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Rotze's verkommenes Filmtagebuch

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    #16
    [REC]²


    [REC] hatte für mich damals das Fake-Reality-Genre (keine Ahnung wie die offizielle Bezeichnung dafür ist) revolutioniert und ließ mich regelrecht geplättet im Kinosessel zurück. Das scheinbar recht einfallslose Ami-Remake habe ich dann gleich Links liegen lassen und freute mich umso mehr als die Regisseure des Originals ein Sequel ankündigten, in dessen Genuss ich auf dem diesjährigen FFF-Nights gekommen bin. [REC]² knüpft nahtlos an den Vorgänger an, ein SWAT Team betritt mit einem Mediziner das kontaminierte Wohnhaus um die Vorfälle aufzuklären. Es muss wohl nicht erwähnt werden das schnell die ersten Opfer zu beklagen sind! Die Lage spitzt sich noch zusätzlich zu als ein Gruppe Jungendlicher mehr oder weniger Zufällig in die Ereignisse involviert werden.

    Da jedes der SWAT-Mitglieder eine Kamera am Helm installiert hat und öfter zwischen den verschiedenen Perspektiven hin und her geswitcht wird, fühlt sich [REC]² viel mehr wie ein richtiger Film an wie der Vorgänger. Da die Kamera direkt am Gesicht des Protagonisten ist, kommen einem die Infizierten auch richtig nah, was für zusätzlichen Thrill sorgt. Wobei „Infizierte“ wohl nicht mehr die richtige Bezeichnung ist. Wo der Vorgänger am Ende noch die Frage offen lässt, ob es sich um einen Virus oder etwas übernatürliches handelt, geht der zweite Teil ganz klar in letztere Richtung. Das mag vielleicht nicht jedem gefallen, bringt die Story aber vorwärts und sorgt für einige wirklich gute Szenen (Der Exorzist lässt grüßem). Generell bietet [REC]² eine ungeheuer dichte und druckvolle Atmosphäre von denen die meisten anderen Filme nur träumen können! Es wird kaum Zeit zum durchatmen geboten und auch den ein oder anderen Gore-Effekt gibt es zu bestaunen, wobei die meißten Szenen Genre typisch stark verwackelt sind. Das Ende ist dann leider etwas vorhersehbar und unbefriedigend, lässt aber schon auf den bereits angekündigten dritten Teil hoffen. [REC]² ist die konsequente Weiterentwicklung dieser neuen und frischen Franchise und ist meiner Meinung ebenbürtig mit seinem Vorgänger! Wie gesagt, es wird Leute geben denen die neue Richtung der Story nicht gefallen wird, alles in allem ist [REC]² aber ultraspannende Horror-Unterhaltung, die wahrscheinlich wieder nicht lange sicher vor einem uninspiriertem Hollywood-Remake sein wird. Die Blu-Ray kann kommen!

    Punkte: 8 von 10

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      #17
      Splice


      Ja ja, es hätte alles so schön werden können. Splice beginnt extrem vielversprechend nur um im letzten Drittel dann alles wieder zu verspielen. Der Film baut ein extrem interessantes Si-Fi Szenario um ein junges Forscherpärchen auf, denen es gelingt eine Kreatur zu erschaffen die einen Hybrid aus menschlicher und tierischer DNA darstellt. Diese Kreatur, genannt Dren, durchlebt einen gesamten Lebenszyklus innerhalb weniger Tage (soll heißen Jahre entsprechen Tagen) und wird mit zunehmendem Alter immer menschlicher. Die Entwicklung von Dren und Ihre Beziehung zu den beiden Forschern nimmt ca. die ersten 2/3 des Film ein und ist größter Pluspunkt von Splice. Das ganze ist spannend, emotional und allerfeinste Si-Fi Unterhaltung. Wie die 3 immer mehr zu einer Familie zusammenwachsen ist bis jetzt in Sachen Film wohl einzigartig. Das ist vor allem den tollen Schauspielern und der exzellenten CGI-Technik von Dren zu verdanken. Wäre es so weitergegangen hätte Splice Kultpotential! Leider wird das letzte Drittel von zwei jeweils absolute unsinnigen und nicht nachvollziehbahren Handlungen der beiden Wissenschaftern eingeleitet und wandelt sich danach in einen Genre typischen und schon fast trashigen Creature-Feature Film der mich einfach nur frustriert im Kinosessel zurückgelassen hat. Keine Ahnung warum man am Ende nochmal auf diese Art und Weise auf die AktionTube drücken mussten. Nach Cube (Nothing habe ich leider nicht gesehen) hätte ich eigentlich mehr von Vincenzo Natali. Der Film wird es aber trotzdem wegen der genialen ersten Stunde in meine Sammlung schaffen.

      Punkte: 6 von 10 (leider!)

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        #18
        La Horde


        Yeah: Gangster, von Rache getriebene Cops, ein verkommenes Hochhaus und dazu noch pfeilschnelle Zombies! Klingt gut, oder?! La Horde hat mit seinen französischen Hardgore Kollegen vom Schlage Inside und Martyrs nicht sonderlich viel zu tun sondern ist ein astreiner B-Movie Trasher wie man sie nun mal liebt (oder eben nicht). Die Charaktere sind aus allen Genre-Schubladen zusammengewürfelt (der gute Cop, der böse Cop, der besonne Gangster und sein durchgeknalltes Pendant usw,), die Handlung voller Logiklöcher und die Aktion schnell, arschblutig und extrem überdreht (die Szenen der einer der Cops auf ein Autodach rettet und sich mit 2 Knarren und einer Machtete der titelgebenen Horde erwehrt ist schon kultig !). Damit der Humor nicht zu kurz kommt schließt sich der illustren Gruppe dann auch noch ein gealterter Kriegsveteran an, der rein zufällig über ein nicht zu unterschätzendes Waffenarsenal verfügt. Das da nicht jeder Gag zünden kann liegt in der Natur der Sache, leider gesellt sich eine Szene dazu die ziemlich unnötig und geschmacklos ist. Im großen und ganzen bietet La Hode allerdings nichts neues was man nicht schon mal irgendwo anders gesehen hätte (teilweise auch besser), aber besonders im Zusammenspiel mit dem gutgelaunten FFF-Publikum hat der Film ordentlich Laune gemacht. Trash genießt man halt am besten immer noch in der Gruppe . Für’s Heimkino wird es La Horde allerdings schwer haben aus der Masse der Genre-VÖs herauß zu stechen.

        Punkte: 7 von 10 (im Kino)
        6 von 10 (Zuhause)

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          #19
          The Orphan


          In der Szene ja in letzter Zeit ziemlich gehyped, stellte sich The Orphan leider als ziemliche Gurke heraus. Handwerklich ist den Film nichts anzulasten, der ganze sieht professionell aus und auch die Schauspieler (besonders die Mutter) machen ihre Sache gut. Das größte Problem von The Orphan ist seine Vorhersehbarkeit, was bei einem Psycho-Thriller ja fast dem Todesstoß gleichkommt. Fast die komplette Geschichte bewegt sich in mittlerweile recht ausgetretenen Genrepfade (Kind kommt in Familie und ist erst noch total nett; Vorfälle häufen sich; Mutter wird langsam aber sicher aus dem Zusammenhalt ausgegliedert) und kann letztendlich nur mit seinem relativ innovativem (meiner Meinung aber blödem) Storytwist überraschen. Für Horror-Neulinge und Mainstreamgucker mag das reichen, alte Hasen wie wir befällt aber zu schnell die Langeweile. Für den tollen Abspann (warum wird der eigentlich immer so vernachlässigt?) lasse ich noch einen Punkt springen der The Orphan knapp ins Mittelmaß rettet.

          Punkte: 5 von 10

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            #20
            Antichrist


            Nach dem anschauen von Antichrist schwirrte mir nur ein Wort im Kopf herum: Studentenfilm. Ich kann mir richtig gut vorstellen wie die ganze Neunmalklugen Vormittags (wer will schon zur Uni oder zur Arbeit ) zusammen beim Tee sitzen und von Triers neusten Streich auseinander diskutieren. Bei all der Schönheit der Bilder, die gerade auf Blu Ray richtig gut zur Geltung kommen (hier sei besonders der Prolog und der Epilog erwähnt), irgendwie bleibt der Sinn des ganzen doch auf der Strecke. Was ist denn nun so Böse? Die Frau an sich oder doch der Mann. Na ja, vielleicht ist die komplette Natur ja auch abgrundtief schlecht, die Antwort wird wohl nicht einmal von Trier wissen. Antichrist verliert sich letztendlich in Fabeln, Andeutungen und belanglosem Arthouse-Geschwafel. Die oft erwähnten Hardcore-Szenen und die Genitalverstümmelungen kommen irgendwie aufgesetzt rüber, schon fast so als ob man es darauf angelegt hat in Cannes für den medienwirksamen Skandal zu sorgen. Versteht mich nicht falsch, ich mag „offene“ Filme (z.B. die Lynch-Sachen), aber hier scheint mir als ob der Regisseur selber nicht so genau wusste was er denn überhaupt will. Z.b. habe ich mir den Audiokommentar zur letzten Szene angehört, aus deren Bedeutung ich mir so gar keinen Reim machen konnte. Im Kommentar wurde hierzu aber leider auch keine Erklärung geliefert, es hieß nur ganz lapidar „.. ich wollte ein mystisches Ende.“ Na toll, irgendwie fühle ich mich dadurch ein wenig verarscht. Was den Film aber rettet ist die tolle Bildästhetik, die wirklich wunderbare und auch nachhaltig im Gedächniss bleibende Szenen hervorbringt. Alleine deswegen kann man sich Antichrist jedenfalls einmal anschauen!

            Punkte: 5,5 von 10

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              #21
              Transformers 2


              Ach du meine Güte, was uns Bruckheimer hier vorsetzt geht echt auf keine Kuhhaut. Fand ich Transformers 1 ja noch recht unterhaltsam, ist der Nachfolger so stumpf und doof das man sich fragt wie die Bosse drüben in Hollywood dem Zuschauer so einen Schrott vorsetzen können. Das die Story nicht der Rede wert sein mag ist bei einem Aktionblockbuster ja nichts neues, aber auch die Charaktere, die Aktion an sich und besonders die Gags gehen gar nicht. Was hier als Joke verkauft wird ist unterster Fäkal- und Kalauerhumor! Spätestens als sich eine der Figuren unter den überdimensionalen Hoden eines Transformers wiederfindet fragt man sich ob man nicht doch im neusten Tromafilm gelandet ist. Sorgen die Effekte am Anfang noch für den ein oder anderen Wow-Effekt nutzen sich die FX doch recht schnell ab. Generell hat man auch viel zu wenig aus den Transformers gemacht. Wechselten im ersten Teil die Roboter auch im Kampf immer mal wieder zwischen ihren Formen hin und her, laufen die Fights im Nachfolger leider fast außschließlich in Transformer-Modus ab. Bis auf LeBeouf und John Turturro bevölkern leider auch nur Arschgeigen den Film. Besonders Megan Fox geht einem schnell in den ganzen "supersexyzeitlupensequenze" tierisch auf den Sack (und das nicht im positiven Sinne). Letztendlich ist Transformers 2 seit langem mal wieder ein Film über den ich mich auf Grund seiner Blödheit richtig geärgert habe.

              Punkte: 3 von 10

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                #22
                Dirty Harry


                Ich weiß nicht genau warum, aber Dirty Harry hat einfach irgendwas. Hauptsächlich ist es wohl dieses total geniale 70er-Feeling und mit San Francisko hat man eine unheimlich coole Location gewählt. Dazu dann noch Clint Eastwood als wortkarger Bulle mit selbstausgelegten Prinzipien und fertig ist ein Klassiker. Unglaublich wie sehr sich die Filme von damals von den heutigen unterscheiden. Wo man dieser Tage Szene auf Szene vor den Latz geknallt bekommt hat man sich früher noch Zeit gelassen. Man nehme nur die Sequenz in der Harry einen Selbstmörder vom Springen abhalten will und eine gefühlte Ewigkeit mit dem Kran hochgefahren wird :). Aber sonst ist Dirty Harry in aller Würde gealtert! Eastwood ist immer noch saucool, die Story spannend und der Bösewicht verhältnismäßig interessant. Das ganze halt nur ein wenig Retro, trotzdem können sich die Aktioner von heute da ein gutes Stück von abschneiden.

                Punkte: 8 von 10

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                  #23
                  Dirty Harry 2


                  Was ich einen Post weiter oben zum Erstling geschrieben habe läßt sich fast 1zu1 auch auf den Zweiten Teil übertragen (von wegen Retro und so). Alllerdings muss ich sagen das mich die Story vom zweiten Teil nicht mehr ganz so überzeugt hat. Hey, da werden Leute am hellichten Tag auf offener Straße abgeballert und keiner bekommt etwas mit. Der kleine Twist am Ende haut dann allerdings nochmal ein wenig was rauß, im Großen und Ganzen weißt Teil Zwei aber leider die ein oder andere Länge auf so dass sich die 120 Minuten ein wenig ziehen. Trotzdem bleibt Dirty Harry 2 immer noch ein verdammt guter Film der in jede gut sortierte Sammlung gehört!

                  Punkte: 7 von 10

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                    #24
                    Alice im Wunderland


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                    Punkte: 7 von 10

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                      #25
                      Cabin Fever 2


                      Cabin Fever war zwar damals kein Überknaller, aber ein unterhaltsamer kleiner Trash-Film den man sich auf Grund seiner Kurzweiligkeit immer mal wieder anschauen kann. Ti West versucht genau hier anzuknüpfen und einen Film für Fans zu machen, was ihm leider nicht gelungen ist. Ob das nun seine Schuld als Regisseur ist oder ob die Einmischungen des Studios Cabin Fever 2 den Todesstoß versetzt haben kann ich leider nicht beurteilen, fest steht nur das ich mich schon lange nicht mehr so über einen Film aufgeregt habe. Dabei beginnt alles so nett mit einem schön gemachten Zeichentrick Intro, das aber auch schon (neben den halbwegs sympathischen Hauptdarsteller) die einzige positive Erwähnung in diesem Post ist. Ansonsten werden leider nur Köperflüssigkeiten in jeglicher Form und eine total bescheuerte Handlung geboten, die so was von konfus ist das man es kaum glauben mag. Da werden verschiedene Handlungen angefangen und nur halbherzig oder gar nicht zu Ende gebracht und auch das Verhalten der Charaktere ist in keiner Weise nachvollziehbar. Keine Ahnung ob West seinem Film damit das gewisse „Extra“ verleihen wollte, so oder so konnte ich damit nichts anfangen. Wenn Cabin Fever 2 nun wenigstens ein paar originellen Splatter-FX auffahren würde wäre ja wenigstens noch der Gore-Hound in mir befriedigt, allerdings bekommt man nur ein Sammelsurium an Pisse, Blut, Sperma, Schleim und Furunkeln serviert. Ein zermanschter Kopf (der dafür recht gut gemacht ist) ist da noch das Beste was man erwarten kann. Ich kann jedem also nur abraten sich diesen Schrott anzusehen und dafür Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Ich habe die DVD direkt wieder auf dem Flohmarkt verscherbelt.

                      Punkte: 3 von 10

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                        #26

                        Nach dem großen Hickhack hier in Deutschland um die Veröffentlichung von The Tournament (deutsche Version derbe geschnitten, in der AT-VÖ fehlt ebenfalls eine Szene), war ich doch recht gespannt ob der Film halten kann was die vielen positiven Rückmeldungen des letzten FFFs versprachen. Ok, schon auf Grund der Story hatte ich meine Erwartungen ein wenig herunter geschraubt, aber wenigstens ein unterhaltsames B-Movie hatte ich mir erhofft. Und genau das ist The Tournament auch! Blutig, aktionreich, kurzweilig und witzig! Die Story um das Killer-Tunier reißt natürlich keine Bäume aus, ist aber doch Aufhänger für einige spektakuläre Shoot-Outs die es in sich habe. Hier spritz das Blut wie man es schon lange in keinem Aktioner mehr gesehen hat, sehr löblich ist auch das man größtenteils auf billige CGI-Effekte verzichtet hat. Auch die Schauspieler gehen voll in Ordnung und besonders Robert Carlyle als heruntergekommener Pfarrer und Kelly Hu als Sexy-Killerin mit Gefühlen bleiben kurzzeitig in Erinnerung. Generell wirkt The Tournament wie eine leicht überdrehte Comicverfilmung. Leider blieb ein Großteil der Killer doch relativ blass und dient nur als Kanonenfutter, da wurde einiges an Potential verschenkt. Auch das es keinen richtigen „großen“ Bösewicht bzw. Gegenspieler gab fand ich ein wenig schade. Alles in allem überwiegen aber die positiven Aspekte des Films und ich kann The Tournament nur jedem Aktion-Fan ans Herz legen.

                        Punkte: 7 von 10

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                          #27
                          Dread


                          „Moloch Angst“ (so der deutsche Titel) ist eine meiner Lieblingsgeschichten aus Barkers genialen Büchern des Blutes! Spannend, blutig und man bekommt einen fiesen Einblick in die menschliche Psyche! Gerade letztgenanntes konnte ich mir schwer in einer Verfilmung vorstellen, da man Angst einfach nicht so tiefgründig wie in einem Buch darstellen kann. Leider behielt ich recht und Dread schafft es nicht sich so richtig aus der großen Zahl von Genre Veröffentlichungen hervor zu heben. Letztendlich bleibt nur eines der Saw typischen Tortourfilmchen übrig ohne aber an dessen Gore gehallt heran zu kommen. Leider sind auch sämtliche Charaktere ziemlich unsympathische Typen mit denen eine Identifizierung leider schwer fällt. Besonders „Bösewicht“ Quaid bleibt blass und seine Motivation wirkt irgendwie aufgesetzt. Einer der wenigen Pluspunkte ist die düstere nihilistische Stimmung, die über die gesamte Laufzeit ein Unbehagen beim Zuschauer auslöst. Letztendlich ist das alles aber zu wenig um Dread über das Mittelmaß hinauß zu hieven. Midnight Meat Train war da auf jeden Fall besser, Book of Blood habe ich noch nicht gesehen und Hellraiser läuft sowieso außer Konkurrents (genauso wie Rawhead Rex ). Ich muss aber auch zugeben das Dread die wohl bis jetzt am schwersten zu verfilmende Geschichte ist.

                          Punkte: 5 von 10

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                            #28
                            Iron Man 2


                            Nun ja, von diesen ganzen Marvel Filmen gefällt mir Iron Man neben dem Punisher doch irgendwie am besten, soll also bedeuten das ich mich auf den zweiten Teil des metallernen Großmauls gefreut habe. An den Vorgänger kommt dieser zwar nicht heran, übrig bleibt aber verdammt unterhaltsame Kinounterhaltung, wenn man denn in der Lage ist für knapp 2 Stunden mal das Gehirn abzuschalten. Robert Downey Jr. verkörpert den exentrischen Millionär und Superhelden wieder so konsequent das es eine wahre Freude und damit größter Pluspunkt des Films ist. Iron Man 2 ist so übertrieben, das es schon beinahe Trash sein könnte oder im Endeffekt sogar ist. Ein One-Liner folgt dem nächsten, wobei natürlich nicht alle zünden und nur die wenigsten richtige Lachsalven auslösen, die meißten aber wenigstens zum schmunzeln anregen. Dann gibt es da natürlich noch die Aktion, die erwartungsgemäß bombastisch daher kommt, aber nichts zeigt was es einem wirklich vom Hocker hauen würde. Mickey Rourke als russischer Bösewicht geht zwar in Ordnung, mir gefallen als Gegner aber die Monster (wie z.B. das riesen Vieh aus Hulk 2) besser. Mir hat Iron Man 2 jedenfalls eine Menge Spaß gemacht, die Blu Ray wird sicherlich auch ins Regal wandern! Mainstream Kino wie es nun mal sein soll! Ich freue mich schon wenn Iron Man, Hulk und was weiß ich wer noch im ersten Avengers Film aufeinander treffen werden.

                            Punkte: 7 von 10

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                              #29
                              Kick Ass


                              Kick Ass ist zwar nun kein neuer Kultfilm aber eine verdammt unterhaltsame Comicverfilmung mit viel Witz und Charme geworden. Wo die Kollegen von Marvel eher oberflächlich mit viel Krawumm überzeugen gehört Kick-Ass wohl zu den etwas „tiefgründigeren“ Genre-Vertretern. Das geht zwar nicht ganz so weit das man ihn mit einem Epos a la Watchmen vergleichen kann, aber eben auch nicht mit Mainstream-Schinken wie Spider-Man und Co. Besonders am Anfang wird durch einen gut platzierten Humor und die witzige Grundidee gepunktet. Die dauernden Verweise auf die moderne Pop-Kultur (Youtube, IPhone usw.) mögen dem ein oder anderen Nerven gehen, fügten sich meiner Meinung aber gut ins Gesamtbild mit ein. Leider schaltet Kick-Ass im Mittelteil ein paar Gänge zurück (besonders was den Humor angeht) und lässt ein wenig Langeweile aufkommen, nur um im Finale dann noch mal richtig zurück zu schlagen. Was auf jeden Fall noch erwähnt werden muss ist der tolle Soundtrack, der vielen Szenen erst das gewisse etwas gibt! Ich wurde jedenfalls gut unterhalten und werde wohl auch bei der BluRay-Vö zuschlagen.

                              Punkte: 7 von 10

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                                The Crazies


                                Ich habe versucht den Film zu lieben, ja wirklich! Und an sich standen seine Chancen bei mir auch gar nicht schlecht… The Crazies ist angenehm altmodisch, soll heißen die Splatter-Effekte werden dezent zurück gefahren und die Schnitte in den Aktion-Sequenzen sind so niedrig das auch Epileptiker endlich mal wieder ins Kino gehen können. Am besten haben mir aber die wirklich vielen atmosphärischen Szenen gefallen, die super gefilmt wurden und richtig gut aussahen. Hier wird viel für’s Auge geboten, sei es einer der Infizierten der langsam mit einer Forke auf Tragen festgeschnallte Menschen umbringt oder die letztendlich im Chaos versunkene Stadt wo so etwas wie Endzeit Stimmung aufkommt. Leider rettet das alles The Crazies nicht vor dem für Filme unweigerlichen Todesstoß: Der Langeweile. Ab der Hälfte habe ich immer mal wieder auf die Uhr geschaut und musste mit Schrecken feststellen wie langsam doch die Zeit vergeht. Irgendwie ist alles mehr oder weniger vorhersehbar! Es gibt keine Überraschungen oder wirkliche Aha-Momente die einem im Kinosessel wieder wach rütteln. Dazu kommt der ein oder andere Logik-Fehler und wenn sogar mir so etwas auffällt müssen es schon grobe Schnitzer sein . Dazu fehlt es noch an Kontinuität bei den Infizierten. Irgendwie verhält sich jeder Befallenen anders… Da gibt es welche die nur apathisch vor sich hin metzeln, andere wiederum rotten sich in Gruppen zusammen und können sogar noch reden und Auto fahren. Ich habe gerade in einem Interview gelesen das dies beabsichtigt war, mir kam es aber so vor als ob es nur dazu benutzt wurde um möglichst viele unterschiedliche Szenen in den Film zu packen. Leider konnte auch die Cast nicht durchweg überzeugen, besonders Hauptdarsteller Timothy Olyphant als Sheriff kam eher wie ein Milchbubi als wie der der Held rüber. Schade, aber The Crazies ist leider nicht mehr als Durchschnitt

                                Punkte: 5 von 10

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