine Freundin in die Achseln gezwickt um Ihr zu verklickern, ich will dieses und Jenes Haus, Auto und alles andere mögliche, und nachdem sie 38 blaue Flecken hat, was ja auf eine Menge Geduld schließen läßt, hat diese ungeduldige leicht aufgebrachte Person mir einfach 318 Handschellen angelegt und ich konnte mich nicht mehr rühren, werden reden noch bewegen.

    Diese Femininität die von den Damen in Stepford dargestellt wurden sind allesamt so absolut unwirklich, das sie auch wieder wirklich sind, und ich bin sicher das es keinen Heterosexuellen Mann auf der Welt gibt der sich nicht so eine perfekte Frau wünscht, die sich Ihrer wahren Bestimmung bewußt ist, dem Mann dienlich zu sein, und vor allem die Kinder, die Ihren Mutterdrachen so richtig schön ausnehmen können, und die sich dann freut Geld und Rachen in die kleinen Drecksdrachen zu stopfen.

    Also Nicole Kidman ist eine herrliche Besetzung, Ihr netter alles verzeihender unwirklich geduldiger pantoffelheldiger Ehemann Broderick ist ein Glanzstück von Geduld, der hätte Priester werden können, und dann ist da noch Glenn Close, der weibliche Robert deNiro, eine absolut perfekte Schauspielerin, da paßt einfach jede Mimik und alleine Ihr Auftritt, obwohl die Story gar nicht so viel Schauspieltalent erfordert, läßt erahnen, das sie die Grand Dame des Filmes ist. Und das nicht nur als Vorahnung, sondern einfach als beruhigendes Wissen.

    Die Stadt Stepford und Ihre Frauen, die sind allesamt einfach vom schauspielerischen her unnötig, aber sie passen hervorragend in das amerikanische Sittenbild, das sich in den Rest der Welt reinfrißt, das einfach hervorragend gestylte und perfekt dem Mann dienende Frauen existieren, in einer kleinen Stadt in Connecticut, die abgeschirmt von jeder Presse ist, sonst würden jeder hier Urlaub machen wollen.

    Und hier ist auch der kränkelnde Punkt des Filmes, alleine durch die viel zu wenig auftretenden Schönheiten Kidmann und Close, wie auch Jon Lovitz und Broderick, keine Vorgeschichte, viel zu wenig Hintergrundbeleuchtung und eine lieblos schnell abgedrehte Story, Drehbuch und Regie inbegriffen, verformt sich die ansonst so gute Geschichte zu einem teilweise Langweiler, der bisweilen von sehr witzigen Dialogen durchzogen ist, die seinesgleichen suchen, und die dann im Kinosaal, zumindestens von meiner Ecke her, ein kleines mittelvietnamesisches Hängebauchsweine Erdbeben ergeben hat, aber das dauerte nur ein paar kurze Sekundenbruchteile an.

    Dann bleibt da noch die Frage, kann ein Ehemann, der wirklich gütig ist, der unter seiner Frau steht, da dieses Tier viel mehr verdient, intelligenter ist, was leider real und wirklich ist, und der viel freundlicher und nicht so kompliziert, gestreßt und workaholicmässig reagiert, es aushalten mit einer Frau sein Dasein zu fristen, ständig zur Vergebung bereit bis er nicht mehr kann, und bis der Zeitpunkt eintritt den man als normaler Mensch schon hat wenn man 3 Tage mit so einer Karrieregeilen Frau zusammen ist, oder kann man sich noch zusammenreden wenn es so streng ist? Das wird leider unzulänglich beantwortet und auch nicht gerade stark beleuchtet.

    Der ganze Film erinnert mich auch frappant an so Tim Burton Märchen, aber leider ist dieser Effekt des Märchens viel zu kurz gekommen, die Musik gefällt mir nicht so sehr, und es sind auch keine mitsummende Ohrwürmer dabei, und so konnte ich im Kino gar nicht laut singen, zur Erholung von 30 anderen Zusehern.

    Leider ist der Film mein mystischer, kein lustiger, komödiantischer oder sonstwas Film, sondern ein wechselndes Sammelsurium.

    Trotzdem hat mir die Story gefallen, und auch wenn es ein eher langweiliger Kinobesuch war, ich war schlichtweg begeistert, nicht nur von der De Emanzipation der Frauen die ja auch mal schön wäre, sondern auch von den lustigen Dialogen.

    80,11 von 100

    #2
    Also aus dem Film hätte man wirklich eine super witzige Splattergranate machen können im Stile von Frankenhooker. Mann, wenn ich das Drehbuch hätte schreiben dürfen, dann hätte ich einige derbe Sachen eingebaut. Die Story hätte das auf jeden Fall hergegeben.

    Aber so ist es nur ein dürftiger Hollywood-Film gewesen mit einigen netten Einfällen.

    60,25 Punkte von 100
    FUCK Facebook

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    http://www.rolandtichy.de/
    Eine gute objektive Informationsquelle zur Zeit der momentanten Gleichschaltung der sonstigen Medien

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      #3
      Ist eh nur ein Remake, wobei das Original schon nix besonderes war.
      Metal is the Law!


      http://www.musik-sammler.de/sammlung/Rauberer

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        #4
        Zitat von trady
        Also aus dem Film hätte man wirklich eine super witzige Splattergranate machen können im Stile von Frankenhooker. Mann, wenn ich das Drehbuch hätte schreiben dürfen, dann hätte ich einige derbe Sachen eingebaut. Die Story hätte das auf jeden Fall hergegeben.

        Aber so ist es nur ein dürftiger Hollywood-Film gewesen mit einigen netten Einfällen.

        60,25 Punkte von 100
        Der Film ist Grandios was soll der scheiss eigentlich muss in jedem film den du kennst oder siehst blut sein mit du einen guten Film hast .

        es gibt auch anspruchsvolle Filme die Unterhalten ohne Blutmassen.

        PS Es ist auch kein Splatterfilm wen du Ahnung von Filmen bzw. Veröffentlichungen hast.
        Zuletzt geändert von DeathWish; 29.03.2006, 01:28.
        Do you have any idea how frustrating it is to have unlimited power, and only be able to use it when some worm asks you for something?

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          #5
          Naja einmal anschauen geht schon! Aber ein zweitesmal is unmöglich da mann ja nun das ende kennt! Und so die spannung flöten ist! Sommit is der film ungenießbar! Langweilig! Nich so mein ding gewesen!

          ps. der Thread is ja schon zwei jahre alt aus tiefster versenkung!

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