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Rotze's verkommenes Filmtagebuch

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    #61
    I Spit on your Grave Remake


    Puh, das war es also, das Remake des legendären Exploitation-Klassikers! Wirklich harter Tobak, ein Film den man nicht mehr wirklich als Unterhaltung bezeichnen kann, der aber trotzdem über die komplette Laufzeit an den Bildschirm fesselt. Das schlimme sind ja die ersten 20 Minuten, in der die Situation immer bedrohlicher wird und man als Zuschauer „leider“ ganz genau weiß was der armen Hauptdarstellerin bevor steht. Und dann sind sie da, die Minuten der Demütigung und Vergewaltigung! Und das wird nicht mal eben so abgeharkt, nein, das Martyrium der Jennifer Hills dauert nahezu 20 Minuten. 20 Minuten in denen man anfängt Täter zu hassen und sich auf die nachfolgende Rache zu freuen. Denn kein Rape ohne Revenge. Und ja, die Rache wird verdammt blutig und schmerzhaft ausfallen. Vielleicht ein wenig überzogen, aber nie so das man die Gewalt abfeiern möchte. Klar gönnt man den Wichsern einen qualvollen Tod, was Jenni mit den Jungs allerdings anstellt lässt einem fast (aber wirklich nur fast) Mitleid bekommen. Das I Spit on your Grave so gelungen ist liegt aber Hauptsächlich an den tollen Darstellern. Allen voran natürlich die zierliche Sarah Butler, der man in der ersten Hälfte Ihre Angst und Qualen genauso abnimmt wie ihre Kaltblütigkeit am Ende! Aber auch die Täter spielen Ihre Rollen glaubhaft ohne zu Karikaturen des Bösen zu verkommen. Ob es nun sinnig ist, das der Sheriff der größte Drecksack von allen ist und Jenni zur Torture-Expertin verkommt sei mal dahin gestellt… Für normale Zuschauer wird I Spit on your Grave wie damals das Original wohl ein ganzes Stück zu krass sein, Genre Fans sollten allerdings einen Blick riskieren!

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      #62
      Stake Land / Vampire Nation


      Wow, Stake Land ist endlich mal wieder eine richtig große Überraschung. Hatte ich eigentlich nur ein nettes B-Movie für zwischendurch erwartet, entpuppt sich Stake Land als richtig toller und atmosphärischer Horrorfilm der den Mut hat es auch mal ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Die Protagonisten wandern durch eine kalte verlassene Welt, immer auf der Suche nach dem nächsten Hoffnungsschimmer. Die Menschen haben Ihre Städte zu Festungen ausgebaut in denen sie mehr oder weniger sicher sind. Hier zeigt sich dann auch die liebe zum Detail die in dem Film steckt. Man hat hier wirklich das Gefühl das es sich um Menschen handelt die um das Überleben kämpfen. Alles ist dreckig und notdürftig zusammengebastelt, die Leute in Lumpen gehüllt, weit ab vom Cool-Look Hollywoods. Auch ist das verhalten der Protagonisten nachvollziehbar und verständlich! Hier wird brutal und effizient, aber niemals Herzlos gehandelt. Im Gegensatz zu anderen Genrevertretern wachsen einem die Protagonisten richtig ans Herz, so das man in den Aktionsequenzen richtig mitfiebert. Die Vampire sind animalisch und monsterhaft, aber keinesfalls übermächtig. Vielleicht hätte die Menschheit sich schon längst wieder aufgerappelt, wäre da dicht die fanatische „Bruderschaft“, die die Vampire als Zeichen Gottes ansehen und Krieg gegen die anderen Menschen führt. Klar, Sekten sind in solche Endzeitfilmen nichts wirklich neues, in Stake Land fügt sich aber alles zu einem großen funktionierendem Ganzen zusammen. Unterstütz von einem tollen Maintheme, das zwar exzessiv genutzt wird, die Szenen aber immer im richtigen Moment mit seiner tollen Streicherkomposition untermalt. Im Netz wird Stake Land oft mit The Road verglichen und man muss sagen das wirklich viele Parallelen zu finden sind, besonders was die Atmosphäre angeht (auch hier reden die Protagonisten sich z.B. nie mit Namen an).

      Stake Land ist ein wahrer Glücksgriff für jeden Genre-Fan und hätte eine große Kinoauswerung eigentlich mehr als verdient gehabt. Bleibt zu Hoffen das er jetzt wenigstens auf DVD und BluRay zu seinem mehr als verdientem Erfolg kommt.

      Punkte: 9 von 10

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        #63
        Die Meute


        Na ja, es war ja nur eine Frage der Zeit bis eine schlechte Genre-Produktion aus Frankreich im heimischen BluRay-Player aufschlägt. Das es dann so ein selten langweiliger, ja geradezu ärgerlicher Mist sein wird habe ich jedoch nichtmal in meinen schlimmsten Alptraumen befürchtet. Dabei beginnt Die Meute eigentlich ganz nett und besticht durch seine kühle Atmosphäre. So weit, so französisch! Nach 20 Minuten kommt unsere Heldin dann aber in der heruntergekommenen Spielunke an und dann helfen auch die wirklich tollen und erdigen Bilder nichts mehr (im übrigen das einzig positive an Die Meute)! Die Handlung ist konfus, die Protagonisten unsympathisch und langweilig, die Story uninteressant. Viele Szenen sind extrem langatmig und brauchen ewig bis sie auf den Punkt kommen. Das Verhalten der einzelnen Protagonisten war zu dem oft einfach unsinnig und dämlich (was mir ansonsten eigentlich egal ist, mir hier aber richtig sauer aufgestoßen ist)! Oft gibt es Versatzstücke die einfach nicht ins Bild passen wollen, wie z.B. eine extrem gewalttätige Motorrad-Gang die mit ihrem Over-Acting schon fast Troma Ausmaße erreicht! Letztendlich gipfelt alles in einem unspektakulären Showdown und 1-2 halbherzigen Goreeffekten. Es ist mir ein Rätsel wie der letztes Jahr auf dem Fantasy Film Fest als Eröffnungsfilm laufen konnte!!! Sichten die die Filme vorher nicht oder war man einfach durch den Franzosen Hype zu sehr geblendet?

        So oder so, Finger weg von diesem Schrott der nichtmal als Einschlafhilfe taugt!

        Punkte: 3 von 10

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          #64
          Julia's Eyes


          Da ich in letzter Zeit eigentlich nur Thriller aus den USA gesehen habe, kommt Julia’s Eyes einer Offenbarung gleich! Klar, die einzelnen Komponenten des Films sind Genre-Standards und nicht wirklich neu, dem ganzen haftet aber eine gewisse Frische an was typisch für den Europäischen Film ist (für viele jedenfalls ). Dazu kommen auch noch (für mich) wirklich neuartige Kameraspielereien: Julia muss wegen einer Augenoperation ab der zweiten Hälfte des Films eine Augenbinde tragen, sämtliche anderen Protagonisten werden ab dahin nur noch bis zum Hals gezeigt, die Gesichter sind nicht sichtbar! Dadurch wird eine extrem beklemmende Atmosphäre aufgebaut und die Hilflosigkeit Julias projiziert sich auf den Zuschauer! Julia’s Eyes strotzt nur so vor Spannung und gibt sich nicht mit der kleinsten Länge ab. Man fiebert immer mit, wird auf falsche Fährten geführt und viele Sequenzen sind regelrechte Fingernägelkiller! Das dabei recht kompromisslos zu Werke gegangen wird macht den Film um so sympathischer! Das Finale ist dann leider in in 1-2 Punkten ein wenig überzogen, trübt aber letztendlich nicht den mehr als positiven Gesamteindruck! Julia’s Eyes ist ein Film dem ich eigentlich eine große Kinoauswertung gegönnt hätte, leider blieb ihm das hier in Deutschland verwehrt. Auch werde ich das Gefühl nicht los das die Amis bald auf diese kleine Perle aufmerksam werden und eine geleckte Hollywood-Produktion aus dem Stoff machen, drücken wir die Daumen das dem nicht so sein wird.

          Punkte: 8 von 10

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            #65
            Scream 4


            Anfang der 90er schaffte es Horror-Altmeister Wes Cracen mit Scream einem totgesagtem Genre neues Leben einzuhauchen. Nach einer guten (Teil 2) und einer eher mäßigen (genau, Teil 3) Fortsetzung wurde es viele Jahre still um Scream, um dann im Jahr 2011 zurück zu kehren. Wenn ich ehrlich bin habe ich mit einem Slasher gerechnet, der sich hauptsächlich selber zitiert. Tja, und genau das ist es auch geworden, denn neben den aktuellen Horrortrends reflektiert Scream 4 auch seine eigenen Wurzeln, und das auf eine extrem unterhaltsame Weise! Wurde im ersten Teil noch über die Klassiker wie Halloween und TCM geredet, sprechen die Teens von heute über die gleichen Filme, nur halt deren Remakes! Genauso bekommen einfallslose Endlosreihen und Torture Porn ihr Fett weg, aber das immer mit einem nerdigen Augenzwinkern. Man merkt einfach das Scream halt auch immer noch ein Film für die Fans ist, für die es eine Menge zu entdecken gibt. Auch werden aktuelle Medien wie Social Network a la Facebook und Co. stark in den Fokus gestellt und natürlich vom Killer benutzt. Wer terrorisiert denn heute noch über das Handy wenn man seine Morddrohungen auch kostengünstig über das Internet posten kann. Das Wiedersehen mit alten Charakteren wie Sidney, Dewey und Gale machz Spaß und die Charaktere scheinen sich in den letzten Jahren wirklich weiterentwickelt zu haben. Die Stalk-Sequenzen sind mal wieder verdammt spannend inszeniert, wobei man natürlich in etwa weiß das es der jeweiligen Person jetzt an den Kragen geht. Hier wurde meiner Meinung auch ein wenig Potential verschenkt, warum nicht einfach mal jemanden entkommen lassen, das wäre mal eine Überraschung ! Besonders spannend ist natürlich das miträtseln wer denn nun der Killer ist. Scream 4 bieten eine hohe Anzahl an potentiellen Verdächtigen, die nach und nach das zeitliche segnen müssen. Die Finale Auflösung fand ich dabei nur mittelmäßig, aber es ist wohl schwer in einem Slasher heute noch wirklich überraschen zu können.

            Ich muss sagen das ich mehr als begeistert von Scream 4 war, ich hätte nicht gedacht das ein Film aus der Reihe nocheinmal so frisch rüberkommen könnte! Manch einem einem werden die dauernden Zitate und Anspielungen vielleicht nerven, ich fand es jedenfalls verdammt unterhaltsam!

            Punkte: 8 von 10

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              #66
              Territories


              Um mal eins klarzustellen, bei Slashern, Backwoodhorror und dem ganzen anderen Kram bin ich wirklich tolerant! Auch wenn man die im Endeffekt immer gleiche Geschichte zum X-ten mal serviert bekommt, sitze ich immer noch mit einem Lächeln vor der Glotze (na ja, meistens jedenfalls). Territories hat mich aber mal wieder richtig geärgert, so viel Mist haben die Macher in den Film reingepackt! Dabei fängt eigentlich alles ganz gut an, die ersten 20 Minuten sind sogar recht spannend und beklemmend! In die Fänge der Staatsgewalt zu geraten und der Willkür der Beamten ausgesetzt zu sein ist nunmal leider gar nicht so abwegig! Schnell wird aber klar das es sich bei den beiden Polizisten nicht um offizielle Staatsdiener handelt, sondern doch nur um ein paar Hinterwäldler die aus irgendeinem Grund Leute verschleppen und einen auf Guantanamo machen. Die beiden Maniacs sind dabei so blöde dargestellt das man sich so gar nicht vorstellen kann das sie clever genug sind um so ein Hinterm-Haus-Foltercamp aufzuziehen. Im Mittelteil werden unsere 4 Gefangen also immer wieder verhört und gefoltert, wobei man dankenswerter Weise auf all zu blutiges Treiben verzichtet. Was man Territories zu Gute halten muss ist das die Opfer mit der Zeit wirklich schlechter aussehen und man ihnen die Verzweiflung wirklich abnimmt. Die Krone setzt dem ganzen dann aber der total vermasselte Schluss auf! In den letzten 25 Minuten wird noch ein Detektiv eingeführt der nach den vermissten Jugendlichen sucht! Im besten Hippie-Zottel Look (und natürlich Herion süchtig) stolpert dieser irgendwann über Mini-Guantanamo, aber Genre-Kenner denken es sich schon, ein Happy End wird es trotzdem nicht geben. Die Geschichte um den Detektiv wirkt extrem deplatziert und aufgesetzt, keine Ahnung was die Macher sich dabei gedacht haben! Leider macht das aus dem sowieso schon unterdurchschnittlichen Territories einen richtig schlechten Film!
              Punkte: 3 von 10

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                #67
                The Beyond


                Es gibt Filme die sieht man in seiner Jugend und behält sie als ganz große Klassiker in Erinnerung. 10 – 15 Jahre später kauft man sich dann die entsprechende DVD dazu, nimmt sich einen Abend um diese ganz besondere Erinnerung wieder aufleben zu lassen und wird dann bitter enttäuscht! Wo ist die knallige Aktion hin, wo die fetzigen Sprüche?! Was, nach DEM Film konnte ich damals Nächte lang nicht schlafen?! Angestaubt, langweilig und überhaupt total doof! Wohl jeder von uns hat diese Erfahrung schon gemacht. Bei The Beyond (oder auf Deutsch: Geisterstadt der Zombies) ist dies Gott sei Dank nicht der Fall. Klar, vieles wirkt natürlich heutzutage altbacken, aber dieses gewisse Etwas, dieser ganz besondere Charme von damals überwiegt einfach. Die Story kann man dabei getrost vergessen da hier scheinbar mehr oder weniger nur Szenen aneinandergereiht wurden die zum gruseln oder ekeln verleiten sollen. Aber schon allein die herrliche Musik oder die genialen Soundeffekte machen The Beyond sehenswert. Wunderbar wie hier die Türen knarzen, die Untoten heulen oder das Blut literweise aus den Wunden gluckert! Und wo wir bei Blut sind, neben einigen recht lächerlichen aber dafür witzigen Effekten (Stichwort Hund und Spinnen) sind die Gore-FX Fulci typisch auch heute noch aller erste Sahne! Allein schon die „Säure auf Gesicht“-Sequenz wird Gore-Hounds das kalte Herz höher schlagen lassen! Wenn dann am Ende die totale Zombie-Apokalypse losbrichte wird einem wieder klar das auch die langsamen und schlurfenden Untonten verdammt bedrohlich sein können. Insgesammt ist es mal wieder schön einen Film zu sehen der sich Zeit für seinen Szenenaufbau nimmt und nicht von einer Sequenz zur nächsten springt. Es gibt also auch aus heutiger Sicht nichts zu meckern an The Beyond und so kann ich nur jedem Horrofan empfehlen diesen Klassiker der 80er Jahre mal wieder in den Player zu schieben!

                Punkte: 7 von 10

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                  #68
                  The Exterminator


                  Würde The Exterminator heutzutage in die Kinos kommen würde er wohl so aussehen wie Punisher War Zone! Ohne Zweifel ist der zweite Punisher ein klasse Revenge-Reißer geworden, trotzdem ist es gut das The Exterminator schon einige Jährchen auf dem Buckel hat! Denn damals war zwar nicht alles besser, aber immerhin anders und nicht so glattgeleckt wie heute (OK, das ist der Punisher ja nun auch nicht). Wo heute der Held in einer Montage mit fetziger Musik unterlegt seine Waffenarsenal zusammenstellt, sitzt John Eastland ruhig an seinem Schreibtisch und präpariert seine Patronen für den kommenden Streifzug gegen das Verbrechen! Überhaupt besitzt The Externinator eine herrlich sleazige Atmosphäre und New York kommt als dreckiger Moloch richtig gut zur Geltung. Das die Schauspieler (besonders die Gangs) mal mehr und mal viel mehr zum Overacting neigen kann man bei dem Productionvalue locker verzeihen. Viel herber fallen da schon die etwas holprigen Szenenübergänge auf: Da hat John plötzlich schon eines der Gangmitglieder in seiner Gewalt oder er weiß wie aus dem nichts wie er an den bewachten Gangsterboss herankommt. Egal, dafür kommt so gut wie keine Langeweile auf und der Exterminator zeigt keine Gnade bei seinen Opfern. Das der auf dem Cover versprochene Flammenwerfer nur dezent zum Einsatz kommt ist traurig aber gerade noch verschmerzbar . Richtig blöd fand ich aber das Ende, irgendwie hat man das Gefühl das da doch noch was kommen müßte aber schon flimmert der Abspann über den Fernseher. Es gibt wohl noch einen Nachfolger, der aber weitem nicht den Bekanntheisgrad wie der Vorgänger hat und der mir auch noch nicht unter die Finger gekommen ist.

                  The Exterminator ist wohl keiner der großen Kulthits und letztendlich auch nur noch für Genre-Fans interessant. Ich wurde aber 100 Minuten gut unterhalten und freue mich den jetzt in der schicken Arrow-Video VÖ im Regal stehen zu haben.

                  Punkte: 6 von 10

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                    #69
                    Monster Squad


                    Ich bin ein Videotheken-Kind! Am Wochenende ging es immer zum örtlichen Verleiher, für mich gab es Disney, für meine Eltern Stirb Langsam & Co. Da meine Eltern meistens recht lange mit dem aussuchen brauchten habe ich mich dann immer schnell in den hinteren Teil des Ladens verkrümelt und mir die ganzen schönen martialischen Cover der Horror-Tapes angeschaut! Ganz besonders hatte es mir Monster Squad angetan, denn wie toll muss ein Film sein in dem Kinder gegen Graf Dracula, den Werwolf und noch andere Monster antreten?!

                    Knapp 20 Jahre hat es gedauert bis Monster Squad dann als schicke Mini-Hartbox (natürlich mit dem alten VHS-Cover) endlich in meine Sammlung gewandert ist. Und hey, der Film war sogar richtig unterhaltsam! Irgendwo angesiedelt zwischen den Goonies und Ghostbusters ist das ganze für kleine Kinder wohl eine Spur zu gruselig, für Erwachsene aber dann doch zu seicht! Als Kind habe ich mal einen Film namens Joey gesehen, in diese Richtung geht es in etwa. Als Genre-Fan gefielen mir natürlich die vielen kleinen Anspielungen und die klassischen Hammer-Monster! Aber auch die tolle 80er Atmosphäre tat ihr übriges und wenn es zu einem fetzige Song eine „Wir bereiten uns auf den Kampf vor“- Montage gibt geht ja wohl jedem das Herz auf, oder? In Sachen Gewalt hält man sich dezent zurück! Besonders beim Showdown gibt es zwar den ein oder andern Verlust auf menschlicher Seite zu beklagen, diese gehen aber weitestgehend ohne Blut und eher „nebenher“ über die Bühne. Das höchste der Gefühle ist ein zerfetzter Werwolf der in seinen Einzelteilen auf der Straße landet!

                    Wer auch im fortgeschrittenen Alter mit den Goonies etwas anfangen kann und Horrorfilme mag, sollte definitiv mal einen Blick riskieren! Monster Squad (oder im deutschen als Anlehnung an die Ghostbusters Monster Busters) ist ein schönes 80er Jahre Filmchen für einen verregneten Sonntag Nachmittag! Nicht mehr, aber sicherlich auch nicht weniger

                    Punkte: 6 von 10

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                      #70
                      !!! Achtung !!!

                      Eigentlich MUSS man sich Kill List möglichst unvorbereitet anschauen, dann erst entfaltet der Film seine volle Wirkung! Ich habe zwar versucht das Review möglichst Spoilerfrei zu schreiben, trotzdem solltet Ihr wirklich nur weiter lesen wenn ihr den Film schon gesehen habt oder denn unbedingt ein Review lesen müsst!

                      !!! Achtung !!!

                      Jay ist Ex-Soldat und Auftragskiller! Nach einem schiefgelaufenen Job in Kiev ist Jay am Boden zerstört und nicht fähig irgendeiner Arbeit nachzugehen! In Depressionen versunken steht auch sein Familienleben immer mehr auf der Kippe und steht kurz vor dem scheitern! Als sein bester Freund und Partner Gal ihm einen lukrativen Job anbietet nimmt er an, ohne auch nur zu ahnen welche Folgen das haben wird…

                      Kill List hatte es damals geschafft mich auf dem FantasyFilmFest nach seinem Abspann völlig perplex und geflasht im Kinosessel zurück zu lassen! Dieses Kunststück ist ihm nun sogar noch ein zweites mal zuhause im Heimkino gelungen! Kill List ist einfach anders; frisch und fernab jeglicher Genre-Konventionen! Man wiegt sich als Zuschauer in Sicherheit, nur um nach und nach immer weiter mit dem Hauptdarsteller in einen Strudel der Dunkelheit gezogen zu werden. Was Kill List aber auch so besonders macht sind die realistischen Charaktere die einfach „echt“ wirken. Unsere beiden Killer sind keine pseudo-coolen Typen mit lockeren Sprüchen auf den Lippen, sondern einfache Männer die halt den Job machen den sie am besten können. Wo Gal noch der größte Sympathieträger ist, ist Jay von einer Zerrissenheit geplagt die Neil Maskell in einer Big Budget Produktion wohl die ein oder andere Auszeichnung eingebracht hätte. Mal liebender Familien-Vater, mal berechnender Killer, mal ausrastender Psycho, es fällt schwer den Charakter wirklich einzuordnen! Die Gewaltszenen sind kurz aber einprägsam und tun wirklich weh! Es ist eher die nihilistische Grundthematik die dem Film wohl in Deutschland Probleme machen wird! Mit jeder Filmminute wird die Stimmung düsterer und am Ende weiß man genauso wenig wie Jay was denn hier gerade abgeht! Aber das ist ja das schöne! Nicht alle Fragen werden am Ende beantwortet um selbst den größten Honk zufrieden in die Nacht zu entlassen! Nein, Kill List bleibt auch nach dem Ende mystisch und im Kopf hängen und auch noch Tage später denkt man über einzelne Szenen und das Ende nach! Und mal ehrlich, welcher Genre Film in der letzten Vergangenheit kann das schon von sich behaupten!

                      Aber ich gebe es zu, Kill List spaltet die Gemüter und ich kann auch irgendwie verstehen das es viele Leute gibt die den Film nicht mögen. Wenn man will kann man ihm eine gewisse Beliebigkeit vorwerfen, so als hätte der Regisseur alles hinein geworfen was ihm gerade eingefallen ist. Wie gesagt, wenn man das will, man kann sich aber auch auf den Film einlassen und sich mit in die Dunkelheit ziehen lassen.

                      Punkte: 9 von 10

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                        #71
                        Mega Shark VS Crocosaurus


                        Bohrarbeiten in einer Diamantenmine im Kongo befreien unabsichtlich den Crocosaurus! Dieses haushohe Riesen-Krokodil hat einen unstillbaren Hunger auf Menschenfleisch und frisst sich auf dem Weg in die Zivilisation. Gleichzeitig macht ein prähistorischer Riesen-Hai, der Mega Shark, die Weltmeere unsicher. Die Navy scheint machtlos gegen die beiden Über-Monster! Aber als der Mega Shark Hunger auf die leckeren Krokodilseier entwickelt, scheint eine Konfrontation der beiden Mega-Monster unausweichlich!

                        Klar, wirklich viel erwarte ich nicht von einem Film mit dem Namen Mega Shark VS Crocosaurus, trotzdem hat es der neuste Output aus der Trashschmiede The Asylum geschafft mich ein wenig zu enttäuschen. Natürlich gibt es wieder denkwürdige Szenen wie das komplette Verschlingen eines Atom-U-Bootes und die dazugehörigen One-Liner a la „Jetzt hat er nukleare Power!“, doch irgendwie wollte der Funken nicht so recht überspringen! Überraschenderweise liegt es diesmal allerdings nicht an den Schauspiel-Sequenzen, denn unser Heldentrio (Hai-Typ, Crocodile-Dundee-Verschnitt und toughe Agentin-Schnitte) besticht durch extremes Overacting und weiß durch die ein oder andere unsinnige Aktion zu unterhalten. Wirklich knuffig wie die 3 gefühlte 60% des Films in einem Heli verbringen um den Monstern hinterher zu gurken… Deppen! Nein, irgendwie weiß die CGI-Aktion nicht so recht zu gefallen da man einfach zu wenig sieht! Richtig schlecht sind die Unterwasser-Sequenzen in denen die Viecher nur als dunkle Schemen vor einem viel zu dunklem Hintergrund zu erkennen sind! Einziges richtiges Highlight ist der Fight zwischen Hai und Krokodil am Rande des Panama-Kanals, wo die beiden sich ringend über die Landmassen wälzen! Natürlich gibt es auch wieder die Asylum-typischen Größenunterschiede zwischen den Szenen! Mal ist der Hai einfach nur riesig, mal übertrumpf schon seine Finne einen kompletten Kriegskreuzer um das 3-fache! Aber man erwartet einfach noch eine Steigerung zu den Vorgängerfilmen, irgendwas das dem ganzen noch mal einen drauf setzt! Das schafft The Asylum mit Mega Shark VS Crocosaurus dieses mal leider nicht, so das sich doch langsam eine gewisse Langeweile breit macht.

                        Trotzdem, es ist schön das The Asylum mittlerweile wohl wirklich jeden Anspruch auf Ernsthaftigkeit abgelegt hat und dem Zuschauer eine Unsinnigkeit nach der andere an den Latz knallt! Wie die finale Explosion denn nun überhaupt verursacht wurde ist mir immer noch ein Rätsel, na egal, hauptsache es wummst und kracht! Mir ist der quasi Vorgänger Mega Pyton VS Gatoroid allerdings einen ganzen tick lieber da dieser einfach noch bescheuerter ist!

                        Punkte: 4 von 10

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