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Tyrannosaurus Rex' Haus der 1000 Reviews

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    #16
    Der weiße Hai 4 - Die Abrechnung
    Zahlen bitte...



    Regie:
    Joseph Sargent

    Darsteller:

    Lorraine Gary
    Lance Guest
    Mario Van Peebles
    Michael Cain
    Karan Young


    Damals als Kind, als ich großer Fan von den ersten drei Teilen von Der weiße Hai war, war mir längere Zeit nicht bekannt das ein vierter Teil existiert. Als dann eines Tages unter Bekannten das Thema zu sprechen kam und der Begriff "Teil 4" in Zusammenhang mit Der weiße Hai fiel wurde ich neugierig und schickte meine Eltern sofort auf die Sucher nach dem Film :)

    Ungefähr vier Jahre nach dem ich Teil 1-3 das erste mal gesehen habe, landete nun also der lang herbeigesehnte Teil 4 in meinen Videorekorder. Der Film war zu Ende, und ich war zufrieden. Endlich hatte ich alle vier Teile gesehen.

    Doch nun Jahre später blicke ich zurück und muss sagen: So toll ist er wirklich nicht mehr . Denn das Problem welches Der weiße Hai 4 mit sich bringt ist, das es ein im Grunde genommen langweiliger Film mit storytechnischen Schwächen ist.

    Dabei fängt Teil 4 relativ stark an, fällt aber später rapide ab. Ein weiteres Problem ist, das der Film sich einfach viel zu ernst nimmt. Die Idee das der Hai die Familie verfolgt, okay... Das hätte man so darstellen müssen das es nur ein Hirngespinst von Ellen Brody, aber doch nicht die Wirklichkeit ist!

    Des Weiteres kommt einem der Film ziehmlich schnleppend vor, da im gesamten Film nur zwei Leute gefressen werden, und dann nur ganz am Anfang und relativ am Ende. Eine Killermaschiene von einem Hai stelle ich mir anders vor.
    Hinzu kommt das die Schauspieler welche eigentlich gut Schauspielern können hier teilweise einfach nur peinlich overacten.
    Die Effekte sollte man auch nicht unerwähnt lassen. In keinem anderen Teil von
    Der weiße Hai hat es jemals ein so schlechtes Hai-Modell gegeben. Das Aussehen ist okay, aber es ist so beweglich wie 'ne Brechstange gewesen. Auch sah man mehr als einmal dem Hai die Kabel aus dem Bauch hängen.
    Was bleibt ist ein Big-Budget Trashfilm. Mit 20 Millionen Dollar hätte man mehr machen können. Ein üblicher Film im Stil von Teil 2/3 hätte gereicht. Aber das ist einfach nur ärgerlich!


    Insgesamt:
    3 von 10

    PS: Man sollte den Film synchronisiert schauen. Ich habe es bislang noch nicht erlebt das die deutsche Synchro das schlechte Acting der Schauspieler so rausreißen konnte


    Quelle (Bild): IMP
    Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 00:43.

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      #17
      Alice im Wunderland (Tim Burton, 2010)

      Alice im Wunderland
      Tim Burton jagt uns durchs Wunderland




      Regie:
      Tim Burton

      Cast:
      Mia Wasikovska
      Jonny Depp
      Helena Bonham Carter
      Anne Hathaway
      Crispin Glover
      Matt Lucas
      Stephen Fry

      Vorwort meinerseits:

      Tim Burton ist ein talentierte Regiesseur, dass steht außer Frage und bislang hat mich noch keiner seiner mir bekannten Filme enttäuscht. Zuletzt verzauberte mich Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street vor drei Jahren.
      Als dann bekannt gegeben wurde das Tim Burton einen Alice im Wunderland Film dreht, sah ich der ganzen Sache optimistisch entgegen. Ich war gespannt, wie sich das Bunte und Verrückte aus dem bei mir sehr beliebten Disney Film und sein düsterer Stil miteinander vertragen würden.
      Und nun hat Burton seinen ersten Film rausgebracht, der mich persönlich enttäuschte.

      Kritik:
      Der Film beginnt, natürlich wieder unterlegt mit einem von Danny Elfman komponierten Score, der seinen Zweck im Film erfüllt, jedoch kein Stück dabei ist welches einem im Kopf hängen bleibt.

      Es wird schnell klar das Burtons Film sehr wenig mit dem alten Disney Film gemeinsam hat. Alice als kleines Mädchen erleben wir nur kurz am Anfang, danach gibt es einen Zeitsprung von 13 Jahren. Alice ist eine Jugendliche und soll auf einer großen Feier verlobt werden.

      Genau diese Szenen auf der, ich nenne es mal Hochzeitsfeier sind leider auch die lustigsten Szenen im Film. Im Grunde genommen kann man sagen, der Film ist nicht lustig. Viele Witze gehen einfach nicht auf. Mir kam es auch oft so vor, als hätte man sich nicht wirklich entscheiden können ob der Film nun lustig oder düster sein soll.
      Man hat sich offensichtlich für beides entschieden und die Chance dem Publikum einen guten Film zu bieten vertan.
      Das Schlimmste an dem Film ist die Hektik welche mir gar nicht gefiel. Man wird regelrecht durch das Wunderland, oder wie es hier nun heißt Unterland gejagt. Dabei bleiben jedoch vernünftige Einführungen verschiedener Charaktere und Charakterzeichnungen auf der Strecke, sowie der Versuch des Zuschauers entgültig in die fantastische Welt von Alice einzutauchen.
      Alles wirkt einfach zu unpersönlich und unmotiviert. Selbst Jonny Depp, der eigentlich hervorragen den Hutmacher gespielt hat, kommt einem hier irgendwie fremd vor und der Funke wollte und wollte einfach nicht überspringen.
      Auch Helena Bonham Carter als rote Königen wirkt nicht sonderlich böse und auch nicht sonderlich lustig. Insgesamt spielt jeder der Schauspieler recht ordentlich, doch eine Meisterleistung legt hier keiner ab.
      Ich habe mich wirklich gefragt was sich Tim Burton bei dem Film gedacht hat. Hatte er wohlmöglich keine Lust drauf? Ich weiß es nicht, es wirkt teilweise so. Im Gegensatz zu Alice im Wunderland spürte ich bei Sweeney Todd noch wirklich die Substanz des Films und die Kraft die hinter diesem Projekt steckte. Dies war bei unserer armen Alice jedenfalls nicht der Fall.
      Natürlich konnte auch niemanden das 3D vom Hocker reißen. Das hier angewandte Post-production-3D gab dem Film leider keine räumliche Tiefe, sonder hob ab und an nur ein paar Sachen hervor.

      Ich weiß nicht so recht wie ich Tim Burtons Trip ins Wunderland bewerten soll. Wohlmöglich wird er mir später auf DVD besser gefallen wenn ich mich an diese schnellere Erzählweise (eine schnellere im Gegensatz zum alten Disney Film) gewöhnt habe.
      Warum ich den Film mit dem Disney Klassiker vergleiche? Weil Tim Burtons Film eine Art Fortsetzung darstellt. Hier geht es um die Rückkehr von Alice in das Wunderland. Sie muss sich daran erinnern was die damals tat. Dabei werde auch Szenen aus dem Disney Film kurz wiederholt, natürlich nun mit dem neuen Look der Charaktere. Das hat mir persönlich gut gefallen. Natürlich vergleiche ich den Film auch mit dem Werke Disneys, weil es halt der bislang bekannteste Film mit der Thematik war.
      So wirklich schlecht reden kann ich den Film dann auch nicht. Er hat auch ein paar gute Momente und gute CGI Effekte.

      Insgesamt:
      5 von 10

      Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 00:41.

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        #18
        Das weisse Band - Eine deutsche Kindergeschichte

        Das weisse Band - Eine deutsche Kindergeschichte
        Michael Hanekes Meisterwerk



        Regie:

        Michael Haneke

        Drehbuch:
        Michael Haneke

        Cast:
        Christian Friedel
        Ernst Jacobi
        Leonie Benesch
        Burghart Klaußner
        Leonard Proxauf
        Rainer Bock
        Susanne Lothar

        Laufzeit:
        144 Minuten

        FSK:
        ab 12 Jahren


        Vorwort meinerseits:
        Das weisse Band war mein erster Michael Haneke Film den ich im Kino sah, doch auch zuvor waren mir der Mann und seine Filme bekannt. Werke wie Der siebente Kontinent, Funny Games, Benny’s Video oder sein eigen gedrehtes Remake Funny Games U.S. haben mich sowohl fasziniert als auch stellenweise wirklich schockiert. Denn Haneke versteht es wie fast kein Anderer zu 100%, die Gewalt in seinen Filmen echt darzustellen.
        Es ist hierbei egal ob jemand auf sehr brutale Art und Weise erschossen wird oder einfach “nur“ ein Kind eine Ohrfeige erhält, es ist jedes mal (mehr oder weniger) unangenehm zuzusehen.

        Am 15. Oktober 2009 war es dann schließlich soweit. Ich saß im Kino, nichts ahnend und wurde von Hanekes Das weisse Band regelrecht überrumpelt. Dabei wurde ich mir der Wirkung des Film jedoch erst bewusst, als ich das Kino verlassen hatte. Ungelogen, ich hatte in dieser Nacht einen unruhigen Schlaf.

        Inhalt:
        Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkrieges. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern – ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?
        (Quelle: Warner, X-Verleih)

        Kritik:
        Der Film beginnt mit einem längeren Vorspann, ohne Musikuntermahlung wie es für Michael Hanekes Film üblich ist. Dies klingt natürlich erst mal ermüdend, doch sollte man den Vorspann zur Wirkung des Films halber laufen lassen.

        „Ich weiß nicht ob die Geschichte die ich ihnen erzählen will, in allen Details der Wahrheit entspricht. Vieles darin weiß ich nur vom Hörensagen und Manches weiß ich auch heute nach so vielen Jahren nicht zu enträtseln, und auf unzählige Fragen gibt es keine Antwort. Aber dennoch glaube ich das ich die seltsamen Ereignisse die sich in unserem Dorf zugetragen haben erzählen muss, weil sie möglicherweise auf manche Vorgänge in diesen Land ein erhellendes Licht werfen können.“

        Dies sind die ersten gesprochenen Worte des Films (erzählt von Ernst Jacobi, welcher den Dorflehrer (Christian Friedel) in einer älteren Form vertritt). Und wenn er dann schließlich nach 144 Minuten zu Ende ist wird man wissen, das diese ersten Worte zur Analyse von Michael Hanekes letzterem Werk sehr hilfreich sind.
        Man kann Das weisse Band nicht in der Form bewerten, indem man nach und nach erzählt was im Film passiert, denn dafür sind die Handlungsstränge zu komplex.
        Die Figuren im Film lernt man alle nach und nach kennen und unter Vielen von ihnen gibt es wieder eine kleine eigene Geschichte bzw. Verbindung. Von daher wäre es auch empfehlenswert sich Das weisse Band zum vollen Verständnis mehrmals anzusehen. Es wird sich lohnen, glaubt mir. Auch trotz seiner Laufzeit von stolzen 144 Minuten, welche auch noch mit längeren Kameraeinstellungen ausgestattet sind, wird die Zeit wie im Fluge vorüber gehen.

        Was bei dem Film besonders lobenswert ist, sind die schauspielerischen Leistungen. Wirklich jeder in dem Film, ohne Ausnahme gibt hier sein Bestes. Christian Friedel als Dorflehrer, Burghart Klaußner als strenger Pfarrer, Susanne Lothar (spielte bereits in mehreren Haneke-filmen mit) als Hebamme oder Rainer Bock als Doktor sind hier wirklich einsame Spitze um nur Einige zu nennen. Auch die Jungdarsteller werten durch ihr schauspielerisches Können den Film sehr auf.
        Was dem Film des Weiteren noch zum Meisterwerk macht sind die Schönheit und Bildgewalt, welche unteranderm durch die unglaubliche Detailgetreue entsteht. Bei dem Film wirkt es wirklich so, als würde er zur damaligen Zeit spielen. Das geht von den Kostüme der Darsteller her, über die wirklich sehr realistisch aussehenden Kulissen. Auch der Sprachstil ist sehr gut getroffen. Es wird sich sehr förmlich und gewählt ausgedrückt.
        Was wie gesagt auch wirklich sehr erstaunlich ist, ist die Bildgewalt welche durch große Kameraeinstellungen der in schwarz-weiß gefilmten Landschaft entsteht. Besonders die Schneelandschaften wirken sehr eindrucksvoll.

        „Ich weiß nicht ob die Geschichte die ich ihnen erzählen will, in allen Details der Wahrheit entspricht. Vieles darin weiß ich nur vom Hörensagen und Manches weiß ich auch heute nach so vielen Jahren nicht zu enträtseln, und auf unzählige Fragen gibt es keine Antwort. Aber dennoch glaube ich das ich die seltsamen Ereignisse die sich in unserem Dorf zugetragen haben erzählen muss, weil sie möglicherweise auf manche Vorgänge in diesen Land ein erhellendes Licht werfen können.“

        Genau so ähnlich dürfte es dem Zuschauer, nach dem Sichten des Films, auch gehen. Zumindest ging es mir letztes Jahr und auch heute nach dem ich den Film zwei mal gesehen habe so. Vieles erfährt der Zuschauer im Film nur durch die Erzählungen der verschiedenen Charaktere oder durch den Erzähler. Hintergrundgeschichten aus der Vergangenheit beispielsweise, oder Erzählungen aus den Stellen des Films die nicht gezeigt worden sind. Denn die Handlung des Film spielt über fast zwei Jahre, so gibt es also immer wieder kleinere oder größere Zeitsprünge. Diese jedoch schaden dem Film nicht. Die Handlung wirkt niemals übertrieben abgehackt oder unpassend platziert.
        Haneke lässt den Zuschauer im Dunkeln, ohne jegliche Erklärung zurück was das ganze besonders schlimm und intensiv in seiner Wirkung macht.
        So wird nicht nur Vieles nicht aufgedeckt nein, dieses nicht Sehen und nicht Erfahren nutzt Haneke auch anderweitig. Beispielsweise gibt es eine Szene in der zweiten Hälfte des Films, in der ein Vater seinen Sohn wegen eines mehr oder minder schlimmen Vergehens mit einem Gehstock züchtigt. Dies wird nicht gezeigt sondern man hört nur Schläge und Schmerzensschreie. Mir jedenfalls lief es bei dieser Szene kalt den Rücken runter.
        Das weisse Band spielt in einer Zeit sexueller Unterdrückung, christlicher Wertevorstellungen die an oberster Stelle stehen und in der Erziehung noch sehr autoritär war.

        „Ich weiß nicht ob die Geschichte die ich ihnen erzählen will, in allen Details der Wahrheit entspricht. Vieles darin weiß ich nur vom Hörensagen und Manches weiß ich auch heute nach so vielen Jahren nicht zu enträtseln, und auf unzählige Fragen gibt es keine Antwort. Aber dennoch glaube ich das ich die seltsamen Ereignisse die sich in unserem Dorf zugetragen haben erzählen muss, weil sie möglicherweise auf manche Vorgänge in diesen Land ein erhellendes Licht werfen können.“

        Auf diesen Satz sollte man auch ein besonderes Augenmerk werfen. Denn Haneke gibt die ganzen Verlogenheiten und die Unterdrückungen zu der Zeit u.a. als Grundstein für den Nationalsozialismus an.

        Insgesamt:
        10 von 10
        Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 00:38.

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          #19
          Mega Piranha (2010)

          Mega Piranha
          "Sorry, ich spreche kein Spanisch."



          Regie: Eric Forsberg
          Drehbuch: Eric Forsberg
          Cast: Paul Logan, Tiffany, Barry Williams, David Labiosa, Jesse Daly

          Naaaa, was verspricht man sich von einem Film der damit beworben wird aus dem Hause zu stammen das einem einst Mega Shark vs. Giant Octopus bescherte? Genau, Trahs pur! CGI-Trash in seiner reinsten Form. Und The Asylum hat es wieder mal geschafft uns mit Mega Piranha einen Brüller von Creaturer Feature zu servieren.
          Was mir zunächst jedoch etwas Sorgen machte war der Anfang des Films, im Bezug auf die Kameraarbeit. Die komplette erste viertel Stunde wirkt wie der Vorspann von CSI: Miami. Schnelle Schnitte, vorgespulte High Angel Shots und hecktisches Hin-und-her-gezoome.
          Oh ja, was man auch auf keinen Fall unerwähnt lassen sollte ist das einem brav alle Figuren im Film vorgestellt werden. Man braucht sich als noch weniger als nicht zu konzentrieren. Sobald also eine der Hauptfiguren ins Bild tritt passiert folgendes...



          Zu den Effekten braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Von der Qualität her bewegen sich diese irgendwo zwischen Lake Placid 2 und Mega Shark vs. Giant Octopus.
          Die Figuren im Film sind natürlich, natürlich, natürlich alle aus der Klischeekiste gekramt. Paul "Ich kann nur böse gucken" Logan spielt den harten Special Forces Kerl Jason Fitch, Tiffany die besserwisserische Fischexpertin und so weiter... Hmmm... Ein Mann und eine Frau spielen in einem billigen Tier-Horrorstreifen die Hauptrollen? Und dann sind es auch noch ganz verschriedene Persönlichkeiten?! Mein Gott, das muss doch zwangsläufig auf eine Liebesgeschichte hinauslaufen ODER? Hat der Film tatsächlich dieses eine Klischee ausgelassen? Nein. Der Film füllt auch dieses Klischee in der letzten Minuten(!) voll und ganz aus. Paul "Ich muss ernst gucken!!!" Logan kommt nach erfolgreich beendeter Mission in Zeitlupe mit dem Sonnenuntergang im Rücken auf Tiffany zuglaufen, nimmt sie und küsst sie. Bedient?
          Spätestens wenn man mit ansieht wie die riesigen Killerfische die Küsten unsicher machen, in Hochhäusern hängen und sich auf Leuchttürmen aufspießen, sollte jeder erkannt haben das Mega Piranha nicht ernst zu nehmen ist.

          Interessant ist auch die Art und Weise wie gegen die mörderischen, Mega Piranhas vorgegangen wird.
          Plan 1: Wir feuern Raketen auf sie!!! - schlägt fehlt.
          Plan 2: Wir feuern noch größere Raketen auf sie!!! - schlägt auch fehl.
          Plan 3: Wir jagen sie mit einer Atomrakete in die Luft!!! - schlägt fehlt.
          Plan 4: Wir brauchen eine noch größere Atomexplosion!!!!!!!!

          Plan 4 wurde dann jedoch (leider) nich in die Tat umgesetzt da Eric Forsberg wohl den Rhythmus in seiner "Kette der Piranha-Vernichtung" erkannt hat und unser Held im Film eine viel, viel bessere Idee hatte. Spielverderber!

          Insgesamt:
          8 von 10


          Die DVD ist mit englischen und deutschen Ton augestattet. Laufzeit: 92 Minuten - uncut. FSK 16.
          Als Extras werden eine Trailershow, ein Making of und Outtakes geboten.

          Quelle (Bild): cigaretteburnscinema
          Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 00:35.

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            #20
            Sars War - Tod allen Zombies! (2004)

            Sars War
            A poem



            Für executor...

            Sars War
            Du wurdest mir wärmstens empfohlen
            10 Minuten liefst du
            Ich wünscht' ich hätt' dich gestohlen

            Zuerst habe ich Tränen gelacht
            Doch hab' ich mich wohl zu früh gefreut
            Und mir was falsches erdacht
            Die paar Euro - jeden einzelnen Penny bereut

            Voller Qualen lag ich am Boden
            Mit den Händen im Gesicht
            Hätt' ich bloß vorher mehrere Gläser Bier gehoben
            Doch 'Stop' drücken nein, das machst du nicht

            Die Minuten kamen mir vor wie Stunden
            Kein Ende sah ich nahen
            Wie habe ich mich bloß überwunden?
            Taweewat Wantha, was hast du getan?!

            Schließlich bleibt noch zu sagen
            Wer Über-Trash mag, soll nicht lang fragen
            Schaut ihn euch an und ihr werdet sehen
            Wenn die Zombiekalypse naht
            Werdet ihr nie wieder die Treppe nehm'

            Quelle (Bild): Bloodsuckerz
            Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 00:21.

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              #21
              My Soul to Take

              My Soul to Take
              "Bete für unsere Seelen, Bug!"

              Regie: Wes Craven
              Drehbuch: Wes Craven
              Cast: Max Thieriot, John Magaro, Denzel Whitaker, Zena Grey, Nick Lashaway, Paulina Olszynski, Jeremy Chu, Emily Meade



              Trailer

              Wes Cravens Slasherfilm wurde von den Kritikern getötet und schmierte weltweit am Boxoffice ab. Der Film sei überladen, unstrukturiert und klischeehaft schimpfte man. Doch My Soul to Take ist meiner Meinung nach zu Unrecht verteufelt worden und was wir vorfinden werden ist ein Slasherfilm wie aus alten Zeiten.
              Wir haben eine Bande von Kids in der kleinen amerikanischen Stadt Riverton welche an einem See liegt und ja, die Story ist altmodisch wie eh und je. Craven selbst bezeichnete den Film als "'Stand by Me' mit Messern".
              Der schizophrene Serienkiller Able Plankoff wurde gerade als er seine Familie umbringen wollte von der Polizei erschossen. Er war gefangen von sieben verschiedenen Persönlichkeiten (oder hier Seelen), von denen eine einen mörderischen Trieb besaß und ihm befahl zu töten. So wurde er zum Riverton Ripper. In der Nacht in der er starb, wurden in der kleinen Stadt sieben Kinder geboren. Die Seelen von Able gingen in diese sieben über, so auch die mörderische. 16 Jahre später beginnt das Töten erneut.
              Eine ziemlich abgefahrene aber wie ich finde ziemlich coole Story. Wes Craven wollte den Film eigentlich schon 1994 verwirklichen, aber man verwehrte ihm diese Chance. Nun hatte er im Jahre 2009 die Gelegenheit ihn zu drehen. Wohlmöglich kam My Soul to Take zur falschen Zeit auf den Markt und wohlmöglich hat sich Wes selbst ein Beinchen gestellt. Der Film ist wie schon gesagt ein Slasher alter Schule. Somit gibt es natürlich das ein oder andere Klischee. Wäre My Soul to Take also 1995 beispielsweise in die Kinos gekommen, läge das noch vor Scream mit welchem Craven das Horrorgenre bekanntlich revolutioniert hat. Scream zog all diese Klischees durch den Kakao und arbeitete wie kein anderer Slasher sehr selbstironisch. Es folgten zwei Fortsetzungen und dannach war das Horrorgenre vollgepackt mit Filmen die neben dem ganzen Blut und Horror zusätzlich immer eine ordentliche Portion Humor und Ironie mitbrachten. Es war Pech für My Soul to Take der eine wesentlich ernstere, altmodischere Schiene fährt nach dieser Revolution in Erscheinung treten zu dürfen. Ich bin gespannt ob oder wie Scream 4 das Genre aufs neue beeinflussen wird. Wes Cravens My Soul to Take jedenfalls ist kein schlechter Film, sondern einfach nur in der falschen Zeit entstanden.
              Für den geneigten Wes Craven- oder Horrorfan ist es sicherlich interessant zu wissen das My Soul to Take eine Art Querschnitt durch Cravens Filmographie darstellt. So gibt es zahlreiche Hinweise, Zitate und Andeutungen an Filme wie Shocker, Nightmare, Scream, Die Schlange im Regenbogen, Der tödliche Freund und so weiter...

              Insgesamt: 8,5 von 10

              Gruß,
              Tyrannosaurus Rex

              Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 29.05.2011, 05:31.

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                #22
                Piranha 1978 - 2010
                "People eat fish, Grogan. Fish don't eat people."


                Piranhas


                Regie:
                Joe Dante
                Drehbuch: Richard Robinson, John Sayles
                Cast: Bradfort Dillman, Heather Mezies-Urich, Kevin McCarthy



                Los geht es mit Joe Dantes Piranhas aus dem Jahre 1978 welcher von Roger Corman produziert wurde und heute als Kultfilm unter den B-Movies gilt. Durch ein Missgeschick gelangen genmanipulierte Killerpiranhas in einen Fluss. Es dauert natürlich nicht lange bis diese anfangen die Badegäste eines Feriencamps und eines Wasserfreizeitparks anzuknabbern. Eine Detektivin und ein trinkfester Einheimischer versuchen die mordenden Bestien aufzuhalten.
                Wie damals und auch heute gilt Piranhas als eine Art gelungener Ableger von Spielbergs Der weiße Hai, der mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humor aufwartet. Die Darsteller machen insgesamt einen guten Job, die Charaktere sind interessant, liebevoll und sympathis. Effekttechnisch hat Piranhas -dafür das es eine eher kleine Produktion war- einige sehr schöne Hand-made-effekte zu bieten die sich definitiv sehen lassen. Ein wirklich empfelenswerter Film den man, wenn man Fan vom Tier-Horror Genre ist gesehen haben muss!

                Insgesamt:
                8 von 10


                Piranhas II - Die Rache der Killerfische (aka Killerfisch)

                Regie: Antonio Margheriti
                Drehbuch: Michael Rogers
                Darsteller: Lee Majors, Karen Black, Margaux Hemingway



                Diese italienische only-in-the-name Fortsetzung hat natürlich absolut nichts mit Joe Dantes Erstlingswerk von 1978 zu tun, weshalb man ihn später wohl auch unter seinem richtigen Titel veröffentlichte. 1979 erschienen ist Killerfich eher eine Art Gangster Film mit wenigen Tier-Horror Elementen. Jedoch kann er -wenn man dem Genre Trash nicht abgeneigt ist- gut unterhalten. Die Effekte sind gewohnt billig aber im gesamt Kontext schon recht charmant. Der Score ist natürlich wieder rassig und bleibt einem im Kopf. Eine ordentliche Veröffentlichung auf DVD wäre schön!

                Insgesamt:
                5von 10



                Fliegende Killer - Piranha II

                Regie: James Cameron, Ovidio Assonitis
                Drehbuch: Ovidio G. Assonitis, James Cameron, Charles H. Eglee (alle als H.A. Milton)
                Cast: Tricia O'Neil, Steve Marachuk, Lance Hendricksen



                Mit Fliegende Killer - Piranha 2 hat James Cameron 1981 sein Regiedebüt gegeben und wahrhaftig den Vogel abgeschossen. Denn die Killerpiranhas haben in dieser offiziellen Fortsetzung zu Joe Dantes Piranhas die Fähigkeit zu fliegen und fallen nicht nur über ahnungslose Taucher her sondern auch über die Gäste eines Ferienhotels während einer Strandparty. Insgesamt betrachtet hat aber auch dieser "offizielle Nachfolger" nicht wirklich viel mit Dates Erstling zu tun, außer das die Killerfische die selben Geräusche machen wie im 78er Film. Im Gegensatz zum ersten Teil fällt Teil 2 wesentlich blutiger aus und so gibt es neben dem ganzen Trash auch noch einige saftige Goreeffekte und ein Fressgelage am Strand. Wer auf wirklichen Ultra-Trash und/oder Tier-Horror mit mittelmäßigen Schauspielern steht darf sich Fliegende Killer - Piranha II nicht entgehen lassen!

                Insgesamt:
                7
                von 10



                Die Rückkehr der Piranhas

                Regie: Scott P. Levy
                Drehbuch: Alex Simon
                Cast: William Katt, Alexandra Paul, Monte Markham



                Was wäre die Welt doch ohne irreführende Titel... Ähnlich wie bei Piranhas II - Die Rache der Killerfische (1979) welcher keine Fortsetzung zum 78er Film darstellte, handelt es sich bei Die Rückkehr der Piranhas (1995) auch nicht unbedingt um das was man zunächst vermutet! Die Piranhas kehren zwar zurück, jedoch nicht in Form einer weiteren Fortsetzung sondern in einem billigen TV-Remake welches ebenfalls von Roger Corman prodiziert ist. Einzige Änderungen zum Originalfilm von Joe Dante sind, das der Wissenschaftler aus der US-Militärstation jetzt eine Wissenschaftlerin ist und die Piranhas größer sind (und andere Geräusche machen). Auch eine andere Figur wurde in der 95er Version plötzlich von weiblich zu männlich. Ansonsten wurde nicht sehr viel verändert. Es ist beinahe eine 1:1 Kopie vom 78er Original nur viel schlechter gemacht. Man bediente sich sogar stellenweise an diesem und schnitt manche Stellen in die neue Fassung mit rein was natürlich sofort auffällt. Einzig und allein überzeugen kann der Score von Christopher Lennertz (Das Grauen aus der Tiefe, 1996). Das absolute Ultra-Highlight am Film stellt wohl der Anfang da. Bekanntlich werden zwei Jugendliche am Anfang des Film von den Piranhas in einem Becken in einer Militärstation getötet. Ist es im Originalfilm noch ein recht großes Becken hat man es doch tatsächlich fertig gebracht hier einen kleinen Swimming Pool zu nehmen der bei fast jeder Familie im Sommer im Garten aufgebaut wird - der Kracher!

                Insgesamt:
                4
                von 10


                Mega Piranha

                Regie:
                Eric Forsberg
                Drehbuch: Eric Forsberg
                Cast: Paul Logan, Tiffany, Barry Williams



                Die Direct-to-DVD Produktionsfirma The Asylum ist sehr fleißig darin große Hollywood Titel zu kopieren, leicht abzuändern und als ihr Eigen zu verkaufen... So ging auch im selben Jahr in dem Piranha 3D erscheinen sollte Asylums Mega Piranha in Produktion und wurde sogar noch vor Start des großen 3D Bruders fertiggestellt!
                Mega Piranha lässt sich mit folgenden Worten am besten beschreiben: Trash, Trahs, Trash, Fun, Trash! Die Schauspieler schlecht, die Effekte billig, die Kamera unruhig und heckitsch und die Logig nicht von dieser Erde... Eine ausführlichere Kritik von mir zu diesem Film findet ihr ebenfalls in diesem Thread!

                Insgesamt:
                (dank des Trashfaktors)
                8 von 10


                Piranha 3D

                Regie:
                Alexandre Aja
                Drehbuch: Pete Goldfinger, Josh Stolberg
                Cast:
                Elisabeth Shue, Jerry O'Connell, Richard Dreyfuss



                Bereits 2007 sollte es ein Remake von Joe Dantes B-Movie Klassiker geben, ein diesmal wirklich gutes Remake! Man verpflichtete Chuck Russell (Nightmare 3, Der Blob, Die Maske, Eraser) als Regisseur, doch dann wurde doch nichts aus dem Projekt.
                Zwei Jahre später nahm man die Produktion wieder auf, diesmal konnte man Alexandre Aja, welcher sich unteranderem durch Filme wie High Tension und dem Remake des Wes Craven Klassikers Hügel der blutigen Augen (1977) einen Namen machte für das Projekt gewinnen. Der Film sollte ein spaßiger, blutiger 3D-Trip für den Sommer werden und das ist er wahrhaftig! Die Story des Films ist wohl die flachbrüstigste die es seit Jahren in der Filmwelt gegeben hat, dafür ist der Streifen so stupide und lustig gemacht das man ihn einfach nur abfeiern möchte. Die Schauspieler spielen so gut schlecht das man die gute Stimmung die am Set geherrscht haben muss förmlich spührt. Wer für den bevorstehenden Sommer spaßig-blutigen Big-budget-Trash sucht ist mit Piranha 3D bestens bedient, man sollte sich nur durch die realtiv schlechten CGI Effekte nicht aus dem Rahmen werfen lassen!

                Insgesamt:
                8
                von 10
                Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 01:25.

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                  #23
                  [Review] Alligator II - Die Mutation (1991)

                  Alligator II - Die Mutation
                  J: 1991

                  Regie: Jon Hess
                  Drehbuch: Curt Allen
                  Cast: Joseph Bolongna, Dee Wallace, Richard Lynch



                  Horrorfilme in denen Tiere die Bedrohung darstellten wurden zum großen Erfolg an den Kinokassen oder in den Videotheken als man 1975 durch Steven Spielbergs Klassiker Der weiße Hai merkte, das das Konzept von einer mörderischen Bestie die Jagd auf die Beute Mensch macht aufgeht. So entstanden von Spielbergs Blockbuster bis 1987 gleich drei Fortsetzungen und der Erfolg des mörderischen Killer-Hais zog etliche andere Nachahmer hinter sich her. Es folgten Filme wie Piranhas (1978), Grizzly (1976), Mörderbienen greifen an (1976), Mörderspinnen (1977), Barracuda (1978) oder der sehr exotische Fliegende Killer - Piranha II (1981)... es wurde so gut wie kein Tier ausgelassen. Und während die Filmindustrie diese und andere Tierchen wie Fledermäuse, Schnecken oder Kaninchen fürs Zelluloid in Mörderbestien umwandelte, verlor das Genre Mitte der 80er Jahre seinen Schwung. Zombies und Serienkiller die seit dem Erfolg von John Carpenters Halloween - Die Nacht des Grauens und George A. Romeros Zombie die Leinwände und Videotheken seit 1978 unsicher machten, verdrängten die Kreaturen. Man fürchtete sich jetzt vor dem Bösen im Menschen und nicht mehr für mutierte riesige Spinnen.
                  Glück hatte da der 1980 entstandene Film Der Horror-Alligator, in Deutschland heute auch bekannt unter dem Originaltitel Alligator. Es geht um einen Alligator (wie der Titel vermuten lässt) der eines Tages von einer Familie die das Vieh nicht mehr will die Toilette hinuntergespült wird. So landet der arme kleine Kerl in der Kanalisation und entwickelt sich dort zur Menschen mordenden Bestie, da er sich von mit Wachstumshormonen versetzten Tierkadavern ernährt die ein skrupelloses wissenschaftliches Institut dort ablädt. FAIL! Und wieder schießt sich die Menschheit ins eigene Knie. Der Film bietet tolle und lustige Charaktere, wie den genervten und raubeinigen Polizisten David Madison oder die smarte Wissenschaftlerin Marisa. Die Gegenspieler in dem Film stellen der Labortleiter des wissenschaftlichen Institutes dar, sowie sein zukünftiger geldgeiler Schwiegervater dem der ganze miese Schuppen gehört und der den Bürgermeister völlig in der Hand hat. Dazu gesellt sich später noch ein Sprüche klopfender Alligatorjäger... Man merkt, die Story klingt etwas abgehoben und schon ziemlich cool wenn man das Genre mag, und spätestens wenn der Alligator auf einer Hochzeit aufkreuzt, ziemlich auf den Putz haut und eine Massenpanik auslöst muss man den Film einfach lieb haben...
                  Alligator ist es übrigens zu verdanken das Regisseur Lewis Teague ganze drei Jahre später für Warner Bros. Stephen Kings Roman Cujo verfilmen dürfte. Als man die Produktion für Cujo startete suchte man einen geeigneten Regisseur. King der Alligator sah, war so von dem Film begeistert und schlug dem Studio Teague vor. Das Studio konnte nicht nein sagen, Alligator war relativ erfolgreich und man hatte Kings Segen. So kam es das 1983 also Cujo in die Kinos kam, eine der Spätsünder der Tier-Horror Welle aber definitiv einer der besten! Während in anderen Tier-Horrorfilmen nur ein Vieh auftaucht, mordet und alle schreiend davon laufen (und hey, nicht das dies auch das allerschlechteste ist !) geht Cujo wesentlich tiefer. So wird nämlich neben den Eheproblemen der im Mittelpunkt stehenden Familie und die Auswirkungen auf das Kind auch der Krankheitsverlauf des Hundes sehr sehr gut gekennzeichnet. Im Gegensatz zum Buch lässt der Film natürlich eine Sachen weg die ebenfalls gut gewesen sind und gut gewesen wären, doch ist in meinen Augen der gezeigte Krankheitsverlauf von Cujo einer der unheimlichsten Sachen die ich jemals im Leben auf Film gesehen habe. Der Weg vom normalen treuen Bernhardiner zur tollwütigen Mordmaschine ist bedrohlich dargestellt und einfach nur fucking scary!
                  Nun die Preisfrage: Durch welchen Film kann man die perfekte Brücke zwischen Alligator und Cujo bauen? Genau, Alligator II - Die Mutation aus dem Jahre 1991 welche in Sachen Tier-Horror Welle schon kein Spätsünder mehr ist, sondern der verdammte Antichrist! Naa... wer kommt auf die Verbindung...? Um eine lange Geschichte kurz zu machen - Alligator wurde von Lewis Teague gedreht, ebenso wie Cujo welcher Dee Wallace in der Hauptrolle hat, welche ebenfalls - tada - in Alligator II auch mitspielt. Okay... lahm, egal...



                  Kommen wir zu Alligator II - Die Mutation, die Fortsetzung zu Lewis Teagues (damals) mittlerweile elf Jahre alten Tier-Horror Film. Der Grund nach so langer Zeit eine Fortsetzung zu machen ist... ist... hm, das ist eine gute Frage. Ich denke es ist wieder eine Sache des Titels gewesen hinter dem vom Original her Potenzial steckte. Eine "II" mit dem reißerischen Untertitel "Die Mutation" dahinter geflatscht und schon war alles start klar für einen Ableger! Doch ist Alligator II wirklich so schlecht? Worum geht es... Am Ende des ersten Teils sahen wir wie erneut ein Alligator in die Kanalisation fiel (wohl weil man nach den Ereignissen aus Teil 1 merkte wie scheiße die Viehcher sind... *kopfkratz*). Ungeachtet der Tatsache das "Teil 2" ganz woanders als Teil 1 spielt, entwickelt sich der kleine Kerl zur Menschen mordenden Bestie, da von einem skrupellosen Unternehmen radioaktive Abfälle ins Kanalsystem gekippt wurden. FAIL! ²! Der Film bietet tolle und lustige Charaktere, wie den genervten und raubeinigen Polizisten David Hodges (David?) oder seine Frau die smarte Wissenschaftlerin Christine (moment mal!). Die Gegenspieler in dem Film stellen der Leiter des skrupellosen Unternehmens samt seiner Schlägertruppe dar und der Bürgermeister der völlig in der Hand der Übeltäter gehalten wird.



                  Dazu gesellt sich später noch eine Bande von Sprüche klopfenden Alligatorjägern (plural?!) und spätestens wenn der Alligator zum Ende hin auf einer Kirmes am See auftaucht, ordentlich auf den Putz haut und eine Massenpanik auslöst muss man den Film einfach lieb... NEIN MUSS MAN NICHT! DAS IST DIE VERDAMMTE STORY DES VERDAMMTEN ORIGINALS! Jap, ganz genau... Alligator II ist mit eines der besten Beispiel dafür das man einfach nicht genug Geld hatte um sich die Schauspieler aus Teil 1 wieder zu sichern und man stattdessen ein Remake mit der "II" im Titel aufgetischt bekommt. Was wäre die Welt doch ohne verwirrende Filmtitel...? Und das ist es. Alligator II ist fast genau so wie der erste Teil nur auf billigerem VHS-Niveau. BUMMER! Für den ahnungslosen Käufer dürfte Teil 2 also mehr als eine Enttäuschung darstellen, doch was kann das/die Remake/Fortsetzung wirklich bzw. kann sie nicht?



                  Zu aller erst kann es (was auch immer es jetzt ist) bei weitem nicht mit seinem Original mithalten, schon allein deswegen weil man einfach dreist die Story des Vorläufers kopiert hat. Hätte man von Anfang an gesagt: "Leute, hier habt ihr ein Remake!" hätte ich gesagt "okay, nicht so übel"... Nun da man es aber als Fortsetzung handhaben will ist es eher... scheiße, weil so gut wie nichts neu ist. Es ist ungefähr so als wenn man sich Flucht aus L.A. ansieht und man die ganze Zeit denkt "hey, das kenn ich doch, aber in Teil 1 war es besser!" Und so ist es auch bei Alligator II. Teil 2 macht seine Sache für sich gut, aber muss sich nun mal gegen einen viel zu großen Schatten behaupten. Das was er sein will schafft er gut. Er ist ein passabler VHS Tier-Horror Streifen den man sich ansehen kann und für einen Zeitraum von 90 Minuten recht gut unterhalten wird, wenn man auf B-Movie artigen trashigeren Tier-Horror steht. Doch was der Titel und die Produzenten von ihm wollen schafft er nicht. Keine gute Fortsetzung, kein Vergleich zum Original. Die Schauspieler sind okay bis schlecht, die Optik wirkt billiger und das Gefühl das man hat, das alles hätte besser werden können lässt einen relativ sauer aufstoßen. Denn man merkt dem Film deutlich an das er als wirkliche Fortsetzung geplant gewesen ist. Die Hauptfigur David (gleicher Name der Hauptrolle aus Teil 1) lebt nun mit seiner Frau, welche ebenfalls den Beruf als Wissenschaftlerin hat (bzw. noch immer) zusammen und bekommen es schon bald wieder mit einem Alligator zu tun. Doch das Geld hat wohl nicht für alles gereicht. Story und Ort der Handlung wurden geändert und nun haben wir einmal den original Alligator (1980) und sein 91er Remake Alligator II - Die Mutation.

                  Insgesamt:
                  6
                  von 10
                  Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 00:19.

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                    #24
                    A Wes Craven Film: Part 1

                    A Wes Craven Film: Part 1



                    Scream 4 läuft in unseren Kinos. Wie auch schon bei der original Trilogie führte "der Meister des Schreckens" wie uns das Kinoposter weis machen will, Wes Craven Regie. Doch wie gut war er in seiner Vergangenheit wirklich und was taugen seine anderen Filme wenn man gerade mal nicht Nightmare on Elm Street oder Scream in der Hand hält.
                    Soweit ich die Filme kenne werde ich chronologisch sortiert zu Wes Cravens Filmen an dieser Stelle kurze Bewertungen abgeben und los geht es mit...


                    1972: Das letzte Haus links
                    (aka The Last House on the Left links oder Mondo brutale)



                    Inhalt (Covertext der DVD von XT Video):
                    Die beide Freundinnen Marie und Phyllis sind auf dem Weg zu einem Konzert in New York. Doch sie geraten in die Fänge einer mörderischen Gangster-Bande. Die Kriminellen foltern, quälen und vergewaltigen die jungen Frauen und töten sie schließlich. Aber sie ahnen nicht, dass ihnen dafür grausamen Rache droht. Ein packender Kult-Schocker von Regisseur WES CRAVEN (Scream) und Produzent SEAN S. CUNNINGHAM (Freitag der 13te).


                    The Last House on the Left stellt Wes Cravens Regiedebüt dar und sorgte bei seiner Veröffentlichung für viel Aufsehen. Aufgrund seines hohen Gewaltgerades musste der Film in Deutschland beispielsweise 13 Minuten für seine FSK 16 Freigabe lassen. Das man diese Fassung noch weniger dem durchschnittlichen Zuschauer anbieten konnte als die ungeschnittene dürfte klar sein. Und wenn man sich The Last House on the Left ansieht, findet man ein seltsames Stück Film vor, denn er schwankt ständig zwischen dem Genre Terror, bietet aber gleichzeitig zwei vertrottelte Comedy Cops die für einige Lacher sorgen. Ein Makaberes Sehvergnügen das man sich jedoch nicht entgegen lassen sollte. The Last House on the Left ist handwerklich gut gemacht, die Schauspieler sind in Ordnung und die Atmosphäre ist teils sehr bedrohlich.

                    Insgesamt:
                    8 von 10

                    1977: Hügel der blutigen Augen
                    (aka The Hills Have Eyes)



                    Inhalt (Covertext der DVD von NSM):
                    Familie Carter ist mir ihrem Wohnmobil unterwegs in die Ferien. Auf der Fahrt durch die Einöde haben sie eine Panne. Der Vater will zu Fuß zurück zu einer Tankstelle gehen um Hilfe zu holen. Sein Sohn versucht es in der anderen Richtung, während die Familie, nichts ahnend das sie von unheimlichen Gestalten beobachtet werden, zurückbleibt.

                    Ein weiterer Kultfilm von Wes Craven. Inzwischen hat der Mann auch noch einen Film mit dem Titel The Fireworks Women (1975) unter den Psueudonym Abe Snake gedreht, den ich jedoch nicht kenne. Hügel der blutigen Augen war ein kleiner Erfolg für Craven und rasch wurde er durch den Film um ein vielfaches bekannter. Damals galt der Film als erschreckend, doch auf mich persönlich wirkt er heute eher mau. Die Atmosphäre wirkt leider etwas kühl und teilweise langatmig und spannend ist er auch nicht sonderlich. Die Schauspieler machen dafür alle einen guten Job und die alte dt. Synchro klingt zumindest wirklich gut, meint aber die Storyline des Films drastisch abändern zu müssen. So werden hier aus heimatlosen Einwohnern in der Wüste die wegen Atomtests ihr Zuhause verlassen mussten Außerirdische gemacht. Wenn man die gleiche Geschichte spannend erzählt haben möchte, sollte man sich das 2006 erschienene und von Wes Craven produzierte Remake ansehen, dass an dieser Stelle ausnahmsweise besser als sein Original ist.

                    Insgesamt:
                    6 von 10

                    1978: Eine tödliche Bedrohung
                    (aka Gypsy Night Kill, Sommer der Angst oder Stranger in our House)



                    Inhalt (Covertext der DVD vom e-m-s):
                    Bei einem tragischen Autounfall kommen die Eltern der jungen Julia ums Leben. Sie zieht zu ihren Verwandten aufs Land. Fortan wird das Familienleben von unheimlichen Ereignissen überschattet. Nur Cousine Rachel (Linda Blair "Der Exorzist") ahnt das Unvorstellbare. Julia ist von einem blutrünstigen Dämon besessen... mit dem Ziel die gesamte Familie auszulöschen.

                    Bei dem Film handelt es sich um einen 1978 von Wes Craven nach Hügel der blutigen Augen gedrehten TV-Film welcher auf einem Roman von Lois Duncan basiert. Und für einen Film der nur fürs Fernsehen gemacht wurde, schlägt sich Eine tödliche Bedrohung gar nicht mal so schlecht! Craven schafft es eine angenehme Atmosphäre aufzubauen und gleichzeitig die Bedrohung durch "den Dämon" nicht zu vernachlässigen. Die Schauspieler machen allesamt ihre Sache gut und man empfindet mit den Figuren (besonders mir Rachel) wirklich mit. Es ist also kein lieblos, nur wegen des Geldes gedrehter Fernsehfilm, der jedoch leider weniger Aufmerksamkeit geschenkt bekommt.

                    Insgesamt:
                    7 von 10

                    1981: Tödlicher Segen
                    (aka Dem Tode geweiht, Gesichter des Teufels oder Deadly Blessing)



                    Inhalt (Covertext der DVD von Koch Media):
                    Marthas Ehemann, Mitglied einer strengen christlichen Sekte, ist bei einem mysteriösen Unfall ums Leben gekommen. Von nun an ist die junge Frau allein unter den unheimlichen Sektenmitgliedern, die einen todbringenden Dämon in ihrer Mitte vermuten. Als zu Marthas Unterstützung zwei Freundinnen in die ländlich abgeschiedene Gemeinde reisen, werden auch diese nicht vom blutigen und tödlichen Segen verschont, der die Zahl der Sektenmitglieder blitzschnell dezimiert.

                    Und schon ist Wes Craven auch in den 80er Jahren angekommen, nachdem er 1978 noch an dem Film Snuff mitdrehte. Und dieses Jahrzehnt bot Craven direkt einen Film in welchem er einige damalige Stars engagieren konnte. So finden sich im 1981 erschienenen Tödlicher Segen Sharon Stone, Ernest Borgine und Michael Berryman, der schon zusammen an Hügel der blutigen Augen mit Wes Craven arbeitete, zusammen. Der Film selbst ist spannend und interessant inszeniert und die schauspielerischen Leistungen sind erwartungsgemäß gut. Atmoshphärisch ist er allemal, doch der größte Wurf Cravens ist er nicht. Man sollte die Erwartungen nicht all zu hoch schauben nur weil der Name Sharon Stone oben auf dem Cover prangert. Ein großer Hollywood Film ist es nicht, aber ein netter Genrebeitrag von einem talentierten Regisseur, Wes Craven.

                    Insgesamt:
                    7,5 von 10

                    1982: Das Ding aus dem Sumpf
                    (aka Swamp Thing)



                    Inhalt (Covertext der DVD von MGM):
                    Aufregend, abenteuerlich - glitschig! Vom explosiven Start bis zum atemraubenden Ende ist "Das Ding aus dem Sumpf" eine perfekte Mischung aus Hochspannung, Grusel, gewinnendem Humor und verblüffenden Spezialeffekten. Noch nie lagen Spaß und Horror so dicht beieinander!
                    Tief in den Sümpfen der Everglades in Florida haben der brillante Wissenschaftler Dr. Alec Holland (Ray Wise) und seine erotische Kollegin Alice Cable (Adrienne Barbeau) eine Geheimformel entwickelt, mit der sich der Hunger auf der Welt endlich besiegen ließe. Natürlich ahnen sie nicht, dass ihr Erzfeind Arcane (Louis Jourdan) aus selbstsüchtigen Motiven beabsichtigt, das Serum zu stehlen. Arcane plündert das Labor, entführt Alice, übergießt Alec mit Chemikalien und lässt ihn, den er für tot hält im Sumpf zurück. Aufgrund seiner eigenen Formel wandelt sich der Forscher wandelt sich der Forscher zum Mutanten, zum "Ding aus dem Sumpf": Als Superheld - halb Pflanze, halb Mensch - schreckt er vor nichts zurück, um Cable zu retten und Arcane zu stoppen ... selbst, wenn es ihn das Leben kosten könnte!

                    Adrienne Barbeau, damals die Ehefrau von Kultregisseur John Carpenter, geht hier in Das Ding aus dem Sumpf cineastisch mit Genrekollegen Wes Craven fremd. Insgesamt betrachtet ist der Film schon in Ordnung, man spürt nur deutlich das Craven das Budget an allen Ecken und Ende gefehlt hat. Die Effekte sind größtenteils gut, aber auch nicht überragend. Schauspielerisch gibt es hier kein Ausnahmetalent. Alle sind okay, oder nicht nennenswert. Was dem Film außerdem noch fehlt ist Atmosphäre, die auch leider viel zu kurz kommt!

                    Insgesamt:
                    6 von 10

                    to be continued

                    Quelle:
                    Bild: Wes Craven
                    Bild: The Last House on the Left
                    Bild: The Hills Have Eyes
                    Bild: Eine tödliche Bedrohung
                    Bild: Tödlicher Segen
                    Bild: Das Ding aus dem Sumpf

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                      #25
                      Die Rückkehr der Killertomaten
                      "The girl of my dreams is a vegetable!"



                      Regie: John De Bello
                      Drehbuch: Stephan F. Andrich, John De Bello, Costa Dillon, J. Stephen Peace
                      Cast: Michael Villani, Harvey Weber, John Astin, Karen M. Waldron, J. Stephen Peace, Anthony Starke, John De Bello, George Clooney

                      Inhalt (Covertext der DVD von Savoy Film/intergroove):
                      Einige Überlebende sind dem "Angriff der Killertomaten" (1977) noch immer so traumatisiert, dass sie den Anblick normaler Tomaten nicht ertragen können. Chad hat also Glück, dass er bei einer Pizzeria unterkommt, die "Nicht-Tomaten-Saucen" verwendet; doch der Albtraum beginnt, als er erfährt, dass sie Frau, die er liebt, eine mutierte Killertomate ist, mittels der ein verrückter Professor die Welt erobern will.

                      Der Film wird in erster Linie wohl Vielen aus dem Gründen bekannt sein, als das er nicht nur die kultige Fortsetzung eines ohnehin schon kultigen Filmes ist, sondern viel mehr als das der noch junge und unbekannte George Clooney hier eine der "größeren Nebenrollen" spielt. Ob es dem mittlerweile alten Hasen wohl ein Dorn im Auge bezüglich seiner Filmografie als Schauspieler ist? Doch Die Rückkehr der Killertomaten ist in meinen Augen keines Falls ein schlechter Film. Er macht verdammt viel Spaß wenn man auf trashige Komödien steht. Im Vergleich zum ersten Film hat Teil 2 auch eher die Optik eines Film hinter dem mal ein Budget steht. Doch vielleicht war auch der relativ billige Look das was Teil 1 auszeichnete. Wer den ersten mochte wird auch Teil 2 mögen. Der verrückte Professor (gespielt von John Astin) ist ein kleines Highlight im Film. Vom Humor her vergleichbar ist Die Rückkehr der Killertomaten mit den Die Nackte Kanone Filmen. Selbstironisch und albern - wobei man nicht die gleiche Klasse der Nielsen Filme erwarten sollte.

                      Insgesamt:
                      7 von 10

                      Quelle (Bild): ofdb

                      Kommentar


                        #26
                        Alien Arsenal - Welt in Gefahr
                        90er Jahre TV-Trash



                        Regie: David DeCoteau
                        Drehbuch: Matthew Jason Walsh
                        Cast: Josh Hammond, Danielle Hoover, Michele Nordin,

                        Inhalt (Covertext der DVD von Power Station):
                        Junge Highschool Teenies im Kampf gegen böse Aliens - ausgerüstet mit - Tech Waffen kann die Action so richtig losgehen.
                        Die Produktion des fröhlichen Alienspektakels stammt aus dem Hause "Full Moon Pictures", die sich als Spezialisten im Genre Sci-Fi als legitime Nachfolger des legendären "Hammer Studios" feiern lassen können.


                        Ich will mich nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen, aber glaubt denen kein Wort. Auch wenn es wohl mein erster "Full Moon Pictures"-Film war, denke ich nicht das wenn man Alien Arsenal - Welt in Gefahr (1999) hinter sich hat, eine Steigerung erwarten dürfte. Denn bei dem Film handelt es sich um einen billige TV-Produktion aus den 90er Jahren, die jedoch dank ihrer Schlechtigkeit und dem damit verbundenen Trashfaktors für mächtig Stimmung sorgt. Ich selbst bin auf den Film gestoßen als ich mit ein paar Freunden eines Abends in einer Videothek war und er dort für wenig Geld rumstand. Ein Freund reichte mir die DVD mit den Worten "Das soll einer der schlechtesten Filme aller Zeiten sein. Hab ich zumindest gelesen." Und schon war meine Neugier geweckt. Auf guten Trash habe ich eigentlich immer Lust und so suchte ich die letzten paar Pennies in meinem Portemonnaie zusammen und bezahlte das Teil. Was soll ich groß sagen, ich wurde auch alleine bestens unterhalten. Die Figuren sehen alle absolut nach den 90er Jahren aus, die Schauspieler agieren auf gerade noch annehmbaren TV-Niveau, die Dialoge sind teilweise der Burner und die Effekte bewegen sich auf "Power Rangers" oder "Mystic Knights" Ebene. Der Name des Regisseurs, David DeCoteau, dürfte einigen wohlmöglich ein Begriff sein. DeCoteau drehte unter anderem Puppet Master III - Toulon's Rache (1991), Retro Puppet Master (1999) und Puppet Master: Axis of Evil (2010), allerdings meist unter Pseudonymen wie z.B. Julian Breen, Joseph Tennant oder sogar manchmal als Victoria Sloan. Highlight des Film werden wohl die drei bösen außerirdischen Gegenspieler sein die wie Billy Idol Verschnitte aussehen und gelegentlich im Hintergrund stehen und das erzählen was in den letzten zwei Minuten des Film passierte. Auch nett mit anzusehen ist es, dass der Held der Geschichte Ralph gespielt von Josh Hammond am Ende sogar beide Girls bekommt.
                        Alien Arsenal - Welt in Gefahr ist ein Partyfilm durch und durch. Er ist billig und dadurch so trashig das er auf jeden Fall mit vielen Freunden gesehen werden sollte!

                        Insgesamt:
                        (trashige) 7,5 von 10

                        Quelle (Bild): ofdb
                        Zuletzt geändert von Tyrannosaurus Rex; 15.05.2011, 03:20.

                        Kommentar


                          #27
                          Moon
                          "Gerty, is there someone else in the room?"



                          Regie: Duncan Jones
                          Drehbuch: Duncan Jones (story), Nathan Parker
                          Cast: Sam Rockwell, Kevin Spacey (voice), Domenique McElligott

                          Inhalt (Covertext der DVD von Koch Media):
                          Astronaut Sam Bell steht kurz vor dem Ende seines Dreijahresvertrages mit Lunar. Er ist auf der dunklen Seite des Mondes, wo er allein als Mechaniker den Abbau von Helium-3 überwacht. Zwei Wochen vor seiner Abreise beginnt Sam seltsame Dinge zu sehen und zu hören. Nachdem eine Routinekontrolle katastrophal schief geht, entdeckt er, dass Lunar eine ganz eigene Vorstellung von seinem Verbleib hat. Als dann noch ein Doppelgänger auftaucht und die Firma einen bewaffneten Aufklärungstrupp schickt, wird Sam klar, dass seine Rückkehr zur Erde in Frage steht.

                          Mit Moon (2009) gibt Duncan Jones, dessen neuer Film Source Code bald in den Kinos startet sein Regiedebüt - und was für eins! Was Moon einem bietet ist nichts was man sich vorstellen kann, wenn man so wie ich vollkommen unvorbereitet an den Film herantritt. Man wird immer wieder angenehm überrascht wie sich die Geschichte um den Hauptcharakter Sam Bell weiterspinnt. Besonders beeindruckt war ich davon das man sich nicht auf eine 08/15 Geschichte eingelassen hat. So wird beispielsweise schon auf halber Strecke verraten was es mit dem Doppelgänger auf sich hat, und der Film funktioniert dannach optimal. Auf die HAL-9000-artige Maschine GERTY ist kein fieses Miststück, sondern eher Sams Verbündeter.
                          Moon stellt für mich einer der besten Filme dar die ich seit langer Zeit sah. Er ist atmosphärisch, versucht sich nicht in Klischees zu verstricken und wirkt intelligent gemacht.

                          Insgesamt:
                          9,5 von 10

                          Quelle (Bild): IMP

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                            #28
                            Final Destination 4
                            Der Tod ist dümmer denn je... in 3-D!



                            Regie: David R. Ellis
                            Drehbuch: Eric Bress
                            Cast: Bobby Campo, Shantel VanSanten, Mykelti Williamson

                            Inhalt (Covertext der Blu-Ray von Warner Home Video):
                            Eine seltsame Vorahnung bringt einen Freundesclique dazu, ein Autorennen zu verlassen, bevor Sekunden später eine Massenkarambolage brennende Wrackteile in die Tribüne schleudert und sie zum Einsturz bringt. Sie glauben, den Tod ausgetrickst zu haben, doch dieser fängt gerade erst an.

                            Sie glaubten der Quatsch würde ein viertes mal klappen, doch da lagen die Produzenten verdammt falsch. Das größten Rätsel welches sich um den Film spinnt ist wohl, wie man einem dermaßen schlechten Drehbuch grünes Licht erteilen konnte. Final Destination 4 ist der vierte Film der äußerst erfolgreichen Reihe die noch lange nicht ein Ende gefunden hat. Teil 5 wird dieses Jahr in die Kinos kommen da der vierte Film ein großer Erfolg am Box Office war, und genau dies ist für mich noch verwunderlicher als die Tatsache das es tatsächlich einen zweiten Teil von Die Vögel gibt. Final Destination 4 ist die größte Ansammlung an Nichts was ich jemals auf der Kinoleinwand gesehen habe. Der Film ist so schlecht... wirklich, dieser Film ist noch schlechter als der Freitag, der 13. Reboot... oder Twilight: New Moon. Egal mit was für niedrigen Erwartungen man an das Werk von David R. Ellis heran geht, it sucks. Ich kann immer noch nicht glauben das Ellis tatsächlich den zweiten Teil der Final Destination Reihe gedreht hat und dann Teil 4. Das ist ein noch größerer Qualitätsabfall wie von Sweeney Todd zu Alice im Wunderland von unserem sonst zu begabten Tim Burton. Hier lasse ich nicht mal die Ausrede gelten das es ein platter Film ist der nur unterhalten will, denn selbst das schafft er nicht weil die total nervigen Charaktere einem nach schon 30 Minuten so fertig gemacht haben das man sich wünsche sie allesamt würden sofort draufgehen. Aber es ist schön das ich durch Final Destination 4 jetzt weiß das wir in einer Welt voller immer perfekt aussehender Menschen leben. Die Zielgruppe des Films ist relativ eindeutig: Leute die nichts(!) um Filme geben und sich deswegen auch so wertlose Werke ansehen können.



                            Ein weiteres Rätsel dürfte dann noch der Titel des Film sein. Wer bei Warner Bros. und New Line Cinema kam auf die Idee ihn THE Final Destination zu nennen und das "the" dann klein oben über den eigentlichen Titel zu verstecken? Es wirkt wie bei einem dieser Filme von The Asylum, wie bei 2012: Doomsday, 100.000.000 BC oder sogar Battle OF Los Angeles! Soll es wirklich so ein großes Geheimnis sein das dieser Film der mittlerweile vierte ist der das gleiche Konzept durchkaut nur viel schlechter? Auch die fehlende "4" und den durch den Titel suggerierenden Neustart(?) kann den Film nicht retten. Gerade weil der kommende Film wieder Final Destination 5 heißt wirkt es besonders absonderlich.
                            Teil 4 jedenfalls ist hirnloser popcorn eating shit, dessen kleine Versuche Tiefe in die durchsicht platte Handlung zu bringen unbeholfen und lächerlich wirken. Kino ohne alles. Selbst ein Bruno Mattei Film hat mehr Niveau als [?] Destination [pssst... 4].

                            Insgesamt:
                            0 von 10

                            Quelle (FD4 Poster): gedankenzirkus

                            Kommentar


                              #29
                              Mother's Day (2010)

                              Mother's Day
                              oder, The Strangers 2.0



                              Regie:
                              Darren Lynn Bouseman
                              Drehbuch: Charles Kaufman, Warren Leight, Scott Milam
                              Cast: Rebecca De Mornay, Jamie King, Briana Evigan, Patrick Flueger...

                              Inhalt (Covertext der Blu-Ray von Kinowelt):
                              Drei Brüder finden nach einem Banküberfall neue Besitzer und deren Gäste in ihrem ehemaligen Elternhaus vor und bringen diese kurzerhand in ihre Gewalt. Als ihre ebenfalls psychopathische Mutter hinzustößt, beginnt für die Geiseln ein erbitterter Kampf ums nackte Überleben, denn der gestörten Familie ist kein Opfer zu groß...

                              Mother's Day ist das von vielen gelobte Remake des 1980 unter der Regie von Charles Kaufman entstandenen Backwood-Slashers Muttertag (dt. Titel). Der Originalfilm gilt unter Genrefans als absoluter Klassiker, dank seiner abgedrehten Ideen/Figuren und wohl auch nicht zuletzt dank seines hohen Gewaltgrades, der dem Film eine größere Rolle in der ominösen Dokumentation Mama, Papa, Zombie - Horror für den Hausgebrauch (TV 1984, Regie: Claus Bienfait) verschaffte. War das Original bei seinen ersten Veröffentlichungen auf VHS in Deutschland noch sehr stark geschnitten, erscheit das Remake über Kinowelt nun komplett uncut auf DVD und Blu-Ray. Für die Neuauflage konnte man Regisseur Darren Lynn Bousman verpflichten der dem geneigten Horrorfan schon manch angenehmen Kinobesuch mit drei Filmen der Saw-Reihe versüßte. Grund genug sich auf den Film zu freuen, war auch schon Bousmans filmisch umgesetztes Horror-Musical Repo! The Genetic Opera (2008) optisch, musikalisch und dramaturgisch erste Klasse, ließen doch die drastischen Veränderungen des Remakes im Vergleich zum Original stutzen. War der erste Film ein dreckiger und fieser Backwood-Slasher, hat Darren Lynn Bousman uns mit Mother's Day einen teilweise sehr intensiven Psycho-Thriller gebastelt der in seinem Verlauf leider etwas stolpert.

                              SPOILER


                              Der Film beginnt mit dem Ende der Geschichte, welches letztendlich keinen eigentlichen Sinn ergibt und zu dem Aha-Effekt nichts beitragen wird da das Ende des Films von Grund auf sinnfrei ist.
                              Dannach werden die Hauptfiguren und ihre Nebencharaktere sehr knapp vorgestellt wie sie eine Party im Keller feiern. Man muss Mother's Day zu gute halten das er je länger er läuft er immer mehr gute Momente bietet als es zu Anfang der Fall ist. Durchgängig gut ist er leider nicht geworden. Gerade die ersten 15 Minuten überschlagen sich mit dummen Dialogen und fragwürdigen Handlungen untereinander. Mann macht sich an Frau ran, die Freundin des Mannes steht direkt daneben, aber es ist ja alles nur ein Scherz. Nachdem alles Unnötige geklärt worden ist und man immer noch nicht genau weiß mit was für Figuren man es zu tun hat, treffen die drei Söhne (einer schwer verletzt) nach einem Banküberfall im Haus (welches ihr altes Haus war) ein und nehmen alle als Geiseln, bis Mutter gerufen wird. Der weitere Verlauf der Handlung besteht daraus das man erfährt, das die psychopathische Familie nicht wusste das ihr Haus zwangsversteigert und weiter verkauft wurde. Die Mutter hat daraufhin das Geld der "Raubzüge" immer weiter an diese Adresse geschickt, doch es scheint verschwunden - was Mutter verdammt sauer macht. Daraufhin wird eine der Hauptrollen, die Frau des Ehepaars, dazu gezwungen mit einem der Söhne rumzufahren um so viel Geld wie möglich aufzutreiben. Eine andere Geisel ist Arzt und muss sich um den schwer verletzten Sohn kümmern. Irgendwo dazwischen wird eine unwichtige Nebenrolle vermeintlich erschossen, da es in Filmen aber immer den Zombieeffekt gibt, lebt diese zuvor definitiv tote Person noch und verständigt gegen Ende des Films die Polizei. Bullshit, aber weiter mit der Geschichte - welche nach Aufbruch des Sohns mit der Hauptbesitzerin immer zwischen zwei Storylines hin und her schwankt. Eine davon zeigt die Frau des Ehepaars mit dem Sohn auf der Suche nach Geld welche Handlungen drin hat die eigentlich am laufenden Band dazu verleiten sich die Hand gegen die Stirn zu klatschen. Zum einen müsste auffallen das egal wo die beiden sich befinden, niemand anderes ist! Ob man sich auf einer normalen Straße befindet oder in der Stadt, niemand ist dort. Auch scheint niemanden auf der Welt zu interessieren wenn draußen um Hilfe geschrieen oder geschossen wird. So kommt es ein einziges mal vor das man draußen jemanden auf der Straße begegnet. Zwei nervigen Weibern die rumquengeln weil man zu lange am Geldautomaten braucht, welche aber aufgrund der mangelnden Scharfsinnigkeit der einen Hauptfigur, vom Sohn in eine Art Jigsaw-Game verstickt werden. "Diejenige die die andere zuerst abgestochen hat wird von mir nicht erschossen." Aber was auch immer, hier haben wir unser Massaker. Im Haus wird derweilen überlegt wie man die wahnsinnige Familie niederstrecken kann. Die Tatsache das während des Geschehens im Haus die Hintergründer der Figuren näher beleuchtet werden erinnert ebenfalls sehr an Saw und wirkt im Grunde genommen so, als das einem die gestörte Mutter sympathischer gemacht wird als das andere heimtückische Volk im Keller.
                              Um nicht noch mehr auszuholen will ich kürzer fassen was mich verdammt an dem Streifen nervte. Zum einen handeln die Charaktere einfach dämlich - als nur die Frau des Ehepaars wusste das sich oben Verbrecher befinden, weil sie oben war, musste sie eine weitere Person (den Arzt) auf Anweisung der Verbrecher/Söhne aus dem Keller holen. Dort hätte sie DIE Gelegenheit gehabt den Anderen mitzuteilen das sie die Polizei rufen sollen. Der Sohn stand nicht oben an der Treppe wie man später erfährt und die Musik im Keller lieg in einer Lautstärke, dass man problemlos zu den anderen gehen und ihnen hätte sagen können, sie möchten doch bitte die Polizei rufen. Eine weitere Möglichkeit um Hilfe zu bitten, hatte ein Polizist der die Not der Frau im Auto verstand, vom Sohn erschossen wurde und wieder auferstand... und dann noch mal erschossen wurde anstatt zuvor um Verstärkung zu bitten. Er hätte die perfekte Gelegenheit gehabt. Des Weiteren hat die Mutter gefühlte 100 mal im Film erwähnt das man einfach mitspielen soll, dann wird Keinem etwas geschehen, da aber wieder mal alle zu cool waren und den Helden spielen mussten... Ebenfalls furchtbar war Warren Kole der Addley spielt und ein dermaßen derbes Overacting darbietet das es Referenzqualitäten hat. Er war mit einer der störendsten Charaktere im kompletten Film und verhält sich dafür das er so eine strenge Mutter hat wie ein Vollprolet. Ein weiteres großes Manko ist das der Sohn der super schwer verletzt wurde und Unmengen an Blut verlor, immer wieder Phasen im Film hat wo er viel munterer als zuvor erscheint um im der nächsten Moment wieder den sterbenden Schwan zu spielen. Am Ende überlebt er sogar noch, obwohl er weniger als eine Stunde zu leben gehabt haben soll (laut Aussage des Arztes). Das Ende des Films ist wie schon gesagt ohnehin kompletter Murks. Tödlich verletzter Sohn überlebt und Mutter überlebt, welche offensichtlich bewusstlos am Boden des in Flammen stehenden Hauses lag, welches von der Polizei und der Feuerwehr umringt war. Woher die Feuerwehr direkt im Zusammenhang mit der Polizei kam war dann auch noch ein Rätsel.

                              Im Großen und Ganzen ist Mother's Day jedoch nicht komplett misslungen. Rebecca De Mornay stiehlt im Film jedem die Show und einfach jede Szene mit ihr ist ein absolutes Highlight. Sie ist mit der größte Rettungsring des Streifens. Hinzukommt, das der Film wenn er will super intensiv und kompromisslos sein kann, jedoch im nächsten Moment wieder nachlässt. Das Remake oder eher der Reboot, hat durchaus ein paar gute Momente zu bieten. Dumme Charaktere die fragwürdig handeln und ein schlechtes Ende lassen diesen jedoch auf halber Strecke scheitern, so das an dieser Stelle viel Potential verschenkt wurde! Wer die gleiche Geschichte besser erzählt haben will, greift entweder zum originalen Muttertag, The Strangers oder Funny Games. Gnädig vergebe ich daher...

                              Insgesamt:
                              5 von 10

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                                #30
                                A Wes Craven Film: Part 2



                                Und weiter gehts mit Wes Cravens Blutlinie die noch lange nicht ein Ende gefunden hat. Da sich Scream 4 schließlich doch als Erfolg entpuppte, plant das Studio nun einen fünften Teil der Reihe, bei dem Craven erneut als Regisseur tätig sein soll. Doch hat der Mann erst mal ganz andere Pläne! Er wird diesen Sommer erst einmal Urlaub zusammen mit seiner Frau machen bevor er sich an einen neuen Film wagt.

                                Nachdem Craven 1982 Das Ding aus dem Sumpf fertig gedreht hatte, nahm erst sich zwei Jahre bis er sich an den nächsten Film wagte. Dabei handelte es sich um den 1984 erschienenen TV-Film Exit - Ausgang ins Nichts mit Kevin McCarthy (Die Dämonischen, Piranhas, Twilight Zone) den ich leider nicht gesehen habe. Im selben Jahr brachte uns Wes Craven aber einen Film der viel wichtiger war als alles was er bislang auf die Beine gestellt hatte, einen der uns mit die meisten Albträume bescherte...


                                1984: Nightmare - Mörderische Träume
                                (aka Nightmare on Elm Street)



                                Inhalt (Covertext der DVD von Warner Home Video):
                                Wes Craven, der Meister des modernen Horrorfilms (Scream 1, 2 und 3) inszenierte diesen zeitlosen Schocker, der nach wie vor Maßstäbe für das Genre setzt. Nancy (Heather Langenkamp) leidet unter grässlichen Albträumen. Unterdessen werden ihre Schulfreunde, die genau dieselben Träume haben, im Schlaf von einem in allen Albträumen auftauchenden widerwärtigen Teufel abgeschlachtet. Die Polizei interessiert sich nicht für Nancys Erklärung - deshalb muss sie den Killer in seinem Schattenreich selbst gegenübertreten. Johnny Depp spielt hier seine erste Hauptrolle. Mit überwältigenden Spezialeffekten schuf dieser Horrorklassiker einen der berüchtigten Bösewichte der Filmgeschichte...Freddy Krueger.

                                Mit Nightmare on Elm Street hat sich Wes Craven selbst ein Denkmal gesetzt. Freddy Krueger kennt heut zu Tage jedermann, er ist eine Kultfigur geworden genau wie der eigentliche Film aus dem später ein ganzes Franchise werden sollte. Es folgten bislang sechs Fortsetzungen, ein Spin-off mit Jason Voorhees und ein Remake des ersten Films. Auch eine TV-Serie und Hörspielkassetten wurden veröffentlicht. Jedes mal als Freddy Darsteller musste Robert Englund herhalten der dies mit Vergnügen tat. Auch wenn spätere Filme dank ihres Witzes und ihres knalligen Looks ihren Erfolg hatten, war keine so ernst und gruselig wie der aller erste Nightmare-Film von Wes Craven. Jeder Charakter in diesem Film ist einfach unersetzbar, allen voran Robert Englund als Freddy Krueger! Auch die Filmmusik für die sich Charles Bernstein verantwortlich zeichnet trägt einen ziemlich großen Anteil der Atmosphäre von Nightmare bei. So rau, beängstigen und dennoch verrückt klang selten ein Filmscore. Kurz gesagt: Wes Cravens Nightmare on Elm Street ist ein Meisterwerkt!


                                Insgesamt:
                                10 von 10



                                1985: Chiller - Kalt wie Eis



                                Inhalt (Covertext der DVD von AVU/United Video):
                                Tiefgefrorene Menschen
                                Die "Cryonics" werden in Gefrierröhren gelagert und im Tiefschlaf gehalten. Der Körper des vor zehn Jahren konservierten Miles taut durch eine technische Panne auf. Er wird von Ärzten zu neuem Leben erweckt. Als seelen- und gefühlsloser Untoter hinterlässt er eine tödliche Spur.

                                In der Gefrierbank tauen weitere "Cryonics" in ihren Eissärgen auf .....
                                Nur für starke Nerven!


                                In der Tat, Chiller - Kalt wie Eis ist tatsächlich nichts für schwache Nerven denn es ist einfach nur ein entsetzlich langweiliger Film in dem nichts passiert! Die Figur Miles gespielt von Michael Beck aus The Warriors (1979) wird zu neuem Leben erweckt und ist innerhalb der zehn Jahre zum gefühlslosen Mistkerl geworden. Doch Hauptsache Mama gespielt von Poltergeists Geisterjägerin Beatrice Straight hat ihn gern und will nicht wahr haben das ihr guter Sohn schrecklich öde "Morde" begeht. Davon gibt es im gesamten Film glaube ich nur zwei Stück und diese nicht mal besonders blutig. Ansonsten wird nur eine Mitarbeiterin verprügelt und der örtlichen Kirche der Spendenhahn zugedreht. Man kann Craven nicht wirklich vorhalten er hätte es nicht probiert einen guten Film zu machen, doch kommt der Konflikt zwischen Wissenschaft und Glauben viel viel viel zu kurz. Was recht interessant beginnt endet in einer belanglosen Warteschleife und grundgütiger der Covertext spoilert das Ende!!!!

                                Insgesamt:
                                2 von 10


                                1985: Im Todestal der Wölfe

                                (aka Hügel der blutigen Augen 2 oder Hills Have Eyes Part 2)



                                Inhalt (Covertext der DVD von NSM):
                                Der Motorradfahrer Bobby Carter kann seine vor Jahren erlebten, traumatischen Erlebnisse in einer Wüstengegend nicht verarbeiten. Dennoch willigt er ein, mit seinen Freunden, zu einem Rennen genau dorthin, zu fahren. Auf dem Weg durch die Einöde hat ihr Bus eine Panne...

                                Nun gut, der Plot des Films klingt nach NSM ziehmlich langweilig. Dennoch gefällt mir der Film im Gegensatz zu vielen anderen, denn der zweite Teil von Hügel der blutigen Augen ist ziehmlich trashig ausgefallen. Das geht sogar soweit das selbst der Hund der Familie aus dem ersten Film einen Flashback hat! Legendär... mir hat der Film jedenfalls dank seinen hohen Trashgrades gut gefallen und mich besser unterhalten als der erste Film. Auch wenn man sich am Ende die Frage nach dem "Warum" stellen wird... Warum, Craven?


                                Insgesamt:
                                6,5 von 10


                                1986: Der tödliche Freund



                                Inhalt (Covertext der DVD von Warner Home Video):Paul ist 15 Jahre und frühreif. Er lebt in seiner eigenen Welt aus Technik, Wissenschaft und Computern. Bis er eines Tages Samantha kennerlernt. Für ihn ist die Begegnung mit dem schönen Nachbarsmädchen wie ein Traum. Ein Traum jedoch, den Samantha gewalttätiger Vater brutal zerstört. Samantha ist tot ... vorerst. Und eine grauenerregende Mordserie beginnt.

                                Nachdem Wes Craven im Jahre 1986 einen weiteren TV-Film mit dem Titel Casebusters drehte, gab er sich seinem nächsten Kinofilm Der tödliche Freund hin und schuf damit einen überaus unterhaltsamen 80er Jahre Horrorflick. Die Charaktere sind typisch aber liebevoll und die Effekte sind gut gelungen. Besonders die Szene in der ein Kopf mit einem Basketball zerschmettert wird wirkt super hart für 16er-Verhältnisse! Der Score stammt wieder von Charles Bernstein, ist aber bei weitem nicht so böse wie der von Nightmare. Man sollte sich Wes Cravens Der tödliche Freund auf keinen Fall entgehen lassen und versuchen an die spanische DVD oder was auch immer wo der dt. Ton drauf ist ranzukommen, denn die deutsche DVD ist ziehmlich OOP.


                                Insgesamt:
                                7,5 von 10



                                1988: Die Schlange im Regenbogen



                                Inhalt (Covertext der DVD von Universal):
                                Unter der Regie von Wes Craven (A Nightmare on Elm Street) entstand diese Grauen erregende Geschichte der Reise eines Mannes in die unheimliche und tödliche Welt des Voodoo.
                                Ein Anthropologe der Universität Harvard wird nach Haiti geschickt, wo er ein seltsames Pulver finden soll. Es heißt, das Pulver habe die Kraft, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Auf seiner Suche nach der Wunderdroge dringt der zynische Wissenschaftler in die Unterwelt wandelnder Zombies, blutiger Rituale und uralter Flüche vor.
                                Auf der Basis der tatsächlichen Erlebnisse von Wade Davis dringt der vor Ort auf Haiti gedrehte beunruhigende Film tief in die Welt schwarzer Magie und übernatürlicher Vorfälle ein.


                                Nach zwei Jahren in der Twilight Zone ist der Meister wieder da! Die Schlange im Regenbogen stellt Wes Craven beste Regiearbeit seit Nightmare on Elm Street dar. Hier beweist uns der Regisseur nach einigen verschmerzbaren TV-Filmchen erneut das er einer der ganz großen Horrorregisseure ist. Der Film in dem Bill Pullman die Hauptrolle spielt, ist düster, intensiv und bietet dem Zuschauer eine tolle okkulte Atmosphäre. Die Drehorte wirken beeindrucken und die Effekte und Make-up-Effecs sind 1A.


                                Insgesamt:
                                8,5 von 10



                                Quelle:
                                Bild: Nightmare
                                Bild: Chiller
                                Bild: Tödlicher Freund
                                Bild: Schlange

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