Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Tyrannosaurus Rex' Haus der 1000 Reviews

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #31
    Elvis
    "I feel alone."



    Regie:
    John Carpenter
    Drehbuch: Anthony Lawrence
    Cast: Kurt Russell, Shelley Winters, Bing Russell, Robert Gray, Season Hubley, Pat Hingle, Charles Cyphers...

    Inhalt (Covertext der DVD von Black Hill):
    In ELVIS - DER FILM kehrt der 'King' zu seiner legendären Las Vegas Show wieder auf die Bühne zurück. Nach einer Morddrohung am Tag vor seiner Comeback-Show in Las Vegas, sitzt Elvis allein in seinem Hotelzimmer und lässt seine bisherige Vergangenheit Revue passieren. Von seiner rebellischen Jugend an der High School in Tupelo, Mississippi zu seiner Zeit in Memphis und dem folgenden kometenhaften Aufstieg zu Ruhm und Glück sowie über die Liebe seines Lebens - Priscilla.

    John Carpenter drehte diesen Film 1979 unter hektischen und stressigen Bedingungen; innerhalb weniger Wochen musste ein knapp drei Stunden langer TV-Film fertig gedreht sein. Dies klingt nach dem üblichen Todesurteil für einen Film, doch genau das Gegenteil erlebt man bei Elvis der dennoch ein guter Film geworden ist. Black Hill haben den Film nun erstmals in Deutschland auf DVD veröffentlicht. Die VÖ enthält sowohl die original Fassung (163 Minuten) als auch die verkürzte alte deutsche Fassung (105 Minuten). Ich habe natürlich zur Langfassung gegriffen und kann mir den Film auch nicht anders vorstellen. Ich kann mir nicht denken das er genau so gut mit einer Stunde weniger Filmmaterial funktionieren würde. Die Charaktere sind allesamt schön gezeichnet und dargestellt. Im Mittelpunkt steht natürlich Elvis Presley gespielt von Kurt Russell und Russell macht in diesem Film seine Sache außerordentlich gut. Die Rolle wirkt wie auf ihn zugeschnitten. Auch die anderen Schauspieler enttäuschen nicht, doch am meisten fühlt sich der Zuschauer in die Person Elvis ein dank der liebevollen Darstellung von Russell und John Carpenter, der als langjähriger Elvis Presley Fan wohl so manch Detailtreue als Regisseur in den Film mit einbrachte. Besonders hat mir gefallen wie dargestellt worden ist wie sehr Presley noch Jahre lang unter der Tatsache litt seinen Zwillingsbruder Jesse Garon (bei der Geburt verstorben) nicht bei sich zu haben. In vielen Szenen sieht man Elvis dasitzen wie er mit seinem Schatten spricht, wirklich gefühlvolle Momente ("Ich möchte nicht nur eine halbe Person sein.").
    Was mir an dem Film ein wenig fehlt ist das man einige male nicht weiß wo genau in welchem Lebensabschnitt von Elvis man sich befindet. An dieser Stelle hätten vielleicht mehr Texteinblendungen nicht schaden können, die über Ort und Jahr (ggf. auch Ereignisse) informiert hätten. Immerhin beginnt der Film in Elvis Kindheit und endet mit Elvis' Comeback. Was interessant ist das Elvis immer (mit Ausnahme im Abschnitt seiner Kindheit) von Kurt Russell gespielt worden ist und man dem Film trotzdem abkauft das diese Figur gealtert bzw. reifer geworden ist. Das hat mich schon echt beeindruckt.

    Abschließend ist zu sagen, das Elvis ein guter Film geworden ist wenn man bedenkt unter welchen Gegebenheiten er entstanden ist. Für einen TV-Film sieht er auch keinesfalls schlecht von den Settings her aus. Von John Carpenter mal kein Horror oder Sci-Fi, sondern einen Kurt Russell in Höchstform als King of Rock 'n' Roll. Eine so hohe Wertung wirkt gewagt, gerade für einen TV-Film. Doch Elvis hat mich persönlich einfach gepackt und in den ganze 163 Minuten nicht gelangweilt. Man sollte seine Erwartungen nicht ins Unermessliche schrauben, doch Fans von Russell, Carpenter und Elvis werden ihre Freude daran haben.

    Insgesamt:
    9 von 10

    Kommentar

    Lädt...
    X