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Was haltet ihr von Diskussionen über die (allg.) Filmzensur in Deutschland?

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    Was haltet ihr von Diskussionen über die (allg.) Filmzensur in Deutschland?

    1. Ist so eine Diskussion (Überhaupt) wichtig?
    2. Oder ist so eine Diskussion (eher) unwichtig/Unnötig, wie in etwa ein Pickel auf der Stirn?


    Ich freue mich auf ein nettes Gespräch mit euch und bin gespannt wie ihr die dinge sieht!

    Euer MovieCollector.
    7

    #2
    Die Thematik ist natürlich absolut relevant und spannend, gerade wenn man den Verlauf der vergangenen Jahre und Dekaden betrachtet. Gefühlt ist gegenwärtig mehr im Gange (Rehabilitation einiger Filme), als die letzten Jahre und Jahrzente insgesamt.
    Spannend wäre eine Differenzierung, was man eigentlich genau unter "allg. Filmzensur" versteht. Gesellschaftlich betrachtet verbindet man in Deutschland beim Wort Zensur die Kürzung und Anpassung von Gewaltspitzen aller Art, in Nordamerika wohl eher in erotischen Szenen (ausgenommen in der Pornoindustrie) in Spielfilmen / alternative Kameraperspektiven. In Großbritannien beschränkt man sich offensichtlich gerne auf Zensur von Kopfnüsses und Folterszenen. Aber wie gesagt, in Deutschland wird mittlerweile immer liberaler und realitätsnaher bewertet, auch wenn der Weg noch längt nicht abgeschlossen ist.

    Fallen bereits Propagandafilme, die nur zu Studien / Bildungszwecken / Sondervorführen zu sehen sind, bereits unter Zensur, weil man es den Menschen vorenthält oder ist das ein berechtigter Eingriff in die Gesellschaft?

    Aber um erst einmal die Frage Deiner Umfrage zu beantworten: Na klar ist das ein wichtiges Thema! Wenn nicht in einem Filmforum, wo dann darüber lebhaft diskutieren? Vielleicht erläuterst Du einmal Deine Sichtweise und Motivation bezüglich Deines Topics :)


    - C O L L E C T I O N -

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      #3
      Ich finde diese Diskussion auch spannend und nötig. Klar gibt es Wichtigeres im Leben als das, aber mein Hobby ist mir ja auch wichtig.
      Zudem ist es schade, dass man durch FSK etc. mehr oder minder bevormundet wird, dass man einiges scheinbar ohne es hinterfragen zu dürfen, schlucken muss.
      Nach Aussage einzelner Personen (wie z.B. auch Frau von der Leyen) gibt es so etwas in Deutschland ja auch gar nicht.
      Jaaaa nee, is klar.

      Ich denke mit 18 Jahren kann man selbst entscheiden, ob man sich einen "harten" Horrorfilm o.ä. ansehen will/kann, oder nicht.
      Da muss keine übergeornete Institution etwas rausschneiden, kürzen oder wie auch immer die Zensur dann aussieht.
      Andernfalls ist ein solches System schwachsinnig und ad absurdum geführt.

      Mal sehen was sich da in den nächsten Jahren so tut.
      "Man sollte niemals unterschätzen, wie berechenbar Beschränktheit ist!!" : Bullet Tooth Tony (Snatch)

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        #4
        Hallo @TripleH & @DemonKnight, grüße euch beiden ganz herzlichst!Bin wirklich froh dass es doch (Hier) einige Leute gibt die interessiert sind. sorry, dass ich mich erst jetzt zu Wort melde, die letzten beiden tage wahren ein wenig anstrengend.

        Zitat von TripleH Beitrag anzeigen
        Die Thematik ist natürlich absolut relevant und spannend, gerade wenn man den Verlauf der vergangenen Jahre und Dekaden betrachtet. Gefühlt ist gegenwärtig mehr im Gange (Rehabilitation einiger Filme), als die letzten Jahre und Jahrzente insgesamt.
        Spannend wäre eine Differenzierung, was man eigentlich genau unter "allg. Filmzensur" versteht. Gesellschaftlich betrachtet verbindet man in Deutschland beim Wort Zensur die Kürzung und Anpassung von Gewaltspitzen aller Art, in Nordamerika wohl eher in erotischen Szenen (ausgenommen in der Pornoindustrie) in Spielfilmen / alternative Kameraperspektiven. In Großbritannien beschränkt man sich offensichtlich gerne auf Zensur von Kopfnüsses und Folterszenen. Aber wie gesagt, in Deutschland wird mittlerweile immer liberaler und realitätsnaher bewertet, auch wenn der Weg noch längt nicht abgeschlossen ist.

        Fallen bereits Propagandafilme, die nur zu Studien / Bildungszwecken / Sondervorführen zu sehen sind, bereits unter Zensur, weil man es den Menschen vorenthält oder ist das ein berechtigter Eingriff in die Gesellschaft?

        Aber um erst einmal die Frage Deiner Umfrage zu beantworten: Na klar ist das ein wichtiges Thema! Wenn nicht in einem Filmforum, wo dann darüber lebhaft diskutieren? Vielleicht erläuterst Du einmal Deine Sichtweise und Motivation bezüglich Deines Topics :)
        Dann lasst uns mal Differenzieren: Gemeint sind natürlich (nur)Spielfilme / Horrorfilmen / Aktion-filme aller art, welche des Öfteren vorverurteilt werden und hinterher um einige Filmszenen gekürzt bei uns im Handel erscheinen. Zwar ist es aus heutiger Sicht viel liberaler geworden / Listenstreichungen etlicher "former"Index-Streifen, aber schöner wäre eine komplette Reformierung des §131 des StGB, welcher ja ganz zu Anfang dafür gedacht war (reale) Gewalt zu ahnden, wurde aber in den frühen 80er Jahren zum Medienzensur-Paragraphen umfunktioniert...was dazu führte dass Erwachsene in ihren Grundrechten eingeschränkt wurden.
        Was haltet ihr vom §131? Sollte man ihn vollkommen abschaffen?
        Ich meine, Jugendschutz ist in meinen Augen ebenfalls ein (sehr) wichtiges Thema und sollte vernünftig besprochen werden, z.B. durch Aufklärung etc. aber dass man filme wegen vermeintlicher Gewaltdarstellung "Fiktion" auf den Index packt halte ich für vollkommen überzogen.


        Propagandafilme hingegen (so sehe ich dass) ist ein ganz anderes undsensibles Thema (nicht nur bei uns in Deutschland) Wenn es darum geht z.B. NS-Propagandafilme der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, muss ich sagen (wenn ich ehrlich bin) Nein danke! Allerdings wenn man aber eine Fortbildung als Politikwissenschaftler unternimmt, sind solche filme sicherlich unvermeidbar.


        Nun möchte ich auch mal deine frage bezüglich meines Topics beantworten.
        Ich bin damals auf der Bild.de Seite auf ein ähnliches Thema gestoßen, bloß das dort nicht abgestimmt wurde sonder fleißigdarüber diskutiert wurde ob die "Sittenwächter Deutschlands Spaßbremsen seien",;D Habe mich durch die ganzen postingsgelesen, zwischen 60. oder 70. Seiten waren es insgesamt, und fand es einfach sehr faszinierend wie weit da manchmal die Meinungen auseinander gingen. Außerdem hab ich auch mal in mein Bekanntenkreis herumgefragt, wie sie denn über das Thema denken und was sie dazu zu sagen haben...überraschend war für mich, dass nicht gerade viele etwas zum Thema "Diskussion über Filmzensur in DE" sagen konnte /da es unwichtig für manche war/oder ist/und das sich keiner so wiklich mit dem Thema beschäftigt hat.....
        Aus eben diesem Grund hab ich mich mal entschlossen eine öffentliche Umfrage zu starten, wie die Mehrheit darüber denkt......


        Zitat von DemonKnight Beitrag anzeigen
        Ich finde diese Diskussion auch spannend und nötig. Klar gibt es Wichtigeres im Leben als das, aber mein Hobby ist mir ja auch wichtig.
        Zudem ist es schade, dass man durch FSK etc. mehr oder minder bevormundet wird, dass man einiges scheinbar ohne es hinterfragen zu dürfen, schlucken muss.
        Also die Bevormundung (Meiner Meinung nach) kommt seitens der BPjM und nicht von der FSK oder USK Da beide letzteren nur für die freigaben zuständig sind.
        Aber ich weiß was du gemeint hast.

        Zitat von DemonKnight Beitrag anzeigen
        Nach Aussage einzelner Personen (wie z.B. auch Frau von der Leyen) gibt es so etwas in Deutschland ja auch gar nicht.
        Jaaaa nee, is klar.
        Wie Kann man das noch mal irgendwo nachlesen die Aussage?

        Zitat von DemonKnight Beitrag anzeigen
        Ich denke mit 18 Jahren kann man selbst entscheiden, ob man sich einen "harten" Horrorfilm o.ä. ansehen will/kann, oder nicht.
        Da muss keine übergeornete Institution etwas rausschneiden, kürzen oder wie auch immer die Zensur dann aussieht.
        Andernfalls ist ein solches System schwachsinnig und ad absurdum geführt.

        Mal sehen was sich da in den nächsten Jahren so tut.
        So sehe ich das auch Obwohl ich aber auch schon Differenzieren muss zwischen Spielfilm und ähnliches
        Aber ansonsten volle Zustimmung!
        Zuletzt geändert von MovieCollector; 12.08.2017, 16:49.

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          #5
          Zitat von MovieCollector Beitrag anzeigen
          Wie Kann man das noch mal irgendwo nachlesen die Aussage?
          Moin!

          Irgendwo nachlesen kann man das sicher!?
          Sie sagte das mal im Zusammenhang mit ihrer Aufgabe als Ministerein für Jugend, Familie, etc.. Die Hersteller / Herausgeber wären ja selbst daran interessiert, das Kürzungen vorgenommen werden, damit die FSK die Filme freigibt. Und das es in Deutschland so etwas wie Verbote ihres Wissens nach nicht gäbe.

          Weiß nicht auf welchem Baum die pennt, aber die Urteile des AG Tiergarten und anderen sprechen da ja für sich.
          "Man sollte niemals unterschätzen, wie berechenbar Beschränktheit ist!!" : Bullet Tooth Tony (Snatch)

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            #6
            Zitat von DemonKnight Beitrag anzeigen
            Moin!

            Irgendwo nachlesen kann man das sicher!?
            Sie sagte das mal im Zusammenhang mit ihrer Aufgabe als Ministerein für Jugend, Familie, etc.. Die Hersteller / Herausgeber wären ja selbst daran interessiert, das Kürzungen vorgenommen werden, damit die FSK die Filme freigibt. Und das es in Deutschland so etwas wie Verbote ihres Wissens nach nicht gäbe.

            Weiß nicht auf welchem Baum die pennt, aber die Urteile des AG Tiergarten und anderen sprechen da ja für sich.
            Nabend @DemonKnight!

            Unfassbar die aussage... habe jetzt das schreiben nach vielen Google versuchen gefunden. Aber da scheint es sich nur um erwachsene Videospiele zu handeln (so wie ich das lesen konnte).
            Nichtsdestotrotz handelt es sich auch bei Videospiele um reine Fiktion.

            Habe mir zudem auch mal den Beitrag zu den Film "Tal der Wölfe" durchgelesen und war baff als ich las das der Film eine 18er Freigabe bekommen musste damit er bei uns in die Kinos laufen darf, obwohl anfangs für den Film nur eine 16er Freigabe vorgesehen war - Politik sagte aber Nein - entweder ab 18 Jahren oder gar keine Kinovorführung. Zudem soll der Film auch sehr kritisch beurteilt wurden sein...
            kennst du schon "Tal der Wölfe"?

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              #7
              Grundsätzlich finde ich die FSK o.K.

              Man muß nun mal Freigaben festlegen, um dem Schutz des Einzelnen (Kinder, Jugendliche) gerecht zu werden. FSK 12, 16, 18 ist absolut berechtigt!

              Was aber in einem Rechtsstaat mit Gewaltentrennung absolut nicht geht, sind sogenannte " verweigerte Freigaben" der FSK! Denn dies ist nun mal eine Art Zensur an Erwachsenen!

              Sollte es z.B. für eine FSK 18 lt. FSK trotzdem zu hart sein, dann könnte man sich überlegen, ob nicht eine FSK 18+ gerechtfertigt wäre, wo noch besser kontrolliert wird. Hätte damit kein Problem.

              Denn eines ist mir in den letzten Monaten klar geworden!!
              Diese vermehrten Listenstreichungen, dann Neuprüfungen und viele Freigaben ab 16, die vorher zum Teil nicht offiziell veröffentlicht werden durften, zeigen auf, wie unglaubwürdig diese FSK teilweise agiert.

              Möchte hier als Beispiel Predator anführen.

              Wenn jemand einem Gegner ein riesiges Messer in den Brustkorb rammt, es verdreht, und beim Rausziehen eine blöden Spruch zum Besten gibt, dann ist dies meiner Meinung nach für 16jährige nicht geeignet. Und solche Beispiele gibt es in letzter Zeit bei den Freigaben sehr viele.
              Oder der Film CREEP mit Franka Potente. Dieser Film hätte meiner Meinung nach nie eine FSK 16 kriegen dürfen. Bekommt er dann nach 25 Jahren eine FSK 12?

              Gewaltdarstellung ändert sich doch nicht im Laufe der Jahre! Auch wenn es nur "Filme" sind.

              Meine pers. Meinung.

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                #8
                @MovieCollector: Das ist möglich. Ich weiß halt nicht mehr genau in welchem Zusammenhang das explizit war. Aber es ist so oder so eine eher bescheidene Aussage gewesen.

                @BRDirector: Da geb' ich dir vollkommen recht. Die FSK ist grundsätzlich natürlich in Ordnung. Aber bei einer Freigabe "ab 18" sollte man davon ausgehen dürfen, dass der Film in seiner vollen "künstlerischen" Länge vorliegt. Und jeder Einzelne muss dann halt sehen, ob er es sich zutraut oder nicht. Aber mehr oder weniger "vorzugeben", was man sehen darf, oder nicht, ist nicht ok.
                "Man sollte niemals unterschätzen, wie berechenbar Beschränktheit ist!!" : Bullet Tooth Tony (Snatch)

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                  #9
                  Zitat von BRDirector Beitrag anzeigen
                  Grundsätzlich finde ich die FSK o.K.

                  Man muß nun mal Freigaben festlegen, um dem Schutz des Einzelnen (Kinder, Jugendliche) gerecht zu werden. FSK 12, 16, 18 ist absolut berechtigt!

                  Was aber in einem Rechtsstaat mit Gewaltentrennung absolut nicht geht, sind sogenannte " verweigerte Freigaben" der FSK! Denn dies ist nun mal eine Art Zensur an Erwachsenen!

                  Sollte es z.B. für eine FSK 18 lt. FSK trotzdem zu hart sein, dann könnte man sich überlegen, ob nicht eine FSK 18+ gerechtfertigt wäre, wo noch besser kontrolliert wird. Hätte damit kein Problem.

                  Denn eines ist mir in den letzten Monaten klar geworden!!
                  Diese vermehrten Listenstreichungen, dann Neuprüfungen und viele Freigaben ab 16, die vorher zum Teil nicht offiziell veröffentlicht werden durften, zeigen auf, wie unglaubwürdig diese FSK teilweise agiert.

                  Möchte hier als Beispiel Predator anführen.

                  Wenn jemand einem Gegner ein riesiges Messer in den Brustkorb rammt, es verdreht, und beim Rausziehen eine blöden Spruch zum Besten gibt, dann ist dies meiner Meinung nach für 16jährige nicht geeignet. Und solche Beispiele gibt es in letzter Zeit bei den Freigaben sehr viele.
                  Oder der Film CREEP mit Franka Potente. Dieser Film hätte meiner Meinung nach nie eine FSK 16 kriegen dürfen. Bekommt er dann nach 25 Jahren eine FSK 12?

                  Gewaltdarstellung ändert sich doch nicht im Laufe der Jahre! Auch wenn es nur "Filme" sind.

                  Meine pers. Meinung.
                  Sehr schön geschrieben

                  Zitat von DemonKnight Beitrag anzeigen
                  @MovieCollector: Das ist möglich. Ich weiß halt nicht mehr genau in welchem Zusammenhang das explizit war. Aber es ist so oder so eine eher bescheidene Aussage gewesen.

                  @BRDirector: Da geb' ich dir vollkommen recht. Die FSK ist grundsätzlich natürlich in Ordnung. Aber bei einer Freigabe "ab 18" sollte man davon ausgehen dürfen, dass der Film in seiner vollen "künstlerischen" Länge vorliegt. Und jeder Einzelne muss dann halt sehen, ob er es sich zutraut oder nicht. Aber mehr oder weniger "vorzugeben", was man sehen darf, oder nicht, ist nicht ok.
                  Jo Moin @DemonKnight & @ALL!
                  Ich hab hier noch mal den link dazu
                  http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=1238

                  Was die FSK angeht halte ich sie auch für dringend notwendig, nur ist das verhalten aus der Politik mal wieder köstlich

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                    #10
                    Wer Filme zensiert will bestimmen, was andere in Filmen sehen dürfen und was nicht. Der Zensor meint dies besser beurteilen zu können als die Betroffenen selbst.


                    Sofern die Gefahr besteht, daß Rezipienten mangels einer ausreichend gefestigten Persönlichkeit durch Filminhalte desorientiert oder gar traumatisiert werden (z.B. Kinder), scheint gegen eine Zensur grundsätzlich wenig einzuwenden sein.



                    Bei Erwachsenen geht man aber im allgemeinen davon aus, daß sie eine ausreichend gefestigte Persönlichkeit entwickelt haben (Stichwort Mündigkeit). Auch wenn das sicherlich nicht in jedem Einzelfall zutrifft, mutet Filmzensur für Erwachsene daher als unzulässige Bevormundung an - eine Diskussion darüber ist somit wichtig.


                    „Tal der Wölfe“ ist in diesem Zusammenhang übrigens ein relativ interessantes Beispiel. Ein allenfalls durchschnittlicher Actionfilm, der genauso brutal und oberflächlich ist wie unzählige andere Filme – der aber im Unterschied zu diesen aus der Perspektive der islamischen Welt inszeniert ist: Amerikaner werden als überhebliche, gefühllose, verbrecherische Profiteure und fanatisch missionarische Christen dargestellt; der in den obskuren Organhandel verstrickte Arzt ist Jude, der einige Entnahmen an Tel Aviv adressiert; Selbstmordattentäter werden zwar keineswegs entschuldigt, ihre Beweggründe jedoch bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar gemacht.
                    Das alles wurde hierzulande in gewissen Kreisen als unerhört, „volksverhetzend“ und „antisemitisch“ empfunden – während vergleichbar klischeehafte Produktionen mit westlicher Perspektive derartigen Anstoß im allgemeinen nicht erregen. Der hier erfolgte Zensur-Reflex der Politik ist sehr nachdenkenswert.


                    Auch in meinem Bekanntenkreis sind übrigens die meisten der Meinung, daß es eine Filmzensur in Deutschland gar nicht gibt.

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